Chaos bei openSUSE

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  • Allerdings muss man dazu sagen, dass der Artikel offenbar aus dem August ist. Er bezieht sich auf einen bestimmten Zeitpunkt der Diskussionen hinter den Kulissen.


    Nach außen hin hat sich doch eigentlich alles soweit geklärt.


    -Leap 16 ist in der Mache und wird einen Upgradepfad von Leap 15.6 anbieten

    -Tumbleweed läuft normal weiter


    -Daneben gibt es noch MicroOS mit dem Gegenstück SUSE Linux Micro.


    -Für den Desktop-Nutzer sehe ich bei openSUSE erstmal die weitere Zukunft soweit abgesteckt. Problem 1 war, dass das Schwesterprodukt von Leap, SLED, von SUSE eingestellt wurde. Damit einhergehend wurde aber auch der ALP-Baukasten eingeführt. Auf dessen Grundlage wird nun, ausgehend vom Server SLES, Leap 16 entwickelt. Tumbleweed war eh nie betroffen.


    Diskussion 2: es wird im professionellen, von großen Firmen betreuten Linuxbereich, zunehmend das Thema Markenrecht und das Verhältnis zu den offenen Lizenzen relevant. Es gibt Anforderungen aus dem Markenrecht bzgl. der Nutzung und der "Verteidigung" von Marken, welche sich offenbar mit FOSS beißen. Irgendwo habe ich letztens auch einen Artikel gelesen, dass z.B. auch Ubuntu davon betroffen ist. Offenbar gibt es von Ubuntu Vorgaben zur Verwendung der Marke, die, durchdekliniert zu einem Widerspruch zu FOSS führen. Ich denke dass es bei SUSE ähnlich ist und dass daher der Wind weht. Immerhin taucht "SUSE" ja auch in openSUSE auf.

    Redhat scheint die Problematik dagegen schon auf dem Schirm gehabt zu haben, als sie die Community-Edition Fedora genannt haben. Allerdings zulasten der Werbewirkung der kostenlosen Edition für die kommerzielle Distribution. --> Dann sollen sie meintwegen openSUSE umbenennen. Das ist mir egal, solange die Plattform sowie die damit einhergehenden Philosophien und Tools weiterlaufen und die Systempflege weitergehen kann. Am Ende sind Namen Schall und Rauch...

  • Ich nutze beides gern. Ich finde einfach die Kombination unschlagbar:


    -einfache Systemrollbacks möglich, per Default eingerichtet

    -gut getestete Updates der Pakete, die so gut wie keine Fehler produzieren (hab ich auch schon anders erlebt...)

    -nach meinem Eindruck sehr kompatibler Kernel und Basissystem, was mit guten Vorkonfigurationen auf Asbach-Uralt-PCs wie auf modernen Maschinen gleichermaßen sicher hochfährt (hatte bis vor kurzem bei Live-CD/Hopping-tests auch immer wieder mal Distributions-Kandidaten, die nach GRUB in einen schwarzen Bildschirm starteten. Was dem Linux-Ruf sicher nicht zuträglich ist...)

    IMHO trifft das für beide Varianten zu.


    Ich finde die openSUSE-Welt für meine Zwecke pragmatisch, zackig bedienbar, kompatibel und auch tolerant gegenüber meinen Nutzerfehlern. Und hoffe, dass mir das noch lange erhalten bleibt. Tumbleweed sehe ich als sehr zukunftssicher an. Anscheinend könnte es mit dem neuen Pakettool yqpkg sogar ein Tool geben, was unter Tumbleweed erstmals auf dem Desktop auf Updates aufmerksam macht. Das macht Tumbleweed wieder ein Stück interessanter, allerdings fehlen z.B. für Audioverarbeitung immer noch Echtzeitkernel unter TW.

    Für den Inhalt des Beitrages 317796 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Spaceloop

  • allerdings fehlen z.B. für Audioverarbeitung immer noch Echtzeitkernel unter TW.

    Nö ...


    Code
    uname -a
    Linux linux.fritz.box 6.12.6-1.gfb072de-default #1 SMP PREEMPT_DYNAMIC Thu Dec 19 17:23:25 UTC 2024 (fb072de) x86_64 x86_64 x86_64 GNU/Linux
    karsten@linux:~> 

    Nach meinem Kenntnisstand ist die 6.12 die erste Echtzeit-Version