Fedora 42 und der Unterschied zu openSUSE

Hinweis: In dem Thema Fedora 42 und der Unterschied zu openSUSE gibt es 28 Antworten auf 3 Seiten. Der letzte Beitrag () befindet sich auf der letzten Seite.
  • Ich habe mir jetzt Fedora 42 KDE installiert. Und es gibt erstaunliche Unterschiede zu openSUSE. Zuerst einmal läuft Fedora ausschließlich mit Wayland. Man kann nichts umschalten auf X11, zumindest habe ich noch nichts gefunden. Und das völlig unproblematisch. Ohne zucken oder zappeln oder irgendwelche Grafikprobleme. Und das ganze unter einer Nvidia Karte mit dem Nouveau Treiber. Aber was mich am meisten faszinierte, war folgendes. Mein Drucker ist ein Canon TR 8550, welcher lediglich über WLan läuft. Ich dachte mir schon, dass das sowieso nichts wird, als ich in der Systemeinstellung tapfer auf Drucker suchen geklickt habe. Wie groß war jedoch mein Erstaunen, als wenige Augenblicke später das System den Drucker gefunden und eingebunden hatte. Ohne Treiber- oder Befehlszeilenkrampf. Faszinierend. Unglaublich. Und noch etwas war faszinierend. Ein Klick in der Systemsteuerung auf KDE Connect fand augenblicklich mein Handy und hat es ebenfalls in das System eingebunden. Ohne Firewall-Frickelei, ohne irgendwelche Probleme. Einfach so. ðđ

    Man kann jetzt von openSUSE halten, was man will, aber ich habe es unter Tumbleweed noch nie geschafft, KDE-Connect zum laufen zu bringen und der Drucker konnte auch unter Tumbleweed nur eingebunden werden, wenn man Dateien herunter geladen hatte und in der Konsole installierte. So einfach wie unter Fedora mit einfach einem Klick, einem einzigen Mausklick, nee, davon ist openSUSE noch Aeonen entfernt. Und da stelle ich mir immer wieder die Frage ... warum können andere das einfach so und openSUSE nicht?? ¢¶

  • Aber auch bei Fedora blickt man so langsam nicht mehr durch. Was ist, oder soll immutable werden?
    Silverblue und Kinoite sind wohl immutable, was ist mit Fedora Workstation bzw. KDE Plasma?

    Gruß Jürgen

    Für den Inhalt des Beitrages 319762 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: JSC

  • was ist mit Fedora Workstation bzw. KDE Plasma?

    Bei mir läuft Fedora 42 KDE Wayland und da ist nix immutable. Ansonsten kannst du dir bei Fedora natürlich auch noch einige andere Distributionen herunter laden, je nachdem, was du möchtest.

  • Fedora 42 (Gnome):

    • Super simple Installation (weiter,weiter, fertig stellen)=> Done
    • OEM Start, Userkonfiguration erst nach dem ersten Boot.
    • Codecs im SetupWizard mit einem Klick aktivierbar
    • Flathub direkt aktiviert
    • Softwareinstallation/Updates ohne sudo Passwort
    • Systemupdates komplett automatiserbar zum Zeitpunkt des Shutdowns/Reboot
    • Generell minimale Softwareauswahl, Komplexität kommt erst durch den user.

    Für mich persönlich die schönste und einfachste Linux Desktop Erfahrung jemals. Hab einen Gaming PC, wo ich mich null um irgendwas kümmern muss, weil der alle Updates beim runter fahren installiert. Kann man sich als Tumbleweed User gar nicht vorstellen, wochenlang kein dup im Terminal machen zu müssen. Ich hab mal aus Gag ein richtig minimalistisches Tumbleweed Gnome installieren wollen und hab da richtig die nerven mit den ganzen ungewollten abhängigkeiten der Patterns verloren; und am Ende hat man wieder einen Arsch voll zypper locks anlegen müssen. Da hab ich mich schon gefragt, was die Mission von openSUSE eigentlich ist, wenn es nicht die Vereinfachung von komplizierten Computing Vorgängen ist.


    Imho ist der einzige Nachteil von Fedora ideologischer Natur; es gehört zu zu Red Hat, was IBM gehört, was vom Teufel ist.


    PS:

    Das mit den Druckertreibern ist gängige Praxis bei den meißten Mainstream Distors, auch bei Ubuntu. Da läuft ein Dienst, der Netzwerkdrucker treiberlos ansprechen kann. Weil openSUSE so überkomplex ist und quasi alles mit root rechten was Drucker angeht weg geschlossen hat , wird das da nicht gemacht. Imho ist da openSUSE komplett aus der Richtung Deployment von oben nach unten gedacht, und dafür ist es toll.

    PRAISE THE OMNISSIAH

    Einmal editiert, zuletzt von Scytale () aus folgendem Grund: Anfügung/KOrrektur

    Für den Inhalt des Beitrages 319764 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Scytale

  • Moin,


    Imho ist der einzige Nachteil von Fedora ideologischer Natur; es gehört zu zu Red Hat, was IBM gehört, was vom Teufel ist.

    Ja. Ein Deal mit dem Teufel war schon immer bequemer, als die Kasteiung vor Gott... :saint: :D


    Aber bei Manjaro ist es ähnlich bequem und unkompliziert, habe ich dieser Tage die Erfahrung machen können. Drucker gehen auch ganz gut damit einzubinden. Ich denke, ich steige vielleicht um, da auch der vorhandene Software-Fundus dank der AUR-Pakete wesentlich größer ist....


    Beste Grüße. :smilie_pc_011:

  • Aber bei Manjaro ist es ähnlich bequem und unkompliziert, habe ich dieser Tage die Erfahrung machen können. Drucker gehen auch ganz gut damit einzubinden. Ich denke, ich steige vielleicht um, da auch der vorhandene Software-Fundus dank der AUR-Pakete wesentlich größer ist....


    Beste Grüße. :smilie_pc_011:

    Ich finde Manjaro konzeptionell genau so unsinnig wie ein Tumbleweed Slowroll. Alle Nachteile eines fixed releases und keine Vorteile eines Rolling releases mit einer Reihe an potentiellen Zusatzproblemen (a.k.a. AUR sollte bei Manjaro nicht verwendet werden, weil das AUR auf die Paketversionen von Arch gebaut wird und Manjaro immer hinterher hängt). Und ganz ehrlich ist Arch mit dem "neuen" Archinstaller einfacher als eine openSUSE Installation. Gut, man muss 2 oder 3 Dinge nachkonfigurieren, die wie bei Manjaro vorkonfiguriert sind, aber dann ist das sehr unkomplizert. Außerdem sind mir schon 2 Manjaro Installationen einfach kaputt gegangen durch Upgrades, das hat mein Urvertrauen in die Distro erschüttert. Ist mir bis jetzt nur noch bei Ubuntu passiert.

    PRAISE THE OMNISSIAH

    Für den Inhalt des Beitrages 319766 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Scytale

  • Moin,


    ich bin ja dankbar für den Erfahrungsaustausch hier. Dann werde ich bei Gelegenheit auch mal Fedora testen oder eine reine Arch-Version anschauen. Ich suche ja was unkompliziertes, mit KDE und was lange stabil bleibt und halbwegs aktuell ist... Was nach der Install dann auch weitgehend alles erkennt, insbesondere Wlan-Adapter. Nur mit Debian und Ubuntu bzw. Kubuntu, konnte ich mich bisher auch nicht so recht anfreunden, muss ich sagen.


    Beste Grüße

  • Nur mit Debian und Ubuntu bzw. Kubuntu, konnte ich mich bisher auch nicht so recht anfreunden, muss ich sagen.

    Bei mir läuft auch ganz entspannt Debian 13 und Ubuntu Cinnamon. Alles ganz easy. Und Fedora 42 ist aktuell, mit relativ aktuellem Kernel 6.14.8-300.fc42.x86_64 und aktuellem Firefox und Thunderbird. Überhaupt ist das System auf der Höhe der Zeit, da hinkt selbst Debian noch hinterher. Aber Debian verfolgt auch eine ganz andere Strategie. Abgehangene, geprüfte und funktionierende Software statt dem aktuellsten, was zu bekommen ist.

  • Ich nutze Fedora 42 mit plasma-mobil auf einem Lenovo X13 Yoga - das läuft ziemlich, ziemlich gut :thumbup: - ich hab viel in der Richtung rumprobiert, aber an Fedora kam da nichts ran → die Hardwareerkennung ist super und ja, das mit dem Drucker/Scanner kann ich bestätigen, mein "Brother MFC-4540DW" wird im Netzwerk sofort erkannt und funktioniert.


    Debian 13 ist auch gut, brauch aber cups-airprint und sane-airscan, was man wissen muss und manuell nachinstallieren muss, danach ging es aber ebenfalls problemlos.


    Tumbleweed ist da in der Tat recht zickig, hab´s aber so halbwegs brauchbar hinbekommen → da ich aber TW "nur" als Medienzentrale im Wohnzimmer nutze und mit dem Gerät eigentlich selten drucke, lässt sich damit ganz gut leben → und als Medienzentrale scheint TW doch ziemlich brauchbar zu sein.


    Noch was zum "Teufel" → hätte der Teufel nicht in Form der Schlange die Eva verführt, würde es die Menschheit wahrscheinlich gar nicht geben. :S  :saint:

    Für den Inhalt des Beitrages 319769 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Feli

  • Auch ich bin auf Fedora 42 umgestiegen und sehr zufrieden mit der Entscheidung.

    Gruß

    Gregor

    Für den Inhalt des Beitrages 319770 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: JanGre