Migrationsstratgien - Dualboot, BLS, größere SSD

Hinweis: In dem Thema Migrationsstratgien - Dualboot, BLS, größere SSD gibt es 8 Antworten. Der letzte Beitrag () befindet sich ganz unten auf dieser Seite.
  • Ursprünglich dachte ich, dass ich auf meinen neuen Rechner neben Windows 11 Pro auch OpenSuse Tumbleweed installiere. Da die SSD 250GB groß ist, dachte ich das wird schon ausreichen. Für Windows ca 172GB und für OpenSuse 80GB. Jetzt sind 45% bzw 40% bereits belegt und ich werde mir wohl eine neue SSD zulegen (bzw. ist schon auf dem Weg) mit 1TB.


    Meine Idee wäre gewesen, dass ich die Installationen gleich belasse und einfach nur eine neue Datenpartition auf der neuen SSD erstelle. Google und div. AIs meinten, dass es jedoch besser sei, gleich alles auf die neue SSD zu spielen - eine SSD für Windows und eine (größere) für OpenSuse. Dem kann ich durchaus was abgewinnen, zumal ich dann auch dort meine Docker-Images parken kann.


    Jetzt ist meine Frage die, wie ich denn OpenSuse auf die neue SSD bekomme. Clonezilla bzw dd? Womit ich aber bei meinem anderen Thema hier in diesem Forum bin, nämlich grub-bls. Kann ich das ganze so einfach hinüberschieben? Falls ja, wie? Falls nein, kann ich irgendwie - zumindest Teile - meiner bisherigen Installation auf die neue SSD verschieben?


    Letztlich möchte ich nicht nochmals ganz von vorne beginnen - deswegen hier meine Nachfrage, welche Ideen bzw. "Ratschläge" es denn so gibt.


    P.S.: Mir ist unklar, in welcher anderen Kategorie ich meine Nachfrage hätte erstellen sollen. Ich hoffe es passt hier.

    Für den Inhalt des Beitrages 324243 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: leo_lw

  • Es kommt etwas auf deine Dateisysteme an und wie gut du dich mit den Basics auskennst. Eine Option die ich oft nutze ist fsarchiver. Hier kann man Archive von mehreren Partitionen machen und später wieder auf ein neues System aufspielen. via Rettungssystem fstab anpassen, initramfs und grub aktualisieren und es sollte wieder gehen. Da du für das verschiedene AIs befragt hast gehe ich davon aus, das du dich nicht so gut auskennst.


    Die "Idealsituation" wäre jedes OS auf seine eigene Platte packen. Jedes OS hat seinen Bootloader und eines davon macht via Grub chainloading der anderen OS. grub-bls macht genau das. Das geht aber auch manuel (ist auch nicht schwer).


    Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten:

    - Du willst was lernen und machst ein Backup aller Systeme und Daten und versuchst das dann komplett neu aufzusetzen.

    - Du willst möglich schnell alles einfach zum laufen bekommen.


    Ich würde in deiner Situation vermutlich die Installationen gleich lassen und die neue Platte aufteilen und dann die Partitionen an deine Betriebsysteme verteilen.

  • Danke vorweg für die Antwort. Ich habe mir mit grub-bls mehr oder weniger meine blutige Nase geholt habe, in dem Sinne, dass ich dual-boot nicht hinbekommen habe (siehe auch anderen Foreneintrag). Daher bin ich jetzt doppelt vorsichtig, weil letztlich ist's auch ein Zeitaufwand.

    Und du hast recht, dass ich mich mit initramfs, fstab, lsblk udlg. nur rudimentär auskenne - sprich ich verwende diese eher selten.

    Wenn ich mir die Beschreibung von fsarchiver durchlese, dann funzt das nicht mit meiner aktuell laufenden Partition, weil ich von der Partition gerade gestartet bin. Das müsste ich wohl von einem Bootstick dann machen, oder?


    Wenn ich jedes OS auf die eigene SSD packe, dann kann ich mit Grub2 dann ein vernünftiges Dualboot-System hinbekommen? Eher in dem Sinne, dass ich dann ggf. Windows ja nicht von der SSD startet, auf der Linux installiert ist. Und macht es einen Unterschied, welche davon SSD1 und welche SSD2 ist? Die Frage geht in die Richtung, ob ich im BIOS was beachten muss/soll.

    Für den Inhalt des Beitrages 324257 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: leo_lw

  • Nur mal als Überlegung:

    Meinen PC habe ich (Plattenmäßig) bis auf eine einzige SSD mit Tumbleweed als Hauptsystem ausgeräumt, d.h. nur diese eine Platte taucht im Bios auf. Angeschlossen am meinem PC ist zusätzlich ein externer Wechsel-Datenträger über USB 3.1.

    Allerdings habe ich noch 10 weitere Festplatten, HDD und SSD, mit verschiedenen Systemen - Leap 16, Tumbleweed, Debian 13, LMDE 7, MX-Linux, CachyOS, etc. Jede einzelne Platte enthält 1 einziges Betriebssystem mit einem Bootloader.

    Möchte ich mit einem anderen BS arbeiten, stecke ich eine Platte in meine HDD Docking Station, starte den PC neu, Taste F12 = Bootoptionen und vom entsprechenden Wechselmedium starten fertig.

    Gruß Jürgen

    Für den Inhalt des Beitrages 324258 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: JSC

  • Danke vorweg für die Antwort. Ich habe mir mit grub-bls mehr oder weniger meine blutige Nase geholt habe, in dem Sinne, dass ich dual-boot nicht hinbekommen habe (siehe auch anderen Foreneintrag). Daher bin ich jetzt doppelt vorsichtig, weil letztlich ist's auch ein Zeitaufwand.

    Und du hast recht, dass ich mich mit initramfs, fstab, lsblk udlg. nur rudimentär auskenne - sprich ich verwende diese eher selten.

    Wenn ich mir die Beschreibung von fsarchiver durchlese, dann funzt das nicht mit meiner aktuell laufenden Partition, weil ich von der Partition gerade gestartet bin. Das müsste ich wohl von einem Bootstick dann machen, oder?


    Wenn ich jedes OS auf die eigene SSD packe, dann kann ich mit Grub2 dann ein vernünftiges Dualboot-System hinbekommen? Eher in dem Sinne, dass ich dann ggf. Windows ja nicht von der SSD startet, auf der Linux installiert ist. Und macht es einen Unterschied, welche davon SSD1 und welche SSD2 ist? Die Frage geht in die Richtung, ob ich im BIOS was beachten muss/soll.

    Es ist so: Das UEFI startet einen Bootloader aus einer EFI Partition. Du kannst auch mehrere Bootloader im UEFI registrieren. Bsp. Windows und Opensuse. Dann könntest du einfach mit der Bootreihenfolge des UEFI arbeiten. Dann spielt es gar keine Rolle welche SSD wo hängt. Die OS sind total unabhängig. In der Regel ist Taste F12 oder F10 bei UEFI ein Bootmenü. Das ist aber stark Hersteller abhängig. Schau dir mal an wie das bei dir ist. Das erscheint meist kurz nach dem Booten.


    Wenn du mit Grub das machen willst, kannst du in /etc/grub.d/40_custom deine Chainloader Einträge machen.



    B245-D1C2 ist MEINE UUID der Platte meines Windows. Das bekomsmt du mit lsblk raus


    Code
    sudo blkid /dev/sdb1
    /dev/sdb1: UUID="B245-D1C2" BLOCK_SIZE="512" TYPE="vfat" PARTLABEL="EFI System" PARTUUID="c12705e4-884d-4028-bee5-b472207d05fd"

    sdb ist meine Windowsplatte. Ich kann es auch aus dem UEFi starten ohne grub. Wenn du die Datei bei dir rein packst und die UUID austauscht gegen deine UUID, danach ein update-bootloader machst, sollte grub dein Windows starten.

  • schorsch_76

    Du musst nicht immer den gesamten Beitrag zitieren. Das ist unnötig, da ja schon alles da steht. Die wichtigsten Passagen oder der Username reichen völlig aus.

  • Nur mal als Überlegung: ...

    Finde ich eine interessante Überlegung bzw. Ansatz. Was aber heißt, dass der externe Wechselträger als erstes in der Bootreihenfolge kommt. Wäre mir nicht so in den Sinn gekommen, aber durchaus sehr anregend.


    schorsch_76:


    Danke für den Hinweis. Blöde Frage: Wenn ich grub2 verwende, reicht es nicht aus, einen conf Eintrag zu haben? Oder verwendest du grub2-efi Bootloader? (Womit ich wiederum bei einer meiner vorherigen Fragen bin bzgl. grub...)


    wird der Eintrag für

    Code
    etc/grub.d/40_custom 

    automatisch erstellt? Im Sinne wird die richtige Bezeichnung "hd0,gpt1" automatisch erzeugt oder muss man da noch was händisch nachbessern?

    Für den Inhalt des Beitrages 324293 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: leo_lw

  • Was aber heißt, dass der externe Wechselträger als erstes in der Bootreihenfolge kommt.

    Spielt absolut keine Rolle, denn die Disk-Station ist ja nicht immer in Betrieb.

    Taste F12 = Bootoptionen und vom entsprechenden Wechselmedium starten fertig.

    Gruß Jürgen

    Für den Inhalt des Beitrages 324294 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: JSC

  • Wenn ich grub2 verwende, reicht es nicht aus, einen conf Eintrag zu haben? Oder verwendest du grub2-efi Bootloader? (Womit ich wiederum bei einer meiner vorherigen Fragen bin bzgl. grub...)

    /etc/grub.d/40_custom ist schon da. du must es nur noch befüllen. hd0,gpt1 ist ein hint. wenn deine UUID nicht gefunden wird, wird versucht davon zu starten in der Hoffnung das es die richtige partiton ist. Das kann sich eben ändern wenn eine neue Platte eingebaut wird. Mit der UUID findet er die richtige Platte :)