Probleme mit openSUSE LEAP 16.0 und Hibernate

Hinweis: In dem Thema Probleme mit openSUSE LEAP 16.0 und Hibernate gibt es 9 Antworten. Der letzte Beitrag () befindet sich ganz unten auf dieser Seite.
  • Hallo,


    ich verwende openSuse schon ziemlich lange und habe es mir so eingerichtet, dass bei Druck auf den Ausschaltknopf das System in Hibernate herunterfährt. Das ging soweit meistens recht gut (nie so 100% perfekt, aber gut genug).

    Ich habe aber mit einem neuen Rechner auch gleich auf Leap 16.0 gewechselt und seitdem 2 große Probleme:

    1. Hibernate und NFS

    Ich habe 2 NFS mounts von meinem NAS. Ohne diese NFS mounts klappt alles soweit recht gut (abgesehen von Punkt 2), doch mit den Mounts habe ich 2 Probleme:

    • In Hibernate wechseln klappt ganz selten soweit ganz gut, meist aber blockiert er für mehrere Minuten (Netzwerk Timout?). In der Zeit ist kein Netzwerk vorhanden, ein Befehl wie "shutdown now" wird abgelehnt, weil Hibernate gerade abgearbeitet wird. Irgendwann klappt es dann, aber eben sehr sehr langsam.
    • Nach dem Aufwachen sind alle UNC Mounts weg. Nach einem "mount -a" sind sie wieder da.

    Was ist da los? Wie löse ich das am besten? Ich habe im Netz einige Hinweise auf sowas wie Automount gefunden, aber noch nicht zum Laufen gebracht. Andere Hinweise empfehlen, Scripte zu schreiben. Vor Hibernate ein unmount zu machen, nach Hibernate wieder zu mounten. Leider haben alle bisherigen Versuche nicht geklappt, automatisch ein Script aufzurufen.


    Eintrag in fstab:

    Code
    nas1:/MediaData                            /nas1/MediaData         nfs    bg                            0  0

    2. Hibernate Instant-Wake up

    Wenn Hibernate klappt, kommt es oft vor, dass er innerhalb von wenigen Sekunden sofort wieder aufwacht. Das kannte ich früher auch, meist nur beim ersten Versucht nach einem Neuboot. Mit neuer HW/Leap 16 passiert es jetzt viel öfters. Auch das nervt, weil man sich auf Hibernate einfach nicht mehr verlassen kann.


    Hat wer nen guten Tipp für mich? Bin für jede Hilfe dankbar.


    Gruß,


    Martin

    Für den Inhalt des Beitrages 324284 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Martin.M

  • Vielen Dank!


    Link 1 (/etc/NetworkManager/dispatcher.d):


    Ich habe bei mir das Script

    /etc/NetworkManager/dispatcher.d/pre-down.d/myScript.sh


    mit folgendem Inhalt erstellt:

    echo "myScript called!" >> /root/myScript.log


    Wenn ich es selber aufrufe, wird das Log erstellt bzw. erweitert. Wenn ich aber in Hibernate gehe, sehe ich danach kein Script. Scheinbar wird es also doch nicht aufgerufen und ich habe keine Ahnung, warum.

    Rein aus Neugierde würde ich gerne wissen, was ich falsch mache. Wirklich wichtig ist es aber nicht, da:


    Link 2 (automount):


    dagegen funktioniert soweit wunderbar! Dabei bleibe ich :)

    Für den Inhalt des Beitrages 324289 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Martin.M

  • Link 2 (automount):


    dagegen funktioniert soweit wunderbar! Dabei bleibe ich :)

    Leider zu früh gefreut. Beim heutigen Aufwecken ist er mir wieder irgendwie mit dem Netzwerk hängengeblieben.

    Nach Neustart habe ich ca 10 x versucht zu Hibernaten. Jedesmal fuhr er runter, startete nach ca 3 Sekunden gleich wieder los um aufzuwachen :(

    Für den Inhalt des Beitrages 324298 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Martin.M

  • Dann bist du mehr oder weniger auf dich alleine gestellt. Du kannst gerne den Kampf gegen Windmühlen machen, aber der S4 Hibernate State ist äußerst wackelig, und ergibt heutzutage technisch keinen Sinn mehr. Benutze einfach S3 oder mach nen ordentlichen Shtudown.

    PRAISE THE OMNISSIAH

    Für den Inhalt des Beitrages 324403 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Scytale

  • Dann bist du mehr oder weniger auf dich alleine gestellt. Du kannst gerne den Kampf gegen Windmühlen machen, aber der S4 Hibernate State ist äußerst wackelig, und ergibt heutzutage technisch keinen Sinn mehr. Benutze einfach S3 oder mach nen ordentlichen Shtudown.

    Huch, so schlimm? Warum sollte es keinen Sinn ergeben? Das interessiert mich jetzt doch. Wackelig war es leider schon immer, war immer etwas bastelei, bis es (überwiegend) gut lief, aber so viel Probleme wie diesmal hatte ich noch nie bzw. schon lange nicht mehr.

    Für den Inhalt des Beitrages 324420 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Martin.M

  • Naja, wenn du wirklich Suspend to Disk meinst, dann muss halt einmal der Speicherinhalt auf Platte geschrieben werden, und dann beim Weiterführen der Sitzung wieder von Platte in den Ram geladen werden. Das dauert bei den heutigen RAM Größen länger als ein Kaltstart.


    S4 ergibt nur Sinn, wenn du deine Sitzung über einen langen Zeitraum erhalten willst, während das Notebook nicht am Strom ist. Mit S3 entlädt ein Gerät langsam. Und weil das ein eher seltener Fall ist, geht da der Support langsam zurück. Deswegen ist S4 verhältnismäßig unzuverlässig und fehleranfällig. Ich würd einfach bei S3 bleiben, wenn das bei deiner Maschine geht.

    PRAISE THE OMNISSIAH

    Für den Inhalt des Beitrages 324427 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Scytale

  • OK, ist zumindest ne klare Aussage. Danke dafür.
    Ja, ist nicht wirklich schneller als ein Bootvorgang, der echte Shutdown ist sogar wesentlich schneller, aber shutdown ist mir zeitlich egal und ich mache halt exakt da weiter.
    Ich spiele gerade noch mit einem handischen Script rum, das erst unmounted und dann hibernated... mal schaun wie gut das klappt.
    Es war halt auch ein "Was mache ich eigentlich falsch und wie geht das? Das will ich wissen.", kein "Ich kann nicht ohne leben".

    Für den Inhalt des Beitrages 324433 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Martin.M