[Gelöst] Backups durch einfaches Kopieren - sinnvoll?

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  • Das Thema Backups wurde ja schon mehrfach behandelt. Was ich mich nach einigem Ausprobieren frage ist folgendes: Wenn mir die Platte kaputtgeht, wie sichere ich dann am einfachsten zurück?


    Mein Root sichere ich als clonezilla image


    Dann konzentriere ich mich auf /home


    Deja-dup und Back in time sind im Frontend sehr einfach aufgebaut, sie brauchen aber Dateien unter /home (akonadi oder so), um zuverlässig zu arbeiten, richtig? Ich habe mal in die Dateien auf der Backupplatte geschaut, man kann es grob verstehen, aber es riecht nach Chaos.


    Wie ist das mit cp ? Kann ich nicht ganz einfach alles mit cp /home/ich/* -R /Backupplatte/home/ sichern? Welche Parameter wären da sinnvoll -u -a ?

  • Mein Root sichere ich als clonezilla image


    Schon mal sehr gut :thumbup:

    Zitat

    Ich habe mal in die Dateien auf der Backupplatte geschaut, man kann es grob verstehen, aber es riecht nach Chaos


    Und wie ist das jetzt zu verstehen ??
    Ich vermute mal, die von dir benutzte Software sichert alle geänderten Dateien auf dem Backupmedium - ohne auf dem PC gelöschte Ordner/Dateien auch zu löschen. Das kann jetzt natürlich etwas verwirren.
    Die Option gelöschet Ordner/Dateien auf dem PC auch auf dem Backup zu löschen lässt sich aber normalerweise in jeder Backupsoftware einstellen.


    Gruss
    Michael

    Für den Inhalt des Beitrages 57892 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: muck

  • Die Dateien von Deja-dup sind tar.gz bzw. diftar.gz. Man kann also hineinschauen und grob erkennen, was wohin kommt, wenn Deja-dup eben nicht mehr läuft. Back in Time läuft bei mir gar nicht bzw. stoppt.


    Somit kann ich den Vorteil von diesen Programmen nicht erkennen, außer dass sie im Frontend hip und simpel erscheinen. O.k., sie sichern noch Teile von sehr großen Dateien, aber solche Probleme habe ich nicht.


    Nutzt hier keiner cp?

  • Nutzt hier keiner cp?


    Backup mit cp ist wenig sinnvoll.
    Wenn schon, dann rsync.
    Und für rsync gibt es komfortable Programme wie z. B. Grsync die sowas per Mausklick erledigen.


    Gruss
    Muck

    Für den Inhalt des Beitrages 57895 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: muck

  • Backup mit cp ist wenig sinnvoll.

    Warum???
    Das ist ja das, was ich hier diskutieren möchte. Warum alles so kompliziert machen? Ich habe jetzt cp -ur getestet und bekomme die gleichen Dateien auf dem USB-Speicher geschrieben wie mit rsync oder grsync.


    Ist der einzige Unterschied, dass rsync veränderte Teile von großen Dateien übeträgt und cp immer alles komplett?
    Bei cp gibt es scheinbar auch kein -exclude.
    Bei Grsync tue ich mich schwer, das komplette /home zu übertragen, ich finde den Schalter für Systemdateien nicht.

  • Hallo,


    Zitat


    Warum???


    Die Frage ist berechtigt. Es viele Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen. Google & Co. helfen Dir diesbezüglich sicher weiter.


    Zitat


    Bei cp gibt es scheinbar auch kein -exclude...


    Du kannst, wenn Du willst , auch mit 'cp' Deine Backups erstellen. Allerdings würdest Du da sicher die Backups als komprimierte Dateien abspeichern. Typischerweise

    Code
    tar cpzf output input


    Also z.B.

    Code
    tar cpzf /mnt/user_bkup_190713.tgz ~/work


    So bekommst Du jedesmal ein komplettes Backup... mit viel Redundanz da das vorherige Backup vermutlich zum grössten Teil identisch ist.


    Mit dem 'tar' Befehl gibts auch die Option '--exclude"


    Z.B. für ein System Backup (als root):

    Code
    cd /
    tar cpzf output.tgz --exclude=output.tgz \
    --exclude="./proc/*" \
    --exclude="./sys/*" \
    --exclude="./tmp/*" \
    --exclude="./mnt/*" \
    --exclude="./home/user0/work/*" .


    Beachte den '.' am Ende der letzten Zeile.


    Beachte "--exclude=output.tgz" -- das ist um zu verhindern dass die output Datei selber auch kopiert wird (sonst gibts einen Loop).


    Beachte "--exclude="./proc/*" (sowie die anderen System Verzeichnisse) -- der Inhalt dieser Verz ist temporär und wird beim Systemstart erzeugt (ein Backup wäre nutzlos).


    Beachte die tar Optionen "cpzf" -- siehe man pages für 'tar'.


    Generell würde ich sagen dass Du für grosse und häufige Backups eine dazu geeignete Anwendung benutzen solltest (weil effizienter und platzsparender). Für gelegentliche Backups hat 'tar' jedoch auch seine Vorteile.


    Gruss,
    Roland

    Für den Inhalt des Beitrages 57913 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: rme

  • Bei Grsync tue ich mich schwer, das komplette /home zu übertragen, ich finde den Schalter für Systemdateien nicht.


    Was hat dein /home mit Systemdateien zu tun? Gar nichts!
    Wenn du mit Grsync irgendwelche Systemordner sichern willst, dann legst du dafür einfach eine neue Sitzung an.


    Gruss
    Michael

    Für den Inhalt des Beitrages 57918 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: muck

  • Es ist so, dass ich einfache Lösungen mag, die im Notfall schnell greifen, ohne viel Zeitaufwand.


    Bisher habe ich unter Windows eine .bat gehabt und mit xcopy und entsprechenden Parametern täglich um 16 Uhr alle relevanten Verzeichnisse auf einen anderen Rechner (oder USB-Platte) kopiert bzw. mit update nur aktualisiert. Komprimieren war nicht so angesagt, weil die Speicher ja heute riesig sind.


    Bei Linux kann man unter Dolphin einfach kopieren oder packen, darum kümmert man sich als erstes. Bash oder spezielle Backupprogramme muß man erst mal kapieren oder schlimmstenfalls nicht kapieren und dann hat man den Salat, wenn die Platte kaputt geht.


    Google hat bei meinen Recherchen leider nicht weitergeholfen, da cp grundsätzlich ignoriert wird. Deshalb dachte ich, dass ich irgendwas grundsätzliches übersehen hätte.
    http://de.opensuse.org/Backup
    http://wiki.ubuntuusers.de/Datensicherung


    Aber danke erst mal, ich werde mir rsync und tar nach und nach auch mal ansehen.


    Mit Systemdateien meinte ich die mit dem Punkt vorne.

  • Mit Systemdateien meinte ich die mit dem Punkt vorne.


    Das sind keine Systemdateien, sonder nur versteckte Ordner. Grsync sichert die automatisch mit.


    Gruss
    Michael

    Für den Inhalt des Beitrages 57923 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: muck