Beiträge von Suse-Newbie

    Die Mozilla-Entwickler haben Firefox 3.6.4 freigegeben, mit der das »unterbrechungslose« Browsen in Firefox einzieht.


    Frühere Updates von Firefox korrigierten lediglich Sicherheitslücken und andere Fehler und brachten gelegentlich Änderungen aus Kompatibilitätsgründen. Nach der Änderung des Entwicklungsmodells enthalten nun kleinere Firefox-Updates aber auch neue Funktionalität, die so schneller den Weg von den Entwicklern zu den Benutzern finden soll.


    Firefox 3.6.4 enthält den Release Notes zufolge nur eine größere Änderung. Es handelt sich um die bereits früher im Rahmen des Lorentz-Projektes vorgestellte Prozesstrennung, auch als unterbrechungsloses Browsen bezeichnet. Die Trennung der Prozesse, in denen Plugins laufen, vom Browserprozess hat den Effekt, dass abstürzende Plugins, notorisch auffällig sind dabei besonders Adobe Flash, Apple Quicktime und Microsoft Silverlight, nicht mehr den Browser beeinträchtigen. Mit Ausnahme des betroffenen Tabs, das neu geladen werden kann, läuft der Browser weiter.


    Nach Angaben der Entwickler wird die Änderung dazu führen, dass signifikant weniger Abstürze beim Ansehen von Videos oder beim Ausführen von Spielen zu verzeichnen sind. Der Schutz erstreckt sich bis jetzt nur auf Adobe Flash, Apple Quicktime und Microsoft Silverlight unter Linux und Windows. Für andere Plugins und Betriebssysteme soll er später kommen. Ein FAQ zu dem neuen Feature ist verfügbar.


    Neben dieser Änderung enthält Firefox 3.6.4 mehrere Sicherheitsupdates und andere Korrekturen. Eine vollständige Liste der Änderungen ist verfügbar. Die Sicherheitsupdates wurden aufgrund der neuen Veröffentlichungspolitik nicht separat zur Verfügung gestellt.


    Allen Benutzern wird empfohlen, zusätzlich zum Firefox-Update auch ihre Plugins auf Aktualität zu prüfen. Dazu kann man die PluginCheck-Webseite benutzen.


    Quelle: Pro-Linux

    Ein Strategie-Team der Linux-Distribution openSUSE hat erste Ergebnisse zur Diskussion gestellt. Die Gemeinschaft der Entwickler soll über die künftige Strategie entscheiden.


    Vor einiger Zeit hatte der openSUSE-Vorstand ein Strategie-Team gebildet, das Vorschläge für die künftige Ausrichtung des Projektes machen sollte. Nun liegen, wie Projektleiter Andreas Jäger ankündigte, erste Ergebnisse vor. Das Team hat drei Vorschläge für die künftige Strategie sowie ein »Community Statement« erarbeitet. Beginnend mit dem »Community Statement« sollen die Vorschläge in den kommenden Tagen diskutiert werden. Alle Dokumente sind im openSUSE-Wiki zu finden.


    Das »Community Statement« versucht auszudrücken, was die openSUSE-Gemeinschaft ist, und allgemeine Ziele festzulegen. Die Gemeinschaft will lebendig und aktiv sein, das Mitwirken einfach machen und Beitragende unterstützen und auszeichnen. Sie will das Projekt »vermarkten«, was Präsentationen, Teilnahme an Konferenzen und Messen sowie Publikationen einschließt. Bemerkenswert dürfte die unscheinbare Absichtserklärung sein, eine openSUSE Foundation zu gründen.


    Die erste der vorgestellten Strategien will openSUSE besonders für Entwickler interessant machen und die bestmögliche Unterstützung für Entwicklungswerkzeuge und -methoden bieten. Die zweite Strategie legt besonderen Wert darauf, eine Basis für abgeleitete, spezialisierte Distributionen zu sein. Dazu soll die Basis besonders hochwertig und langfristig unterstützt sein. Die Anzahl der Pakete im Kern der Distribution sollte dafür reduziert werden. Die dritte Strategie dagegen zielt darauf ab, openSUSE besonders gut an mobile Umgebungen und Cloud Computing anzupassen.


    Eine vierte, aus der Gemeinschaft stammende Strategie sieht vor, die beste KDE-Distribution zu werden. Diese würde weder andere Desktops noch andere Aktivitäten völlig verdrängen, aber einen starken Fokus auf KDE legen.


    Im Verlauf der Diskussion sollen die Strategien verfeinert und schließlich den openSUSE-Entwicklern zur Abstimmung vorgelegt werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Das Videolan-Projekt hat seinen Mediaplayer VLC in Version 1.1 veröffentlicht. VLC enthält eine große Anzahl Codecs, so dass Anwender damit in der Regel fast alle Multimediaformate, DVDs, VCDs, Media-Streams, Audio-CDs oder, einen TV-Empfänger vorausgesetzt, Fernsehprogramme abspielen können.


    VLC 1.1 ist HD-fähig und kann Bilder unter Nutzung der Video Acceleration API (VAAPI) für die Codecs H.264, VC-1 und MPEG-2 in der GPU dekodieren. Es werden mehrere neue Codecs, darunter Blu-Ray-Untertitel, verlustfreies MPEG-4 und VP8 unterstützt. Der Mediaplayer kann mit WebM-Kodierung und -dekodierung umgehen und bringt verbesserte Web-Plugins sowie Streaming-Fähigkeiten mit.


    Neben den Neuerungen für die Augen gibt es auch etwas für die Ohren. Die Qt4-Oberfläche verfügt über eine integrierte Playlist, die verschiedene Sichten, z.B. für Albuminformationen, anzeigt. Es werden die Codecs AMR-NB, Mpeg-4 ALS, Vorbis 6.1/7.1, FLAC 6.1/7.1 und WMAS sowie DVD-Audio-Dateien (.aob) unterstützt.


    Die neue Version des VLC wurde flinker und leichter, unter anderem werden Mediadateien bis zu 40 Prozent schneller dekodiert. Der Quellcode wurde vereinfacht, die Entwickler schickten Tausende Codezeilen und viele Module ins Datennirvana. Weniger oft benutzte Funktionalitäten wurden in Erweiterungen ausgelagert, für die in modernen Prozessoren integrierten Multimedia-Befehlssätze SSSE3/SSE4 oder ARM Neon gab es viele Assembler-Optimierungen.


    Weil die AOL Corporation freie Software behindert, entfernten die Entwickler auch das Shoutcast-Modul. Shoutcast Radio ist ein Katalog für Internetradios, in dem Anwender zu ihren Interessen passende »Radiosender« suchen können. Im letzten Jahr hat AOL verschiedene VLC-Entwickler angeschrieben und aufgefordert, einer mit freier Software nicht kompatiblen Lizenz zuzustimmen und unter anderem ihren Anwendern die »SHOUTcast Radio Toolbar« aufzudrücken, wenn sie die Shoutcast-Unterstützung beibehalten wollen.


    VLC ist für Linux, Mac OS X, BeOS, BSD und Windows zu haben und über viele Möglichkeiten, beispielsweise Qt4-Nutzerschnittstelle, Kommandozeile, Web-Interface, Telnet, Ncurses, Mausgesten oder Infrarotfernbedienungen steuerbar. Die aktuelle Version 1.1 des freien Mediaplayers ist als Quelltext oder als Binary für Windows und Mac OS X erhältlich, ältere Versionen sind in den Repositorien vieler Distributionen enthalten.


    Quelle: Pro-Linux

    Das Wordpress-Team hat nach einem halben Jahr Entwicklungszeit Wordpress 3.0 zum Download freigegeben. Die neue Version trägt den Codenamen »Thelonious«, der nach Wordpress-Tradition an den 1982 gestorbenen Jazzmusiker Thelonious Sphere Monk erinnern soll.


    Wordpress 3.0 ist das 13. große Update der beliebten Blogsoftware, an ihm haben 218 Beteiligte mitgewirkt. Diese Version beinhaltet mit »Twenty Ten« ein neues Standard-Theme. Theme-Entwickler verfügen nun über mehrere APIs, mit denen sie leicht angepasste Hintergründe, Kopfzeilen, Menüs etc. implementieren können. Wordpress und MU, eine Erweiterung, um mehrere Blogs in einer Wordpress-Instanz zu betreiben, wurden zusammengefügt.


    Der Adminbereich wurde überarbeitet und um eine Kontext-Hilfe für jeden einzelnen Screen ergänzt. Jetzt lassen sich mehrere installierte Plugins mit einem Klick auf den neuesten Stand bringen, Administratorname und -passwort können schon bei der Installation festgelegt werden. Wordpress 3.0 unterstützt Shortlinks und mehrere Menüpunkte wurden umbenannt, was in der lokalisierten Version nicht auffällt (z.B. Posts->Edit wurde Posts->Posts). Darüber hinaus beseitigten die Entwickler viele Fehler. Einen detaillierten Überblick über die Neuerungen der Version 3.0 gibt die zugehörige Codex-Seite.


    Die letzte Wordpress-Version 2.9 wurde nach Angaben des Projektes über zehn Millionen Mal heruntergeladen. Jetzt wollen die Entwickler einen Veröffentlichungszyklus aussetzen und sich in den nächsten Monaten vorrangig um Dinge kümmern, die nicht den Wordpress-Kern betreffen, beispielsweise die Mailing-Listen, Codex, das Pluginverzeichnis oder die Konferenz wordcamp.org.


    Wordpress 3.0 kann von der Projektwebseite heruntergeladen werden. Anwender, die bereits eine installierte Version am Laufen haben, können deren integrierte Update-Version nutzen.



    Quelle: Pro-Linux

    Das Projekt OpenOffice.org stellt für das Verbessern der Entwicklerdokumentation Prämien zur Verfügung.


    Die freie Büro-Softwaresuite OpenOffice.org ist für die Anwender umfassend dokumentiert. Über die Online-Dokumentation befassen sich bereits zahlreiche Bücher mit Writer, Calc und den weiteren Bestandteilen der Suite. Weniger gut ist die Lage auf der Entwicklerseite. Wer Erweiterungen entwickeln oder über Schnittstellen wie UNO mit den Programmen interagieren will, steht vor einer unsortierten und lückenhaften Sammlung von Dokumenten und Wiki-Einträgen.


    Das OpenOffice.org-Dokumentationsprojekt und der Community Council von OpenOffice.org bieten daher nun Prämien für das Aufräumen und Verbessern der Entwicklerdokumentation an. Bisher sind vier Aufgaben definiert, für die 100 bis 600 Euro ausgelobt sind. Die einfachste Aufgabe ist dabei wohl das Sammeln und Sortieren von Entwickler-Dokumentation und Informationen aus dem Wiki. Weitere Aufgaben sind das Dokumentieren der Python-UNO-Sprachbindungen, Update der Liste der vorhandenen Erweiterungen im Developer's Guide und das Dokumentieren der SmartTags für das Service Provider Interface (SPI).


    Jede Aufgabe ist an eine Frist gekoppelt. Wird sie bis zum Ablauf der Frist nicht abgeschlossen, wird die Prämie nicht ausgezahlt. Die entsprechende Aufgabe kann dann neu vergeben werden. Vorschläge für weitere Aufgaben, die wichtige Lücken in der Entwicklerdokumentation schließen, werden entgegengenommen. Weitere Aufgabenausschreibungen sind dem Team zufolge bereits in Vorbereitung.



    Quelle: Pro-Linux

    Wie geplant hat das OpenSuse-Team heute den ersten Veröffentlichgungskandidaten von OpenSuse 11.3 zum Download freigegeben. Er macht nicht nur optisch einen sehr guten Eindruck.


    Die neue Version, die auf software.opensuse.org/developer zum Download bereitsteht, bringt das fertige Artwork mit und macht somit bereits auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Die Installation und der KDE-Desktop machten in einem ersten Kurztest keinerlei Probleme, lediglich Nutzer mit einer LVM-basierten Partitionierung sollten den RC1 meiden, da hierfür ein Bug bereits bekannt ist.


    Die Eckdaten von OpenSuse 11.3 lauten Kernel 2.6.34, KDE 4.4.3, Gnome 2.30, Firefox 3.6.4, OpenOffice 3.2.1 und X.org 7.5. Für KDE 4.4.3 hat sich das Team entschieden, Strigi und Nepomuk zu deaktivieren, da die zwei Programme den KDE-Desktop in gewissen Fällen spürbar ausbremsen. Neben KDE und Gnome bietet die DVD als alternative Desktops u.a. XFCE und LXDE an.


    Vor dem finalen Release, das am 15. Juli erscheint, gibt es am ersten Juli noch einen zweiten öffentlichen Testkandidaten.


    Quelle: Linux-Community

    Neues von "Linux Users Welcome": Das Linux-Hardware-Projekt hat die neue Schweizer Händler-Vereinigung "Freie Computer" als Partner gewonnen. Diese schweizerische Initiative will ein Label etablieren, das strenge Anforderungen an die verkauften Rechner stellt.


    Den Sticker "Freie Computer" soll nur solche Rechner schmücken dürfen, die spätestens zum Zeitpunkt des Endkundenkontakts mit freier Software ausgestattet sind. Linux muss also nicht als OEM-Version installiert sein - der Händler kann die Freie-Computer-Rechner auch selbst bestücken. Ein Dualboot ist zulässig, unzulässig sind anscheinend aber proprietäre Treiber für Standardhardware innerhalb des Linux-Betriebssystems, wie es den Kriterien des Labels zu entnehmen ist. Auch für Garantie- und Supportleistungen baut die Initiative in Zusammenarbeit mit Händlern, Dienstleistern und der Community gerade ein Netzwerk auf.


    Zu den recht differenzierten Label-Kriterien gehört weiterhin zum Beispiel, dass das installierte Betriebssystem nicht älter als zwei Jahre sein darf. Wenn proprietäre Software parallel zur quelloffenen installiert ist, muss die freie Software als Standardprogramm eingestellt sein. Wenn zusätzlich zu der geforderten Mindestausstattung (wie Browser, Office) Funktionen wie Fax, VoIP oder Brennsoftware installiert sind, muss dafür zwingend zumindest auch eine quelloffene Alternative installiert sein. Die Labelkriterien und das Logo sind auf der Downloadseite der Inittive in deutsch, französisch und englisch erhältlich. Übrigens soll das Logo nicht so missverstanden werden, dass es nur für Linux gilt: Wer BSD oder andere Betriebssysteme mittels des Qualitätslabels anbieten möchte, ist nach Rücksprache mit dem Verein eingeladen, den Tux auf dem Surfbrett mit einem anderen Maskottchen zu ersetzen.


    Bei dem schweizer Verein Freie Computer können sich seit Mai 2010 schweizer Händler registrieren, die das Label für ihr Angebot nutzen wollen. Das Label "Freie Computer" hat seit Herbst 2009 einem Abstimmungsprozess durchlaufen und ist Mitte April von den Beteiligten offiziell angenommen worden. Wer genau die Beteiligten sind, lässt die Projektseite bislang leider im Dunkeln. Wer sich jedoch am Samstag, 19. Juni in der Umgebung von Zürich aufhält, kann die Vereinigung Freie Computer selbst unter die Lupe nehmen. Der Verein plant eine Ausstellung, auf der die beteiligten Firmen sich selbst und Auszüge aus ihrem Angebot vorstellen.


    Quelle: Linux-Community

    Die KDE-Entwickler bei OpenSuse haben in ihrem Teammeeting beschlossen, die Indiziermaschine Strigi und den semantischen Desktop Nepomuk für OpenSuse 11.3 in der Grundeinstellung zu deaktivieren.


    Wenn alles klappt, erscheint in den kommenden Tagen der erste Release Candidate von OpenSuse 11.3. Die neue Version setzt in der Grundeinstellung auf KDE 4.4.3 als Desktop. Da sich viele Nutzer über einen langsamen KDE-Desktop beklagen, hat nun das KDE-Team in seiner Sitzung vom 10. Juni beschlossen, Strigi und Nepomuk in der Grundeinstellung zu deaktivieren. Ein passender Button im Akonadi-Warnhinweis (erscheint automatisch, wenn Strigi/Nepomuk deaktiviert ist) soll das Einschalten aber so einfach wie möglich machen.


    Neben dieser Änderung hat sich das Team auch mit dem D-Bus-Thread-Bug befasst: Er betrifft die mit OpenSuse 11.3 ausgelieferte KDE-Version nach Meinung der Entwickler nicht. Man will deshalb nichts unternehmen. Ein weiteres Problem, das nicht nur KDE betrifft, ist Twitter. Der Mikroblogging-Dienst wird am 30. Juni seine Authentifizierungsart ändern, wodurch einige Anwendungen nicht mehr funktionieren werden. Für Choqok und das Plasma-Applet will man den entsprechenden Upstream-Code zurück nach KDE 4.4.3 portieren.


    Quelle: Linux-Community