Beiträge von Suse-Newbie

    Der Grafikchip-Hersteller Nvidia empfiehlt den Benutzern des alten, nicht 3D-fähigen Treibers die Umstellung auf den VESA-Treiber, erwähnt aber nicht den freien Treiber Nouveau.

    Jahrelang stellte Nvidia einen freien Treiber für X11 zur Verfügung, der es den Benutzern ermöglichte, Nvidia-Grafikkarten mit angemessener Geschwindigkeit zu nutzen, allerdings ohne 3D-Funktionen. Kaum jemand konnte diesen Treiber als großzügige Geste auffassen, denn erstens fehlten ja die 3D-Funktionen und zweitens zeigte sich Nvidia von Anfang an unkooperativ, wenn es um die Spezifikationen der Grafikchips ging. Nvidia ging so weit, den Quellcode des freien Treibers so unleserlich zu gestalten, dass nur die Nvidia-Entwickler ihn ändern konnten. Am unkooperativen Verhalten von Nvidia hat sich bis heute nichts geändert.

    Ohnehin sah Nvidia in dem freien Treiber nur eine lästige Pflichtübung: Nvidia erwartete, wie Andy Ritger auf der X.org-Mailingliste betonte, dass die Benutzer den Treiber nur während der Systeminstallation nutzen und danach den proprietären Treiber herunterladen und installieren würden. »Der Treiber besitzt explizit nur wenige Features, um die Wartungskosten zu minimieren und möglichst wenig geistiges Eigentum preiszugeben«, schrieb der Nvidia-Mitarbeiter.

    Nvidia gibt nun zu, dass der freie Treiber die in den letzten Jahren aufgekommene Render-Erweiterung nur schlecht unterstützt. Er biete damit kaum mehr als der in X enthaltene VESA-Treiber. Weil Nvidia den Aufwand der Erweiterung des eigenen Treibers nicht leisten will, stellt es nun die Entwicklung ein. Insbesondere sollen neuere Chips nicht mehr unterstützt werden. Der vorhandene Treiber soll aber für die bisher unterstützten Grafikchips noch minimale Pflege erhalten.

    Allen Anwendern empfiehlt Nvidia nun, bei der Installation einer Linux-Distribution, sofern diese den proprietären Treiber nicht mitliefert, den VESA-Treiber zu nutzen und dann den proprietären Treiber herunterzuladen.

    Tatsächlich könnte ein ganz anderer Grund für die Einstellung des Treibers vorliegen, den Nvidia mit keinem Wort erwähnt. Der freie Treiber Nouveau, seit Version 2.6.33 im offiziellen Linux-Kernel, hat inzwischen ein Stadium erreicht, das zumindest breite Tests in den Distributionen ermöglicht. Fedora 13 wird Nouveau voraussichtlich als Standard-Treiber anbieten, Ubuntu 10.04 ebenfalls. Nouveau unterstützt nahezu alle Nvidia-Chips mit 3D-Beschleunigung. Der freie Treiber wurde durch Reverse-Engineering erstellt, da Nvidia jegliche Zusammenarbeit verweigerte. Noch ist er kein Ersatz für Anwender, die die maximale Geschwindigkeit erzielen wollen, für alle anderen scheint er jedoch bereits die bessere Option zu sein.

    Quelle: Pro-Linux

    Der vierte von sieben geplanten Meilensteinen bringt viele Updates und Korrekturen, konzentriert sich aber besonders auf den Wechsel zu Upstart als Init-Daemon. Das Netzwerk-Filtersystem Conntrack wurde hinzugefügt, das auf die Conntrack-Kernel-Module von Netfilter aufbaut. Die Integration der Moblin-Oberfläche in die Distribution wurde begonnen, im nächsten Meilenstein soll sie vollständig als Option zur Verfügung stehen.

    Auf den Live-CDs sind nun die Virtualbox-Gastsystem-Tools installiert. Damit sollen Funktionen wie die Größenänderung des Bildschirms, der nahtlose Mauszeiger Modus und gemeinsam genutzte Zwischenablage automatisch funktionieren. Ein Video (OGV-Format) demonstriert diese Neuerung.

    Aktualisierungen in Milestone 4 sind OpenOffice.org 3.2.1 Beta1, NetworkManager 0.8, CUPS 1.4.2, Mono 2.6.3 und MonoDevelop 2.2.2, Python 2.6.5 RC2, Samba 3.5.1, GNOME 2.30 RC, KDE 4.4.1, Amarok 2.3, K3b 2.0 RC2, Updates in LXDE und einige mehr. Der Standard-Client für Instant Messaging in GNOME soll ab der nächsten Version Empathy sein.

    openSUSE 11.3 ist derzeit für den 15. Juli geplant. Bis dahin stehen noch weitere Testversionen sowie voraussichtlich zwei Veröffentlichungskandidaten ins Haus.

    Quelle: Pro-Linux

    Lx-Office ist ein in Perl geschriebenes freies Warenwirtschafts- und Buchhaltungssystem (ERP), das über einen Webserver als CGI-Programm läuft. Es kann um eine Kundenverwaltung (CRM) erweitert werden, die in PHP implementiert ist. Lx-Office ist als Fork aus SQL-Ledger entstanden, um es an die Verhältnisse auf dem deutschen Markt anpassen zu können. Es unterstützt den DATEV-Export, verfügt über eine Elster-Schnittstelle und ist damit eine Linux-Geschäftsanwendung für kleinere Unternehmen.

    Rechtzeitig zum anstehenden Anwendertreffen am 26. März in Ulm hat das Lx-Office-Entwicklerteam eine neue stabile Version herausgebracht, die neue Funktionen enthält, die Dokumentation aktualisiert und viele Fehler behebt. Größere neue Funktionen sind der SEPA-Export, mit dem man elektronische Überweisungen im SEPA-Format durchführen kann; sichere Cookies und benutzerdefinierte Variablen in Artikelstammdaten.

    Die Einzelheiten kann man dem vollständigen Änderungslog entnehmen. Lx-Office ERP 2.6.1 und die dazu passende Kundenverwaltung CRM 1.4 stehen auf der Sourceforge-Projektseite zum Download bereit. Die Software steht unter der GPL, in Teilen auch unter der LGPL und der Artistic License. Sie setzt einen Webserver und die Datenbank PostgreSQL voraus.

    Mehrere Unternehmen bieten kommerziellen Support für die Software. Hilfestellung erhält man auch über ein Forum, ein Wiki und Mailinglisten, die man ebenso wie die Dokumentation auf der Homepage des Projekts findet.

    Quelle: Pro-Linux

    Der kommende Opera 10.51, der in einer ersten Alphaversion veröffentlicht wurde, wird neben den obligatorischen Fehlerbereinigungen und Detailverbesserungen auch zahlreiche neue Funktionen vorweisen können. Die wohl größte Änderung betrifft Anwender, die bis Dato nicht gewillt waren, Qt zu installieren. So lässt sich die aktuelle Testversion auch auf Systemen einrichten, die bisher auf die freie Bibliothek verzichtet haben. Statt dessen nutzt Opera eine eigene grafische Lösung. Werden Qt oder GTK+ gefunden, benutzt Opera diese, darüber hinaus nutzt es die Funktionen der eingesetzten Desktop-Umgebung.


    Überarbeitet wurde nun auch die Installationsfunktion von Opera unter unixoiden Systemen. Unter anderem unterstützt die Funktion nun auch eine unbeaufsichtigte Installation, einen Silent-Modus sowie Update-Pakete. Bei einer fehlgeschlagenen Installation wird nun ein Rollback durchgeführt. Darüber hinaus lassen sich alle Optionen der Installation sowohl mittels Parameter als auch mittels einer Auswahl aktivieren. Ferner enthält das Paket nun auch ein Uninstall-Skript.

    Doch auch am Browser direkt hat der Hersteller zahlreiche Verbesserungen duchgeführt. Die verbesserte Link-Funktion erlaubt es von nun an, nicht nur Informationen der Lesezeichen, Speed Dial, Personal Bar mit anderen Opera-Versionen, z.B. Opera Mini 4 oder Mobile 9.5, zu synchronisieren, sondern auch die eingestellten Suchmaschinen inkl. zugehöriger Tastenkürzel und von Hand eingegebenen URLs. Für RSS-Feeds ist eine Vorschau verfügbar, welche es ermöglicht, RSS- und Atom-Feeds vor dem Abonnieren zu betrachten. Neu in der Unix-Version ist auch die Unterstützung des HTML-Video-Elements. Zur Wiedergabe von Videos greift die Software auf das Gstreamer-Framework zurück. Damit sollte die Software, passende Plugins für Gstreamer vorausgesetzt, alle unter Linux unterstützten Codes abspielen können. Weitere Änderungen betreffen die Suche, die nun nicht mehr in einem eigenen Fenster erscheint, und den Privat-Modus, der nun auf das Speichern von Cookies und Verlaufsdaten verzichtet.

    Einen besonderen Wert haben die Programmierer laut eigenen Aussagen auf Geschwindigkeit gelegt. Unter anderem nutzt die Software eine neue JavaScript-Engine unter dem Namen »Carakan«, die laut Aussage des Herstellers die alte Lösung in der Geschwindigkeit um Längen schlagen soll. Auch unter den freien Betriebssystemen setzt Opera nun auch auf die neue grafische Bibliothek Vega. Die eigentlich nur aus dem Wunsch, eine schnelle SVG-Bibliothek zu erstellen, initiierte Entwicklung kümmert sich nun um die Anzeige aller grafischen Inhalte unter Opera. Auch die eigentliche Rendering-Engine wurde weiter ausgebaut. Presto 2.5 soll laut Opera nun vollständig CSS 2.1 unterstützen und viele Funktionen von CSS3 sowie HTML5 enthalten.
    Opera 10.51 Alpha kann ab sofort vom Server des Unternehmens heruntergeladen werden, sollte aber nur zum Testen eingesetzt werden. Der Hersteller weist ausdrücklich darauf hin, dass die aktuelle Version noch einige Fehler enthält.

    Quelle: Pro-Linux

    Die Release-Notes für FreeBSD 7.3 geben die wichtigsten Änderungen gegenüber der Vorversion FreeBSD 7.2 an. Das Dateisystem ZFS wurde auf Version 13 aktualisiert. In dieser Version können Dateisystem-Operationen durch normale Benutzer vorgenommen werden, das ZFS Intent Log kann auf separate Festplatten verlagert werden, und Sparse Volumes und einiges mehr kamen hinzu.


    Eine neue sysctl-Variable »security.bsd.map_at_zero« wurde hinzugefügt, die standardmäßig auf 1 gesetzt ist. In dieser Einstellung, die aus Kompatibilitätsgründen so gewählt wurde, kann der Kernel den virtuellen Speicher von Prozessen bei Adresse 0 beginnen lassen. Da Adresse 0 damit gültig ist, wird auch der NULL-Zeiger in den üblichen Implementierungen von C zu einer gültigen Adresse, während man normalerweise erwarten würde, dass der Zugriff über einen NULL-Zeiger zum Beenden des Programmes führt. Das kann zu Sicherheitsproblemen führen, wie seit Mitte letzten Jahres mehrere im Linux-Kernel gefunden wurden. Die Systemverwalter sollten daher die Variable auf 0 setzen, außer wenn dies zu Problemen führt.

    Das System wurde auch um den Bootloader gptzfsboot erweitert, der GPT und ZFS unterstützt. Damit kann man von einer Festplatte mit GPT-Label booten. Außerdem ist nun das Booten von ZFS möglich.

    Weitere Änderungen in FreeBSD 7.3 sind neue und aktualisierte Treiber, neue und aktualisierte System-Tools und aktualisierte Software im Basissystem und in den Ports. Als Desktop-Umgebungen findet man unter anderem GNOME 2.28.2 und KDE 4.3.5.

    FreeBSD 7.3 kann von den FreeBSD-Servern und verschiedenen Spiegelservern heruntergeladen werden. Ferner wird das System über BitTorrent bereitgestellt. Eine Aktualisierung eines bestehenden Systems ist auch übers Netz möglich.

    Quelle: Pro-Linux

    Das Linux Professional Institute (LPI) organisiert weltweit in den kommenden Wochen »Beta«-Prüfungen im Rahmen der Entwicklung seiner neuen Zusatzprüfung für LPIC-3, LPI 304, mit den Themen »Virtualization and High Availability«.

    LPI Central Europe bietet in diesem Rahmen »Beta«-Prüfungen für LPI 304 am Samstag, den 17. April 2010 im Linuxhotel in Essen an und ruft qualifizierte Freiwillige zur Teilnahme auf. Die Teilnahme an den Prüfungen ist kostenfrei. Wie schon bei vorherigen »Beta«-Prüfungen, die im Zuge der Entwicklungen der Prüfungen LPI 301, 302 und 303 stattfanden, wird der freiwillige Einsatz der Teilnehmer dazu dienen, die neue Prüfung LPI 304 in den Bereichen Qualität, Genauigkeit und Relevanz zu testen und die Prüfung durch die Beiträge der Kandidaten weiter zu verbessern.

    Wenn ein Kandidat die »Beta«-Prüfung LPI 304 besteht, bekommt er sie wie eine »normale« Prüfung als bestanden anerkannt. Teilnehmer haben somit die Chance, zu den ersten Personen weltweit zu gehören, die diese Prüfung bestanden haben. Die Kandidaten für diese Prüfung sollten möglichst eine LPIC-2 Zertifizierung nachweisen können. Die Lernziele und Details zur Prüfung LPI 304 »Virtualization and High Availability« Prüfung können auf einer öffentlichen Wikiseite beim LPI eingesehen werden.

    Der Prüfungsdurchgang dauert 3 Stunden und beginnt um 11:00 Uhr am 17. April. Da ein begrenztes Angebot an Prüfungsplätzen besteht, ist eine vorherige Anmeldung notwendig. Die Anmeldung erfolgt über ein Webformular. Von allen Kandidaten muss vor Prüfungsbeginn ein gültiger Lichtbildausweis und eine gültige LPI-Identifikationsnummer vorgelegt werden, die auf der LPI-Seite beantragt wird. Da es sich um eine »Beta«-Prüfung handelt, kann die Auswertung der Ergebnisse bis zu zwei Monate dauern.

    Quelle: Pro-Linux

    Zur Behebung von Sicherheitslücken in vorhergehenden Versionen haben die Firefox-Entwickler die Version 3.6.2 mit den Security-Fixes früher veröffentlicht.

    Ursprünglich war die Freigabe für den 30. März geplant. Aufgrund ausstehender Fixes für Sicherheitsprobleme haben die Entwickler das Release vorgezogen.

    Benutzer von Firefox 3.6 erhalten das Update über den eingebauten Mechanismus im Lauf der nächsten 24 bis 48 Stunden, daneben werden die Linux-Distributionen ebenfalls neue Pakete verteilen. Die Aktualisierung ist aber auch Anwendern der Versionszweige 3 und 3.5 empfohlen, die den Browser selbst herunterladen können.
    Detaillierte Informationen zu Firefox 3.6.2 gibt es in den Release Notes.

    Quelle: Linux-Community

    Die Planet-Suse-Seite zeigt Blog-Einträge zu OpenSuse-Themen in aller Welt an. Durch Probleme bei der Domainverlängerung ist der Dienst zurzeit nicht erreichbar. Eine neue Adresse schafft Abhilfe.


    Wie Andreas Jäger auf der OpenSuse-Announce-Liste berichtet, kämpfen die Planet-Suse-Betreiber mit Problemen bei der Verlängerung des bisherigen Domain-Namens www.planetsuse.org, welche zurzeit als abgelaufen erscheint. Das OpenSuse-Projekt ist der Community deshalb entgegengekommen und bietet die Postings über planet.opensuse.org an.

    Wer seinen News-Reader auf die alte Domain eingestellt hat, kommt mit der neuen Adresse wieder zu den gewohnten Informationen. Ob und wann planetsuse.org wieder in der Hand der bisherigen Betreiber James Ogley und Pascal Bleser sein wird, lässt das Announcement offen.

    Neue Planet-Suse-Adresse: http://planet.opensuse.org/

    Quelle: Linux-Community

    Die Banco do Brasil und das Mineralölunternehmen Petrobras haben große Umstellungsprojekte auf freie Software auf den Weg gebracht und sparen damit Dutzende Millionen Euro.

    Die größte Bank Brasiliens, Banco do Brasil, hat laut einer Meldung von Meldung von Convergência Digital 80.000 Desktops und 6.000 Server auf Linux umgestellt. Bei den Bankautomaten ist man noch nicht so weit. Von den 42.500 Bankautomaten wurden schon 7.000 umgestellt. Zum Teil sind es uralte Rechner, auf denen noch OS/2 lief, aber bis Ende des Jahres soll alles umgestellt sein.

    Kürzlich hat das Institut eine andere Bank aufgekauft. Die Bank Nossa Caixa kommt mit 16.000 Desktops mit Windows 2000, von denen 12.500 auf Linux umgestellt werden und die restlichen 3.500 auf Windows XP. Allerdings wird auch auf den verbleibenden Windows-Rechnern Openoffice.org eingesetzt. Diese Umstellungen bedeuten insgesamt Einsparungen von über 100 Millionen Real (ca. 40 Millionen Euro).

    In ähnlichen Größenordnungen bewegt sich auch die Zahl der beim Mineralölunternehmen Petrobras eingesetzten Rechner. Dort wird jetzt die freie Office-Suite BrOffice.org auf 90.000 Rechnern installiert, wie das Computermagazin Info meldet. Man möchte mindestens 40% der Ausgaben, die für entsprechende proprietäre Software nötig wären, einsparen. Das Unternehmen wird auch ODF (Open Document Format) als Standard für interne Dokumente einführen. Außerdem wurde kürzlich wurde auf Firefox umgestellt.

    BrOffice.org ist der Name von OpenOffice.org in Brasilien. Dort darf vermutlich aus markenrechtlichen Gründen der Name OpenOffice.org nicht verwendet werden. Debian, Fedora und wahrscheinlich auch weitere Distributionen bieten Pakete an, die Openoffice.org das Aussehen von BrOffice.org verpassen.

    Quelle: Pro-Linux