Update: Fokus auf Sicherheit
Ich habe in den letzten Tagen mehrere Beiträge von dem ehemaligen Chairman Richard Brown auf Reddit gelesen und möchte ein paar knackige Zitate bringen, die gegen die Verwendung des Packman Repositories sprechen. Soweit möglich, verlinke ich den Originalbeitrag.
1&2 Entstanden in der Diskussion, wie man vertrauenswürdige Repositories erkennen kann. Bei 3 geht es spezifisch um Packman.
if it’s in the official repos, it’s trustworthy. 1
If it’s not good enough for Tumbleweed, do you really want to trust it? 2
Packman is not vetted, nor safe.
The packman team have repeatedly ignored requests from folk like me to address very real world issues.
Packman repeatedly overrides tumbleweed packages, which is very hostile behaviour and results in broken user systems on a regular basis. 3
Meine eigene Meinung dazu:
Nach den Qualitätsstandards des openSUSE Projects sind nur Pakete vertrauenswürdig, die in den offiziellen Repositories sind. Packman ist nicht Teil der offiziellen Repositories und entspricht nicht den Qualtitätsstandards, bzw. stand in Vergangenheit schon in Konflikt, bzw. haben nicht auf Verbesserungsvorschläge von openSUSE reagiert.
Das bedeutet für den Enduser, dass man nicht blind Packman einbinden sollte, sondern nur, wenn es notwendig ist, und auch dann nur so wenige Pakete wie möglich benutzt, und auch dann auf keinen Fall mit höherer Priorität als das Haupt-Repository. Das ist ein Sicherheits- und Stabilitätsrisiko. Nach meiner Meinung kann man Packman damit nicht guten Gewissens auf Arbeitsplatzinstallationen in Unternehmen einsetzen, und wenn ich da kein gutes Gefühl dabei habe, unterlasse ich die Packman Einbindung auch auf privaten Geräten.
Generell Browsersicherheit & und die Langsamkeit der Firefox-Updates auf Leap&TW:
Im Fall von Firefox auf Tumbleweed ist die Flatpak-Lösung nochmal attraktiver, da die Sicherheitsupdates mitunter Tage schneller durchgereicht werden, da die neue Version von Firefox in Tumbleweed immer gebunden ist an das erfolgreiche Bestehen des gesamten Snapshots im openQA. In Leap kann man das Argument machen, dass die ESR Version aus den Repositories inhärent unsicher ist, als die reguläre Flatpak Version, da viele Sicherheitsfeatures und Bug/Security Fixes nie in den ESR Versionen landen.
Konkret? Wackelpudding!
Diese Überlegung ist akademisch, weil die Gefahr so unkonkret ist. Fehlende Sicherheit bemerkt man erst, wenn sie weg ist. Wenigstens die Stabilitätsgefährdung habe ich schon mal erlebt. Beim Upgrade von Leap 15.2 auf 15.3 hatte ich Fehler, dich ich mit btrfs Rollbacks und Handarbeit beheben musste.
Auch wenn es den ganzen Beitrag ad absurdum führt: Die meisten User sind mit der üblichen Empfehlung, Packman einzubinden, trotzdem gut beraten. openSUSE + Packman ist meiner Meinung nach immer noch sicherer als bspw. ein Ubuntu mit massiv großen völlig ungepflegten Repositories oder einem Linux Mint dessen zusätzlicher eigener Code außerhalb jeglicher ernstzunehmender professioneller Qualitätskontrolle befinden. Aber auch die sind bei guter Pflege durch regelmäßige Updates sicherer als Windows, was im Monatstakt Apokalyptische Sicherheitsmeldungen (nur das jüngste Beispiel) produziert.
In dem Sinne: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch 