Beiträge von Welm

    Ich kann nur zu ein paar Sachen was sagen, da ich kgpg und Dolphin in dem Zusammenhang nicht benutze.


    Was ist der Fingerprint, wie wird er erstellt, wozu dient er?

    Du schickst Deinen Public Key ja an Bekannte damit die von Dir signierte Mails prüfen können und Dir verschlüsselte Mails schicken können. Aber die wissen dann ja noch nicht, ob nicht irgendein Gauner unter Deinem Namen ein Schlüsselpaar generiert hat und ihnen das geschickt hat. Dann kann man die Fingerprints vergleichen.

    Der Begriff Schlüsselbund wird im Handbuch sehr oft verwendet, aber nicht erklärt.

    Sind das einfach nur mehrere Schlüssel...

    Ja. Das sind nur die gesammelten Schlüssel. Du hast evtl. mehrere private Keys und mit der Zeit bestimmt viele Public Keys.


    Muss man sich mit Kleopatra auseinandersetzen?

    Nicht unbedingt. Aber mit dem Problem dahinter muss man sich auseinandersetzen: es gibt keine zentrale Instanz, die die Echtheit von Schlüsseln bestätigt.


    Jeder kann ja fremde Public_Keys signieren und so ihre Echtheit bestätigen. Du kannst wiederum sowas wie "wenn drei zuverlässige Bekannte von mir die Echtheit unterschrieben haben, dann glaub ich das auch" sagen. Da gibt es also ein ganzes System von Unterschriften, Zuverlässigkeitsangaben, Servern mit Public Keys usw. Kleopatra ist eine Möglichkeit zum Verwalten von diesem ganzen Gewusel. Man kann aber den ganzen Kram aber auch direkt mit GPG machen.

    Die Zeit wurde hier verbraten:

    Code
    22:46:34...Verbinde mit SMTP-Server: posteo.de:587...
    22:48:44] *** error: posteo.de:587: Verbindung schlug fehl

    Beim nächsten Versuch hat es dann sofort funktioniert und ging schnell. Die gute Nachricht ist also, dass die Wartezeit an einer nicht zustande gekommenen Verbindung liegt ... damit liegt es nicht an Feinheiten des SMTP-Dialogs denn es hat in der Zeit ja keinen Dialog gegeben.


    "posteo.de port 587" ist keine eindeutige Angabe ... das sind zufällig ganz verschiedene Verbindungen. IPv4 oder IPv6 wie man hier sieht:


    Code
    xxx@xxx:~>  host posteo.de
    posteo.de has address 185.67.36.145
    posteo.de has IPv6 address 2a05:bc0:1000::145:1
    posteo.de mail is handled by 10 mx03.posteo.de.
    posteo.de mail is handled by 10 mx01.posteo.de.
    posteo.de mail is handled by 10 mx04.posteo.de.

    (Auch wenn es um Mail geht: die "mail"-Einträge ignorieren)


    Auch innerhalb dessen kommt man nicht immer auf denselben Server wie man hier sieht:

    Code
    xxx@xxx:~>  telnet 2a05:bc0:1000::145:1 587
    Trying 2a05:bc0:1000::145:1...
    Connected to 2a05:bc0:1000::145:1.
    Escape character is '^]'.
    220 submission02.posteo.de ESMTP Postfix
    quit
    221 2.0.0 Bye
    Connection closed by foreign host.

    Nochmal dasselbe mit anderem Ergebnis:

    Code
    xxx@xxx:~>  telnet 2a05:bc0:1000::145:1 587
    Trying 2a05:bc0:1000::145:1...
    Connected to 2a05:bc0:1000::145:1.
    Escape character is '^]'.
    220 submission01.posteo.de ESMTP Postfix
    quit
    221 2.0.0 Bye
    Connection closed by foreign host.

    Und auch mal mit IPv4:

    Code
    xxx@xxx:~>  telnet 185.67.36.145 587
    Trying 185.67.36.145...
    Connected to 185.67.36.145.
    Escape character is '^]'.
    220 submission01.posteo.de ESMTP Postfix
    quit
    221 2.0.0 Bye
    Connection closed by foreign host.

    Die Sachen könntest Du mal bei Dir probieren. Vielleicht bekommst Du irgendwo ebenfalls einen Timeout statt einer Verbindung. Dann kann man weitersehen. Evtl. ist einer der Posteo-Rechner nicht OK oder irgendjemand blockiert was unterwegs (Hat ein Telekomrouter laut Posteo-Aussage mal gemacht)

    Da hier der Swap erwähnt wird: ich gehe davon aus dass ich auf Systemen von 8gb RAM aufwärts keinen Swap brauche. Hab ich da nen Denkfehler drin?

    Stell Dir vor, dass ein Programm spinnt und immer mehr RAM frisst. Ohne SWAP hängt der Rechner schlagartig wenn das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Mit SWAP wird er langsamer und langsamer und Du kannst evtl. noch schnell was speichern oder gar den spinnenden Prozess ermitteln und killen.

    Ich kann mit den Daten von top wenig anfangen. Es steht ja bei Bendemann "R 120,0" beim firefox. Was soll das heißen?

    Das "R" gehört zur Spalte "Status" links daneben: "Running"

    Die 120% beziehen sich auf die 100% als Vollauslastung eines Kerns der CPU. Über 100% kann bei einem Programm nur vorkommen, wenn es mehrere Kerne gleichzeitig nutzen kann.

    Ich habe hier einen USB Stick der hat laut Windows 14,4 GB frei. Ist glaube aber ein 16 GB Stick.

    Das kommt schon hin. Für normale Menschen ist Kilo 1000, Mega ist 1000² und Giga 1000³. Für Computerheinis sind es aber 1024, 1024² und 1024³. Damit kann man jetzt gut USB-Sticks verkaufen: Wenn der Stick 15500000000 Byte hat, dann kann man das nach dem ersten Maßstab als 16GB runden. Nach dem zweiten Maßstab sind das 14,4GB. Man hat deshalb eigentlich festgelegt, dass beim zweiten Maßstab die Bezeichnungen kiB, MiB und GiB statt kB, MB und GB benutzt werden sollen ... macht aber nicht jeder.

    ich habe bei bisher allen getesteten Bildschirmen unter Linux das Problem, dass die Kontraste zwischen weiß und weiß z. B. zu wenig sind, oder man die Rahmen von Programmen schlecht sieht.

    Meinst Du, dass man bei sich überlappenden Fenstern die Ränder kaum sieht (bei KDE/Plasma)?

    Dann probier mal:


    -Einstellungen

    --Systemeinstellungen

    ---Erscheinungsbild

    ----Anwendungsstil

    -----Fensterdekoration

    ------"Voreinstellung der Fenster-Umrandungsgröße..." ausschalten und statt dessen z.B. "Normal" wählen

    Sollte ich bisher immer nur Glück gehabt haben?

    Ich denke schon. Es ist ja normal, dass es klappt. Die Chancen für Pech sind zum Glück klein. Aber man will trotzdem nicht gern, dass diese Pech-Chance sich vervielfacht. Beim Übergang von A nach B und dann nach C addieren sich die beiden Chancen Pech zu haben. Aber beim Übergang von A direkt nach C können sich Änderungen überlappen. Außerdem ist A bei der Veröffentlichung von C eine wirklich uralte Version und man muss schon lange erledigte Problempunkte wieder neu berücksichtigen. Außerdem wurden die Übergänge von A nach B und von B nach C bestimmt öfter getestet als der von A nach C.

    Die drei GPG Dateien sind verschieden Groß. Kann es sein das die Qualität der Verschlüsselung auch verschieden ist? Ich bekomme am WE Besuch von einem IT'ler, vielleicht kann er mehr Licht ins Dunkel bringen.

    Ja, die sind verschieden gut:

    Die letzte ist eine 1024Bit von 2006.

    1024 ist für den Zweck wohl noch OK ... würde man aber heute nicht mehr wählen.