Interessant, oder?
Sehr!
Ein faszinierendes Gebiet. Allerdings nicht ganz ohne Haken.
Die Unix-Zeit ist die Anzahl der Sekunden seit dem 1. Januar 1970, 00.00 Uhr (UTC). Allerdings werden dabei die (positiven) Schaltsekunden nicht mitgezählt und statt dessen wird die Uhr zurückgesetzt. Die (bisher noch nie aufgetretenen) negativen Schaltsekunden werden dagegen mitgezählt obwohl sie 0 Sekunden lang waren. So hat jeder Tag immer und ausnahmslos 86400 Sekunden ... egal wie lang er in Wirklihkeit war.
Das hat den Vorteil, dass man die Unixzeit in ein Datum mit Uhrzeit umrechnen kann ohne eine Schaltsekundentabelle zu haben. Und diese Tabelle existiert nur für die Vergangenheit und die nächsten paar Monate.
Es hat den Nachteil, dass man keine Zeitdifferenzen ausrechnen und keine Uhr stellen kann ohne eine Schaltsekundentabelle zu haben. Wenn ein Ventil von 23:59:59 bis 00:00:01 geöffnet wird, dann liefert die Unix-Zeit immer eine Differenz "2" ... auch wenn es in Wirklichkeit 3 Sekunden waren, weil da eine Schaltsekunde war.
Wir haben übrigens sowohl die POSIX-Zeit (Unixzeit) als auch die tatsächliche Sekundenzahl seit dem 1. Januar 1970 im Rechner. Es gibt die Verzeichnisse
Man kann den Rechner sogar vom normalen "posix" auf die Alternative "right" umstellen. Das sollte man aber auf gar keinen Fall machen, wenn man die (schwerwiegenden!) Konsequenzen nicht überblickt.