Der Wechsel von Plasma 5 auf Plasma 6 erinnert mich irgendwie an die Versionsänderung 3.5/4.x. Auch damals schien nichts an seinem Platz zu sein, aber letztendlich hat man sich mit dem System arrangiert. Oder wollte heute noch jemand zu KDE 3.5 zurück?
Ich war mit KDE 3.5 vollkommen zufrieden: Mail, Musik, Office, Internet hat alles wunderbar funktioniert. Ich würde es auch heute noch nutzen. Ich gebe dir Recht, wo man was findet, ist auch für mich völlig unerheblich, da kann ich mich umgewöhnen. KDE4 und seine Nachfolger haben mir jedoch den letzten Nerv geraubt. Als eingefleischter KDE-Fan habe ich hunderte Stunden investiert, um es zum Laufen zu bringen. Als reihenweise Mails verschwanden, bin ich schließlich frustriert auf Gnome gewechselt und dachte eigentlich, dass das nur vorübergehend sei. Manchmal vermisste ich einzelne Programme. Ich glaube es war der PDF-Reader Okular sowie kmail, für den dann zusätzliche KDE-Bibliotheken geladen wurden. Und wieder hat das nur zu Problemen geführt, also weg damit. Immer wieder luscherte ich nach KDE. Für mich war es unfassbar, welcher Aufwand selbst Jahre danach noch nötig war, um einfachste Sachen wie Mail und Musik zum Laufen zu bringen. Da hatte ich noch nicht einmal Lust, KDE probehalber auszuprobieren. Schließlich habe ich KDE endgültig abgeschrieben und auch die Weiterentwicklung nicht mehr weiterverfolgt.
Als Gnome ebenfalls mit seltsamen Experimenten anfing, bin ich zu LXDE gewechselt.
Vieles, was als bahnbrechende Neuerung verkauft wird, ist nichts anderes als ein netter Spielkram oder einfach nur Eye Candy. Das stört mich nicht, solange es nicht zu zusätzlicher Arbeit führt. Auch echte Neuerungen wie der semantische Desktop wären damals OK gewesen, wenn sie nicht dazu geführt hätten, dass das ganze System unnutzbar wird.
Ich nutze den Rechner zum Arbeiten und möchte, dass die von mir verwendeten Programme funktionieren. Alles andere ist mir ziemlich egal.