Beiträge von Schmitzi

    Hallo, ghopertam! Schön, dass du dich für openSuSE entschieden hast.


    1. Wieviele (SUSE-) Partitionen?


    Du brauchst für SuSE im Allgemeinen 3 Partitionen

    • eine root-Partition, in der das System installiert ist (Dateisystem ext4, Einhängepunkt /)
    • eine swap-Partition, die den gleichen Zweck wie die Auslagerungsdatei in Windows hat (Dateisystem swap, Einhängepunkt swap)
    • eine /home-Partition, in der du deine persönlichen Daten speicherst (Dateisystem ext4, Einhängepunkt /home)

    Solltest du Daten haben, die du sowohl mit Windows als auch mit openSuSE verwenden willst, bräuchtest du noch eine extra Partition, die dem Lagern dieser Daten dient; oder du veränderst die fstab-Optionen, sodass du auf deine Windows-Partition schreibend zugreifen kannst. Die Entscheidung liegt ganz bei dir.

    2. Wie groß sollen diese sein? (Win7 200 GB, für SUSE?, Rest für Daten)


    Die root-Partition sollte eine Größe von ca. 20 - 50 GB haben. Meiner Erfahrung nach reicht das Dicke, sodass du auch viele Programme installieren kannst. Und Speicher ist bei dir ja anscheinend keine Mangelware. :D


    Deine swap-Partition sollte die doppelte Größe deines RAMs haben. Das klingt erst einmal viel, da aber im Tiefschlaf-Modus der Inhalt deines RAMs in diese Partition kopiert und in der Regel immer ein bisschen geswapt wird, ist die Größe so ganz gut.
    Die /home-Partition sollte eine Größe deines eigenen Ermessens haben. Ich würde sagen, dass du ihr den restlichen Speicherplatz geben sollst, wenn du keine zusätzliche Partition zum Austausch von Daten zwischen Win und SuSE anlegst.

    3. Wie partitioniere ich? (welches Programm)


    YaST bietet ein Tool zur Partitionierung. Bei der Installation von openSuSE kannst du die Partitionierung bearbeiten. In einem bereits installierten System findest du es unter YaST => System => Partitionierung. Du kannst auch auf darauf spezialisierte Anwendungen zurückgreifen. Die bekannteste dürfte GParted sein, das es auch als Live-CD gibt, mit der du die Gefahr von Fehlern vermindern kannst, da aus Versehen keine eingehangene Partition bearbeitet kann. Es wird nämlich keine eingehangen.

    Partitionieren kann man eigentlich nicht "lernen". Das einzige, was man tun kann, ist ein Grundverständnis über Festplatten und Partitionen zu vermitteln.


    Wir nehmen an, du hast eine Festplatte, die wir ab sofort Platte 1 oder /dev/sda (das ist die Gerätedatei unter Linux) nennen.
    Die ersten 512 Byte einer Festplatte stellen den sogenannten Master Boot Record (kurz: MBR) dar. Die ersten 440 Byte sind für den Bootloader reserviert. Wenn du deinen Computer startest führt das Basic Input/Ouput System (BIOS) den darin stehenden Code aus. Beim Grand Unified Bootloader (GRUB), der heute von den meisten Betriebssystemen genutzt wird, ist dies nur die Stage 1, die nichts anderes tut, als die Stage 2 zu laden, da diese viel zu groß ist, um in diesen Bereich zu passen. Die nächsten 4 Bytes stellen die Disk-Signatur dar, die nur von Windows gebraucht wird. Dann folgen 2 Null-Bytes und als nächstes kommt die Partitionstabelle. Sie ist für uns wichtig. Die Partitionstabelle gibt Auskunft darüber, wie viele Partitionen es gibt, wo sie liegen, wie groß sie sind, welches Dateisystem sie besitzen und ob man von ihnen booten kann. Ohne sie können die Partitionen nicht verwaltet werden. Dabei ist die Anzahl der Einträge auf 4 begrenzt. Aber ich z.B. habe 7 Partitionen auf einer Festplatte. Das ist nämlich auch möglich, aber alles der Reihe nach.


    Wir unterscheiden zwischen primären und erweiterten Partitionen. Jede von ihnen bekommt eine Gerätedatei zugewiesen. Die erste Partition unserer Festplatte /dev/sda1, die zweite /dev/sda2, usw. Damit wird eine Partition wie ein eigenständiges Gerät behandelt. Der entscheidende Unterschied zwischen einer primären und einer erweiterten Partition ist, dass eine erweiterte Partition ebenfalls eine Partitionstabelle besitzt. Außerdem kann man nur eine erweiterte Partition anlegen.
    Diese erweiterte Partition kann bis zu vier logische Partitionen beinhalten. Diese verhalten sich für den Nutzer wie primäre Partitionen. Eine erweiterte Partition kann übrigens keine weitere erweiterte Partition beinhalten. Die Benennung der logischen Partitionen beginnt mit der Zahl 5. Dabei ist es egal, ob die erweiterte Partition /dev/sda4 oder /dev/sda2 oder irgendeine andere ist. Somit ist es möglich, bis zu 8 Partitionen zu erstellen.


    Das wären die Grundlagen über Partitionen.


    Beim Partitionieren musst du aber auch noch folgendes beachten:

    • Mache vor dem Partitionieren eine Datensicherung
    • Wenn du eine Windows-Partition bearbeitest, solltest du sie vorher defragmentieren, weil Windows dazu neigt, alle Daten über die Festplatte zu verstreuen
    • Partitionierungsvorgänge können sehr lang dauern (gilt besonders für das Verschieben einer Partition)
    • denke, bevor du handelst

    Es gibt verschiedene Partitionierungstools. Da du ein Neuling bist, sind für dich wohl graphische Programme besser.
    Zum einen kannst du mithilfe von YaST partitionieren, andererseits gibt es auch viele Anwendungen, die darauf spezialisiert sind, wie GParted und QtParted.
    Das bekanntere davon dürfte GParted sein. Es gibt auch eine Live-Version davon, die du dir auf CD brennen kannst, um dann deine Festplatte zu partitionieren ohne ein Betriebssystem laden zu müssen, das durch die Partitionierung im laufenden Betrieb Probleme kriegen könnte.


    Ein Tutorial zum Partitionieren mit YaST findest du hier: http://de.opensuse.org/YaST_old_style/System/Partitionieren
    Wenn du mehr über Partitionen im Allgemeinen erfahren möchtest, ist der Wikipedia-Artikel eine gute Wahl.

    Also da du anscheinend File-Roller als Archiv-Manager benutzt, hast du GNOME als Desktopoberfläche. Ich würde es mit einer Neuinstallation von File-Roller versuchen. Also YaST => Software => Software installieren oder entfernen und dort nach file-roller suchen und den Eintrag auf "Aktualisieren" setzen, das bewirkt in YaST eine Neuinstallation. Versuch es dann noch mal.

    Ich kann so weit helfen, dass ich sagen kann, welcher Fehler aufgetreten ist.7
    Weiter hinten in der Log-Datei steht

    Code
    Caught signal 11.  Server aborting


    Das bedeutet, dass der X-Server das Signal 11, das auf einen sogenannten Segmentation Fault hinweist, erhalten hat. Segmentation Fault bedeutet, dass das Programm - in diesem Fall der X-Server - in den Speicherbereich eines anderen Programms schreibt. Aus Sicherheitsgründen wird er deshalb sofort beendet. Vielleicht hilft ja ein Update des X-Servers. Eigentlich kann man da wenig machen, weil es ein programminterner Fehler ist.

    Du musst die Pakete

    • xorg-x11-libXext-devel
    • xorg-x11-libXt-devel
    • xorg-x11-libXmu-devel
    • xorg-x11-libXaw-devel
    • xorg-x11-devel

    installieren. Da du dich ja sowieso anscheinend grad im Terminal aufzuhalten scheinst, kannst du die Zeile

    Code
    sudo zypper in xorg-x11-libXext-devel xorg-x11-libXt-devel xorg-x11-libXmu-devel xorg-x11-libXaw-devel xorg-x11-devel


    ins Terminal eingeben. Dann müsste es funktionieren.

    Welchen Browser benutzt du denn? Und guck bitte auch in YaST, ob du java-0_6_0-sun, also das Java Runtime Environment installiert hast. Das sollte eigentlich von Anfang an der Fall sein, aber sicher ist sicher.