Dein Problem, das wirklich eins ist, weil einem auch das oft benötigte Yast sonst englisch kommt passiert, wenn Du bei der Installation des Systems nicht die Sprachauwahl bearbeitest. Die ist leider etwas versteckt. Bei der Übersicht der Einstellungen vor der Installation klicht man auf »Sprache« und dann rechts oben auf »Details«. Das Auswahlmenü müsste »lokale Einstellungen für Benutzer root« heißen und man stellt es sinnvollerweise auf »ja«.
Es ist aber nicht alles zu spät. Was ich jetzt schreibe, wird den Konsoleros Herzklappenprobleme bescheren. Da müssen sie aber durch. Mede Dich grafisch als root an, öffne dann das K-Menü (ich hoffe mal, Du verwendest nicht diese üble Doppelklickoberfläche für Gartenzwerge namens Gnome), gehe auf »system settings« (die lassen sich nach einem Rechtsklick auf den K-Menü-Starter direkt einblenden, sonst erfordert es etwas Suchen) und öffne »regionales«. Englisch müsste der Punkt so ähnlich heißen, in der Kategorieansicht ist er meist rechts oben. Ich verwende für die Systemeinstellungen aus alter Gewohnheit die Baumansicht, da liegen die lokalen Einstellungen unterhalb des ersten Punktes. Stell dann das Land auf Deutschland (oder welches Dir gefällt, Hauptsache deutschsprachig) und aktiviere dann »deutsch«. Endgültig übernommen werden diese Einstellungen erst nach einer Ab- und erneuten Anmeldung. Auch die restlichen Punkte der Systemeinstellungen sind überprüfenswert, die Fensterdekoration beispielsweise lässt sich vom hässlich verwaschen voreingestellten »Oxygen« wegbiegen. Denk auch an Schriftarten und -größen, denn die Vorgabe steht auf nur neun Punkte. Bei hochauflösenden Monitoren ist diese Winzigschrift kaum zu erkennen.
Wenn Du nicht gerade im Systemverzeichnis herumlöschst, dann sind diese Einstellungen fehlbedienungssicher und viel weniger heikel als Dateimanipulationen auf Konsolebene. Dort reicht ein Vertipper, um das System abzuräumen.
Seltsam, dass die englischen Verwaltungsmenüs so wenige stören.
Falk