Beiträge von Falk2

    Nein, Windows krallt sich die ganze Festplatte eben nur dann, wenn Du zu allem ja und amen sagst. Du kannst auf einer jungfräulich leeren Festplatte Win 7 oder 8 installieren und angeben, wieviel Speicherraum die Systempartition umfassen soll. Gparted oder parted magic kann man vorher benutzen, man muss es aber nicht.
    Dass Windows ungefragt die ganze Platte okkupiert, ist ein modernes Märchen. Kein modernes Märchen ist, dass der Windowsinstaller die Reihenfolge bei mehreren Festplatten nach eigenem Gusto festlegt. Das Problem hatte ich erst letzte Woche. Eingebaut sind eine 256GB Festkörperspeicherplatte und eine 500GB rotierende Platte, beide über SATA und der Festkörperspeicher als erste Platte angeschlossen. Der Windowsinstaller sah nicht ganz untypisch die rotierende Platte als primäre an. Er hätte wohl auch deren MBR benutzt. Hätte ich die Datenplatte dann mal gewechselt, wäre der Rechner startunfähig geworden.
    Also Abbruch, Datenplatte abziehen und nochmal anfangen.


    Nachtrag: den ganzen Text des unmittelbar vor dem eigenen stehenden Beitrag zitieren muss nicht sein. Der Lesefluss ist nicht unterbrochen, außerdem ist nicht die ganze Menschheit verkalkt.


    Falk

    @elkaktus, die Menüschriftarten von Firefox, Thunderbird und Open/Libreoffice richten sich nicht nach der an sich naheliegenden Schriftarteneinstellung der KDE-Systemeinstellungen. Diese drei Anwendungen stammen mehr oder weniger aus dem Gnome-Universum. Deren Menüschriftart ist einen Punkt tiefer zu beeinflussen. Also Systemeinstellungen (ich nutze die Baumansicht, die erscheint mir logischer als die Symbolansicht) → allgemeines Erscheinungsbild und Verhalten → Erscheinungsbild von Anwendungen → Gtk+-Stile und Schriftarten. Die Größe von nur 9 Punkten ist ein Erbe aus der Zeit mit Monitorauflösungen von 768×1024 Punkten und bei aktuelleren Monitorgrößen und -auflösungen kaum nutzbar. Ich gehe auf 11 bis 12 Punkte (letzteres bei HD-Monitoren).


    LibreOffice sträubt sich seit etwa 3.5 gegen diese Einstellung. Die Menüschrift bleibt winzig und unschön. Hat jemand Abhilfe dagegen gefunden?


    Falk

    Das Dilemma mit Windows 8 (und Windows 7) ist, dass wenn dieses
    Betriebssystem auf eine leere ("jungfräuliche") Festplatte installiert
    wird, auf der vorher nicht der Speicherplatz in entsprechend geeignete
    Partitionen aufgeteilt wurde, dann nimmt Windows 8 den kompletten
    Festplattenspeicher für sich in Anspruch.


    Aber nur, wenn man alle Voreinstellungen schluckt. Kein Windows von 2000 bis 8 braucht die ganze Festplatte. Bei jedem wirst Du gefragt, wo das System hin und wie groß das Systemlaufwerk sein soll. Man kann auch eine vorher angelegte Partition verwenden lassen. Die Unarten des Vollmüllens der Systempartition gibt es natürlich weiterhin. Schießt man den Ruhezustand ab, spart das schon eine ganze Menge Platz. Meine Win 7-Partitionen sind 35, die letzte Woche eingerichtete 50GB (wegen 8GB Arbeitsspeicher) groß.


    Erst von Windows eine ganze Platte in Beschlag nehmen lassen und dann mit dem Linux-Installer verkleinern ist vollkommen daneben. Dann besser alles einreißen und neu anfangen. Bei der Windowsinstallation Zusatzfestplatten abziehen! Sonst ist nicht beeinflussbar, von welcher das System startet. Windows-Installer haben den Drang, sich auf die größte Platte zu stürzen.


    Falk

    Du kannst doch aber die Seriennummer auslesen. Such mal nach »keyfinder«.
    Windows 8 ist trotzdem nervig. Nichtmal die Grundschriftarten kann man (einfach) ändern. Würde ich es nicht für zwei oder drei Anwendungen brauchen, siehe Bluray und Filmscanner, dann hätte ich Windows längst zum Tempel rausgeworfen.


    Falk

    Stimmt absolut. Wenn sich Apper einmal festbeißt, dann lässt dieses Prachtstück von Programm nicht wieder los. Apper und packagekit fliegen bei mir genau deshalb gleich nach einer Installation wieder raus. Man könnte diese Programme gleich bei der Installation abwählen, aber ich denke in diesem Moment meist nicht dran. Apper und Co. löschen ist eine reine Zeitfrage. Sofort nach dem Starten Yast oder zypper aufrufen und alles mit packagekit rauswerfen.


    gebor, wie kommst Du ungewollt zu einer englischen Oberfläche, und ist sie das immer oder nur in Yast?


    Falk

    Belegt das Windows die gesamte Platte mit einer einzigen Partition? Wenn das so ist und Du sie nicht verkleinern kannst, dann ist es das Beste, den Rechner neu aufzusetzen. Für ein aktuelles Windows reichen doch 50GB gut. Ich würde mir an Deiner Stelle auch überlegen, die große Festplatte durch Festkörperspeicher zu ersetzen und dann in einem externen Gehäuse zu betreiben. Das heißt, sofern Dein Rechner (was ich vermute) ein Laptop mit nur einem Festplatteneinbauplatz ist.


    Falk

    Die Rechtevergabe über das Kontextmenü funktioniert aus unerfindlichen Gründen meist nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn die Einträge in der /etc/fstab dagegenstehen. Offne mal probehalber einen Dateimanager mit root-Rechten (im K-Menü unter System→Dateiverwaltung). Der sieht jetzt anders aus, häufig wie bei einem frischen System weder mit Vorschauen noch mit der Anzeige von versteckten Dateien. Es liegt daran, dass sich die Ansicht nach dem root-Profil richtet. Versuche, ob Du in diesem Zustand Schreibrechte auf der betreffenden Partition hast. Es reicht ein Rechsklick in die Fläche. Wenn das Kontextmenü oben einen Eintrag »neu erstellen« hat, dann hast Du Schreibrechte. Erstelle einen Ordner probehalber, dann weißt Du es sicher.
    Warum die Einträge in der fstab gelegentlich so paranoid gesetzt werden, ist mir nicht klar. Barbeitbar ist die fstab nur mit Root-Rechten. Such die entsprechende Zeile, die etwa so aussieht:

    Code
    /dev/disk/by-id/ata-OCZ-AGILITY3_OCZ-3QL408VV8L738QIV-part2 /windows/C       	ntfs-3g	users,gid=users,fmask=133,dmask=022,locale=de_DE.UTF-8 0 0


    (wobei die Angaben zur Lage und Bezeichnung je nach Partitionierung und Rechnerkonfiguration abweichen).
    Die erste Stelle betrifft den Besitzer, die zweite die Gruppe und die dritte alle anderen. Den Besitzer erfährst Du am einfachsten, indem du in das Kontextmenü der Partition guckst. In de Regel ist das root, die Gruppe users. Dann sollte es reichen, fmask auf 113 und dmask auf 002 zu setzen. Mit fmask=111 und dmask=000 löst Du alle Sperren. Bei einer reinen Datenpartition und einem eigenen Rechner durchaus sinnvoll. Übernommen werden geänderte fstab-Einträge, wenn diese neu eingelesen wird, beispielsweise durch einen Neustart.


    @uhelp, der Partitionierer ist eine ziemlich verschachtelte Einrichtung. Die fstab-Optionen sind meiner Meinung nach schwer zu finden, wenn man damit noch nichts zu tun hatte.


    Falk

    Was wir (oder zumd. ich) wissen will, ist warum er das machen will.


    Damit Yast deutsch spricht?


    Was ich wissen möchte (»ich will« gegenüber anderen ist ein gutes Beispiel für einen feldwebelartigen Umgangston), ist worin eigentlich die regelmäßig an die Wand gemalte Gefahr der grafischen Root-Anmeldung bestehen soll, vor allem im Gegensatz zur Kommandozeilenbedienung. Gerade bei dieser bestehen doch wegen der häufig kryptischen Befehle Schadmöglichkeiten bei Vertippern. Man denke nur an die Variationen von ›rm‹. Dagegen ist die grafische Root-Anmeldung Kaffekränzchen.


    Vergitterst Du alle Fenster, weil Du allen Anderen unterstellst, sie würden bei der nächsten Gelegenheit aus dem Fenster springen – nur weil es möglich ist?


    Ich habe gerade einen Rechner wegen Umrüstungen neu aufgesezt. Die Installation ist wohl wegen einer nicht vollständig lesbaren System-CD nicht vollständig durchgelaufen. Als root konnte ich mich aber anmelden, als Regelbenutzer nicht. Eine halbe Stunde später lief die Kiste wieder normal. Konventionen, die schon lang keinen echten Sinn mehr haben, dürfen guten Gewissens auf die Ausfülle geworfen werden. »Melde Dich bloß nicht grafisch als Root an, sonst frisst Dich der sonstwas« gehört auf jeden Fall dazu.


    Falk