Virtualisierung - Welche Lösung?

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  • Liebe Community


    Ich habe zur Zeit ein Dualboot System von openSUSE Tumbleweed und Windows 10. Ich brauche Windows nie, aber für die Schule wird es von meiner Tochter benötigt. Da unsere Jungs meinen Laptop nicht mehr brauchen, ist mir dieses Dualboot eher lästig. Meine Tochter benötigt hauptsächlich Office 365 für die Schule und Teams. Ich weiß natürlich, dass Libre Office genauso gut ist und Teams auch unter Linux funktioniert, aber halt nicht vollständig. Und es ist für mich keine saubere Lösung.


    Darum spiele ich im Moment mit dem Gedanken Windows 10 als Virtuelle Maschine laufen zu lassen und die nötige Software für meine Tochter dort zu installieren.

    Nun kenne ich mich mit Virtualisierung nicht wirklich aus. Ich kenne Vmware, Virtualbox etc. Und gibt es nicht ein Kernelmodul mit dem man eine Virtualisierung machen kann?


    Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir ein paar Ratschläge geben könntet, Links zu Tutorials etc. Natürlich kann ich die auch selber suchen, aber ihr wisst wahrscheinlich welche am hilfreichsten, vollständsten und verständlichsten sind.


    Mein System:

    • MSI Notebook
    • Intel Core I7-7700HQ CPU @ 2.80 GHz
    • 8 GB Arbeitsspeicher
    • GEFORCE GTX 1050 Ti Graphikkarte
    • nvme SSD 1 TB
    • normale SSD 1 TB

    Ist diese Ausstattung ausreichend um damit vernünftig arbeiten zu können?

    Ich würde in dem Zuge wahrscheinlich von Tumbleweed zurück auf Leap wechseln.


    Danke im Voraus für Eure Ratschläge.

    glenturret

    Für den Inhalt des Beitrages 293260 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: glenturret

  • Ich würde da zu Qemu/KVM oder Virtualbox tendieren, alles bei openSUSE dabei, brauchst dich nicht um Updates zu kümmern.


    Wenn du Virtualbox kennst, nimm das einfach.


    Deine Hardware reicht dafür.

    Für den Inhalt des Beitrages 293261 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Sauerland

  • Ich würde da zu Qemu/KVM oder Virtualbox tendieren

    Sehe ich auch so...


    Und gibt es nicht ein Kernelmodul mit dem man eine Virtualisierung machen kann?

    KVM...


    Deine Hardware ist mehr als ausreichend.


    Ich selbst hatte Windows 10 lange unter VirtualBox laufen

    (keine extra Repos notwendig, einfache Bedienung und keine Probleme).


    Später bin ich dann auf Qemu / KVM umgestiegen und betreibe es heute ausschließlich für Windows- und Linux-VM`s

    (auch hier keine extra Repos notwendig, Einarbeitungszeit evtl. ein wenig größer - ansonsten nur Vorteile, was Performance und Möglichkeiten angeht).


    Installation, siehe hier:

    Qemu / KVM unter openSUSE Leap 15 installieren

    Für den Inhalt des Beitrages 293262 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: sterun

  • Herzlichen Dank mal für eure Ratschläge.

    Werde mir heute Abend mal Leap runterladen und installieren.

    Danach werde ich es mal mit kvm qemu ausprobieren.

    glenturret


    eigentlich ist es wahrscheinlich sinnvoller, zuerst mal eine virtuelle Maschine unter tumbleweed zu installieren und auszuprobieren, ob auch alles so funktioniert wie ich es möchte.

    Für den Inhalt des Beitrages 293264 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: glenturret

  • eigentlich ist es wahrscheinlich sinnvoller, zuerst mal eine virtuelle Maschine unter tumbleweed zu installieren und auszuprobieren, ob auch alles so funktioniert wie ich es möchte.

    Klar, kann man so machen ;-)

    Die erstellte VM (ist ein qcow2 File) kannst du auch problemlos auf andere Rechner kopieren, um sie dort weiter zu betreiben.


    Ein Sache ist bei KVM nur zu beachten:

    VM`s werden standardmäßig nicht in deinem Home-Verz. gespeichert, sondern auf der Root-Partition unter /var/lib/virt/images/. Falls bei dir dort genügend Platz ist, kein Problem. Ansonsten kam man dieses leicht ändern (default Pool ändern).

    Für den Inhalt des Beitrages 293265 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: sterun

  • Habe nun eine virtuelle Maschine erstellt, aber ich habe da noch einige Probleme zu lösen.

    1. Bei der Installation von KVM kommt zum Schluss die Meldung, dass keine Networkbridge erstellt werden konnte, da Networkmanager verwendet wird. Muss ich das manuell durchführen.

    2. In Yast erscheint kein Punkt 'Virtual Machine Manager'. Dafür gibt es aber ein Programm das so heißt und auch meine virtuelle Maschine anzeigt. Allerdings finde ich dort keine Möglichkeit den Win10 USB-Stick auszuwählen um von dort zu installieren. Beim Start der VM sagt er mir nur, dass er kein Boot-Device findet, was eh klar ist. Ich kann aber auch keine Bootreihenfolge ändern oder so?


    ???


    glenturret

    Für den Inhalt des Beitrages 293321 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: glenturret

  • 1. Bei der Installation von KVM kommt zum Schluss die Meldung, dass keine Networkbridge erstellt werden konnte, da Networkmanager verwendet wird. Muss ich das manuell durchführen.

    War nur ein Hinweis - ist normal. Verwende ebenfalls den NetworkManager und habe alles so belassen.


    2. In Yast erscheint kein Punkt 'Virtual Machine Manager'. Dafür gibt es aber ein Programm das so heißt und auch meine virtuelle Maschine anzeigt.

    Erstelle in deinem Menü einen neuen Eintag.

    Rechtsklick "Anwendungsmenü" - "Menüeinträge bearbeiten..." - Rechtsklick auf "System" und "Neues Element..." - siehe Bild:


    Beim Start der VM sagt er mir nur, dass er kein Boot-Device findet, was eh klar ist. Ich kann aber auch keine Bootreihenfolge ändern oder so?

    Dazu später mehr...

    Für den Inhalt des Beitrages 293342 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: sterun

  • Herzlichen Dank erstmal für eure Ratschläge.

    Ich habe soeben auch meine erste Windows10 Installation durchgeführt und passt alles wie mir scheint.


    Was ich noch nicht hinbekommen habe, sind die Netzwerkeinstellungen. Ich habe in der Virtuellen Maschine kein Zugang zu meinem Wlan. Bei der Erstkonfiguration hat er irgendwas gemurmelt von 'Kann Einstellungen nicht vornehmen, weil das Netzwerk von Networkmanager kontrolliert wird'.


    Irgendwie sollte ich scheinbar eine VPN-Bridge oder so herstellen. Habe aber noch nichts in Yast gefunden mit dem ich das machen kann.


    Wäre es anders, wenn ich in den Netzwerkeinstellungen nicht Networkmanager aktivieren würde? Bei mir gibt es nur die Möglichkeiten - wicked und - deaktivieren.

    ?????

    lg

    glenturret



    und jetzt ist mir noch was dazwischen gekommen:

    nach einem Neustart von openSUSE wollte ich die Virtuelle Maschine auch starten.

    Ich bekam folgende Meldung:

    'Fehler beim Starten der Domain: Angeforderte Operation ist nicht gültig: network 'default' is not active.'

    Ich kann das nur mit 'Schliessen' bestätigen.

    Einmal editiert, zuletzt von glenturret ()

    Für den Inhalt des Beitrages 293402 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: glenturret

  • network 'default' is not active.'

    Immer als Root...


    Code
    virsh list --all

    ...zeigt dir deine VM`s


    Code
    virsh net-list --all

    ...zeigt deinen Pool "default" und ob dieser (unter "State") aktiv ist oder auch nicht.


    Sollte dieser inaktiv sein, wie aus deiner Fehlermeldung hervor geht, sollte als Root...

    Code
    virsh net-start default

    ...helfen.


    Den letzten Befehl musst du immer eingeben. Natürlich kannst du dieses auch automatisieren. Entweder über Details deiner VM oder mit:

    Code
    virsh net-autostart default

    PS:

    Sehr zu empfehlen:

    https://libvirt.org/manpages/virsh.html

    2 Mal editiert, zuletzt von sterun ()

    Für den Inhalt des Beitrages 293407 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: sterun