Hallo,
bei SUSE und openSUSE kündigen sich am Horizont große Umstellungen an. Wie bei anderen Distributionen auch, wird nach dem künftigen Leap 15.5 auf eine Container-Zentrierte Architektur umgestellt. Davon eigentlich unabhängig, aber im gleichen Aufwasch miterledigt, werden die Mindesthardwarevoraussetzungen angehoben. Bisher läuft openSUSE in Gestalt von Tumbleweed auch noch auf 32-Bit-Systemen, und mit einer schlanken DE sogar recht performant auf alten Computern.
Der offizielle Support von SUSE und openSUSE für 32 Bit-Systeme, sowie auch für x64-v1-Systeme, wird mit der ALP-Plattform nach Leap 15.5 auslaufen bzw. Freiwilligen überantwortet werden. Dies schließt also auch 64-Bit Prozessoren bis ca. 2010/2011 wie z.B. die seinerzeit beliebten Intel Core /Core Duo...-Baureihen mit aus. Mein Desktop ist ein Haswell-i5 und hat damit kein Problem, mein alter Laptop ist damit aber leider betroffen. Bisher läuft auf beiden Leap, auf dem Läppi mit xfce, und das mehr als ausreichend flott...
Ich frage mich, wie ich mit der Situation am Laptop umgehen werde.
1) Schauen, was die Freiwilligen mit Tumbleweed x32 auf die Beine stellen? Allerdings ist dies schon unüberschaubar. Wenn eine kritische Menge an Freiwilligen ausfällt, steht man auf einmal sehr plötzlich ohne Support da...? Außerdem würde ich den Laptop auf 32 Bit downgraden. Dabei ist damit zu rechnen, dass die Mehrzahl der Tumbleweed-Pakete noch eher für 64 Bit (V2) gebaut werden und man sich mit einem bescheidenen 32-Bit-Paket-Rest begnügen muss. Und auch bei Flatpaks und Appimages würde man sich von einer großen Paketanzahl abschneiden. Der Vorteil wäre, dass man seine gewohnte und geliebte openSUSE-Umgebung behalten würde.
2) Darauf hoffen, dass sich zusätzlich Freiwillige finden, die openSUSE für x64-v1 bauen? Man hätte dann zumindest bei Flatpaks und Appimages wieder die "gewohnte" Auswahl, aber bzgl. der langfristigen Unterstützung innerhalb des openSUSE-Projekts wäre ich doppelt skeptisch im Verglleich zu 1)...
3) Eine alternative Distribution finden, welche geliebte Features von openSUSE ebenfalls hat. Sehr wichtig wäre mir z.B. BTRFS und snapper-GRUB. Wie oft hatte ich es in meiner Distro-Hopping-Zeit geschafft, irgendwas so an einer Installation zu verstellen, dass das System nicht mehr hochfuhr oder wahlweise unbenutzbar war. Dies hat bei openSUSE ein Ende gefunden, da man ja immer wieder einen vorigen Snapshot starten und wiederherstellen kann. Dazu wären grafische Einstellungs-Tools wichtig, was bei Suse durch Yast abgedeckt wird.
Bisher habe ich z.B. Garuda-Linux gefunden. Auf Arch-Basis, aber eben mit grafischen Einstellungstools und Snapper-Grub... Eine deutsch-indische Distribution. Ich vermute, dass dort im Projekt wichtige Leute sitzen, welche auch openSUSE gut kennen. Die Tumbleweed-Gene sind teilweise spürbar. Allerdings ist das Projekt relativ klein. Der Livestick startet auf dem besagten Laptop.
Auch stellt sich die Frage was aus der Richtung "Permutable Linux" noch kommt und welche Alternativen es schon gibt, wenn es einfach nur darum geht, alte Systemzustände starten zu können. Gibt es hier Tipps zu ressourcenschonenden x86-64v1-kompatiblen Distributionen mit halbwegs großer Verbreitung und Paketauswahl?