Unterstützte AMD Ryzen Prozessoren und Chipsätze

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  • Hallo Allerseits,

    da mein aktueller Rechner noch nicht über eine UEFI-Bios verfügt,
    openSuSE 15.6 aber ein UEFI bei der Installation erwartet,
    denke ich, es ist an der Zeit für eine grundlegende Modernisiereung meiner Hardware.


    Ich favorisiere AMD Ryzen Prozessoren auf AM5-Sockel, speziell Zen5-Architektur/Ryzen 9000er,
    und suche nach einem entsprechenden Mainboard mit einem Chipsatz,
    das von openSuSE voll unterstützt wird.


    Dazu habe ich folgende Fragen:
    1. R5, R7, R9; welche CPU-Architektur hat unter Linux den größten Vortei?
    Unterstützt openSuSE 15.6 die unterschiedliche Anzahl von Threads überhaupt?


    2. Es gibt verschiedene Chipsätze, die AM5 unterstützen.
    Laut Heise/C't gibt es aber Chipsätze (z.B. X870),

    die noch nicht in vollem Umfang mit Treibern unterstützt werden (z.B. Lan funktioniert nicht).
    Bei welchen Chipsätzen ist man bei openSuSE auf der sicheren Seite?


    3. Gibt es AM5-Mainboards von ASUS, Gigabyte, ASRock oder MSI, die von openSuSE empfohlen werden bzw. mit denen gute Erfahrungen vorliegen

    (auch wenn ich verstehe, dass evtl. keine konkrete Kaufempfehlung in diesem Forum möglich ist)?


    Ich bin kein Experte in diesen Details und wäre über Hinweise, die Fehlgriffe vermeiden helfen, sehr dankbar.


    LG, sepp2gl

    Für den Inhalt des Beitrages 318472 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: sepp2gl

  • Auch Leap 16 lässt sich (oder ließ sich vor einigen Monaten) sehr gut im Legacy-Mode installieren.

    Gruß Jürgen

    Für den Inhalt des Beitrages 318474 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: JSC

  • ...das mag sein.
    Die Distribution, die ich auf DVD hatte bestand auf UEFI.
    Ich hatte das schon früher mal, es gab einen "work-around", das wollte ich aber jetzt nicht mehr.
    Es ist nach ca. 10 Jahren Zeit für neue Hardware.


    Die eigentliche Frage bezog sich aber auf AMD Ryzen und unterstützte Chipsätze...

    Für den Inhalt des Beitrages 318477 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: sepp2gl

  • R5, R7, R9; welche CPU-Architektur hat unter Linux den größten Vortei?

    Das hängt von deinem Budget ab und davon, was du mit dem Rechner überhaupt anstellen willst.


    Wenn du lediglich Office-Anwendungen sowie etwas surfen willst, reicht ein Ryzen 5 mit integrierter Grafik vollkommen aus.

    Willst du anspruchsvolle Spiele, benötigst du zum Beispiel einen Ryzen 7 9800X3D, eine flotte Grafikkarte, schnellen RAM nicht unter DDR5-6000 ab 32 GB. AMD-Grafik hat im Übrigen den Vorteil, dass man keine proprietären Treiber installieren muss, die bei jedem Kernelupdate zicken könnten.



    Laut Heise/C't gibt es aber Chipsätze (z.B. X870),

    die noch nicht in vollem Umfang mit Treibern unterstützt werden (z.B. Lan funktioniert nicht).

    Das habe ich noch nie gehört! Quellen?

    Dass mal ein NIC nicht out of the box funktioniert, kommt schon mal vor, aber dann muss lediglich ein passender Treiber installiert werden und gut ist. Und in der Regel haben heutige Boards 2 NICs verbaut.


    Auch hier gilt, was du mit dem Rechner machen willst. Die Hersteller haben Tabellen veröffentlicht, welche Boards mit welchen Chipsätzen was können.



    Ich kann mich an Zeiten erinnern, wo Asrock qualitativ nicht so toll war. Heute kann es sich kein Hersteller leisten, mit der Qualität des Produktes zu patzen. Meine Favoriten beginnen allerdings mit Asus, MSI, Gigabyte, etc.

    Für den Inhalt des Beitrages 318483 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Forentroll

  • Forentroll:

    Nein, meine Fragehängt nicht von meinen Anwendungen oder meinem Budget ab,
    sondern davon, was openSuSE im Betriebssystem unterstützt.

    Habe ich unterLinux überhaupt eine Vorteil, wenn ich mit einem R7 oder R9 mehr Threads habe als mit einem R5?
    Sind Threads ein CPU-Feature, das vom Betriebssystem aktiv genutzt werden müssen, oder werden Threads autonom und unabhängig von Betriebssystem durch die CPU genutzt?

    Sollte das Betriebssystem einen Einfluss auf diese Frage haben, könnte ein Benchmark unter Windows für Linux-Nutzer irrelevant sein.
    Ist das so?


    Quellen für unzureichende Hardware-Unterstützung durch Linux:
    C't 2024 Heft 28, Seite 29 und C't Sonderheft "PC Selbstbau", Seite 23
    Hier geht es um einen R7 X9800 mit 870X Chipsatz in einem ASUS-Board, allerdings mit Problemen mit Ubuntu 24.10.


    Meine Anwendungen:
    Alles gängigen Office Anwendungen (z.B. LibreOffice, Firefox, Thunderbird)
    Simulation (ngspice, octave, Matlab/Simulink)

    CAD/CAE (FreeCad, KiCad)

    Videos Ansehen (z.B. YouTube, wenn Verzögerungen, dann eher durch DSL. In Kürze Glasfaser-Anbindung vorhanden).

    Videos machen; nie

    Für den Inhalt des Beitrages 318485 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: sepp2gl

  • So ganz kann ich deinen Ausführungen nicht folgen.

    Die Anwendung bestimmt sehr wohl das Hardwareprofil. Da ich die Anforderungen für deine Simulationssoftware nicht kenne, kann ich hier nur raten.

    Wenn ich das mit den Threads richtig verstanden habe, wird die Last im Kern auf zwei Threads geteilt, die faktisch nach außen als zwei Kerne dargestellt werden. Ob das den gewünschen Leistungsgewinn bringt, sei dahin gestellt, zumal Intel die Threads gerade wieder aufgibt. Möglicherweise liegt das aber auch an der Prozessorstruktur mit verschiedenen Kernarten.


    Um es auf den Punkt zu bringen: Viele Anwendungen nutzen tatsächlich nur einen einzigen Kern/Thread. Um hier die größtmögliche Leistung zu erzielen, nimmt man dann eben die CPU mit der größten Single-Core-Leistung. Nutzt eine Software mehrere Kerne/Threads, steigt auch die Leistung.


    Bezüglich Chipsatz 870 steht in dem Artikel ja auch, dass ab Kernel 6.13 die Netzwerkkarte wieder funktionieren sollte. Der aktuelle Kernel wäre in Tumbleweed zur Zeit 6.13.4. Wie das nun gerade in Leap 15.6 aussieht, kann ich nicht sagen, da ich kein Leap benutze.

    Da du nun gerade diesen Bausatz ansprichst: Der Ryzen 7 9800 X3D ist mit seinem L3-Cache auf Spieleanwendungen getrimmt, hat aber nur 8 Kerne.


    Ich habe mal einen Vergleich zwischen Ryzen 7 9800 X3D und Ryzen 9 9950X eingefügt.


    AMD Ryzen 9 9950X vs Ryzen 7 9800X3D [cpubenchmark.net] by PassMark Software

    Für den Inhalt des Beitrages 318491 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Forentroll

  • Na, dann kommen wir doch langsam auf den Kern der Sache,
    In o.g. c't_Sonderheft ist auch ein Benchmark zwischen versch. R5, R7, R9 dargestellt.
    Beim Single-Thread Benchmark unterscheiden sie sich nicht so wahnsinnig.

    Wenn es auf die Anwendung (oder das Betriebssystem) ankommt, ob Multithreading für mich vorteilhaft ist oder nicht,

    tendiere ich eher zum R5 9600X, weil ich es eben nicht weiß.
    Multithreading lohnt sich ja eher nur, wenn Aufgaben innerhalb einer Software parallelisierbar sind,

    oder wenn das Betriebssystem für versch. Anwendungen die Kerne gezielt vergibt.

    Daher meine Frage.

    Ich hatte vor einigen "wenigen" Jahren Erfahrung mit Transputer-Netzen gemacht, bei denen die Parallelisieren von Aufgaben

    sehr herausfordernd war.

    Damals war Rechenleistung für die Prozessor-Entwicklung noch nicht der Flaschenhals so wie heute,

    so dass Transputer schnell wieder verschwanden.


    Wenn Ihr also in der Behandlung der Chipsätze kein Problen (mehr) seht,
    würde ich einen R5 9600X mit X670E oder X870E Chipsatz wählen.

    Für den Inhalt des Beitrages 318494 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: sepp2gl

  • Hallo, ich habe mir im Januar 2024 einen neuen Desktop mit einem Ryzen 9 7950X aufgebaut. 16 Cores

    Mainboard ist MSI B650 Tomahawk, Socket 5 AM, Chipsatz AMD B650, 2.5 GBit Ethernet, viele USB Schnittstellen

    Anleitung nach CT "der optimale PC 2023"


    Die X-Chipsätze haben ziemlich oft Probleme mit dem Booten und mit Speicher und bieten nur wenig Mehrwert. Siehe auch MSI Forum


    4 DIMM Slots, 64 GByte DDR5-5600 RAM (2 x 32 Gbyte Corsair) . Ist auch das Maximum für das Board. Es läuft nicht , wenn alle 4 DIMM-Slots bestückt sind). Das ist aber bei fast allen MSI Boards so


    Ich habe das BIOS zweimal neu geflasht und hatte nie Probleme mit dem Board


    OpenSuse Leap 15.6

    - Schnell wie Sau. Die 16 Cores werden von Opensuse nicht sehr oft unterstützt. Aber ich habe einige VMs in KVM (Windows 11, Debian 12). Damit kann ich die Kerne ganz gut auslasten.


    Kann ich nur empfehlen. OpenSuse unterstützt alle Hardwarefeatures des Boards (2.5 GBit Ethernet Realtek 8125, WLAN)


    Natürlich bootet OpenSuse im UEFI Modus. Es gibt keinen Grund, Linux heute im BIOS Kompatiblitätsmodus zu booten. Kommt halt auf die Installation des OS an.


    Ich boote mittlerweile auch mein Windows 11 im UEFI Modus in einer VM unter KVM mit dem Host OS OpenSuse Leap 15.6

    11 Mal editiert, zuletzt von rebell21 ()

    Für den Inhalt des Beitrages 318506 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: rebell21