Auch ich bin mit YaST groß geworden, meine älteste CD, die ich hier noch finde, trägt die Versionsnummer 5.2. Ich bin mir jedoch sehr sicher, dass ich bereits mit einer 4er Version begonnen habe. Stets war YaST DAS Alleinstellungsmerkmal, das dem normalen Desktopnutzer das Leben deutlich erleichterte. Wer aus der IT-Branche kommt, mag das vielleicht etwas anders sehen, aber ich empfand YaST immer als ein Werkzeug, das gerade dem unbedarften Windows-User eine gute Hilfe ist.
Gut, einige Optionen sind von YaST zu den KDE-Einstellungen gewandert und Myrlyn sieht eigentlich fast so aus wie das Softwaretool in YaST, aber beispielsweise das NAS einbinden geht jetzt nicht mehr ohne stundenlanger Recherchen im Netz, wobei man nie sicher ist, ob einen die KI nicht verarscht und falsche Ergebnisse liefert wie im Fall der Installation von Chrome, wenn OPI nicht greifbar (auf das man sich nicht unbegrenzt verlassen sollte). So rächt es sich, wenn man den Old-School-Weg aus den eigenen Aufzeichnungen löscht. 
YaST wird wohl kurz über lang auch aus Tumbleweed verschwinden. Das ist zwar sehr schade, weil man sich so daran gewöhnt hat, aber der Mensch ist ja lernfähig und bekommt die geänderten Umstände auch in den Griff. Notfalls muss die Lernkurve eben noch steiler werden.
Sinnvoll fände ich allerdings eine Art Fahrplan, wie welche YaST-Option ohne YaST funktioniert. Natürlich findet sich in den unendlichen Weiten der allwissenden Müllhalde ein gangbarer Weg, ob er dann auch der richtige ist, wird sich dann schon zeigen. 