Ziemlicher Frust nach Update auf Leap 16.0

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  • Hallo von der neuen Version bin ich einigermaßen enttäuscht. Es gab und gibt erhebliche Probleme.

    Zunächst mal was Grundsätzliches: Ich denke Opensuse hatte mit Yast ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Dass das jetzt abgeschafft ist, - ich bekomme trotz Installation kein einziges Modul mehr zum Laufen-, finde ich sehr schade, zumal es keinen gleichwertigen Ersatz zumindest grafisch gibt. Auch dass wohl geplant ist die rc-Befehle nicht mehr zu unterstützen, finde ich auch mehr als schade. Mit den Befehlen hat man aus meiner Sicht ein einfaches Werkzeug mit einfacher Syntax, um bestimmte Befehle auszuführen. Das ist auch ein Alleinstellungsmerkmal.


    Nun im Einzelnen:

    Bei der Installation wollte ich mein home-Verzeichnis behalten und wieder als home-Verzeichnis nutzen. Nach längerem Suchen habe ich es beim Installationprozess geschafft, dass es zumindest nicht gelöscht wurde. In den Vorgängerversionen war dieser Punkt wesentlich übersichtlicher. Die Nutzung als home-Verzeichnis ist mir erst durch direkten Eintrag in die fstab gelungen. Ich habe mit ext4 Partitionen bislang immer gute Erfahrungen gemacht. Beim Installationsprozess habe ich keine Möglichkeit mehr gefunden, die Systempartitionen damit zu formatieren. Ich wurde zu Btrfs gezwungen.

    Ich habe drei externe Festplatten, die ich beim Systemstart mounten möchte. Sie einzubinden war mit Yast bisher eine Sache von wenigen Mausklicks. Auch hier musste ich den Weg über die fstab gehen.

    Ich habe eine Epson Scanner. Ihn konnte ich zwar mit iscan zum Leben erwecken, was aber auch nicht so einfach war. Von früheren Installtionen habe ich mir die dafür notwendigen Dateien in ein lokales Verzeichnis gelegt. Einige konnte ich mit Myrlyn installieren, aber nicht alle. Früher habe ich das lokale Verzeichnis mit Yast als Installationquelle eingebunden. Das geht jetzt nicht mehr. Ich habe auch keinen gleichwerigen Ersatz gefunden. Jetzt bin ich nicht der Held in der Nutzung der Kommandozeile. Nach längerem Suchen konnte ich aber dann doch alle nötigen Dateien installieren, sodass jetzt Iscan funktioniert. Die Einbindung in gimp klappt nach wie vor nicht. Bei 15.6 ist der Scanner nach Installation der Treiber bei gimp einfach im Menü Datei/Erstellen erschienen. Hier bei gimp 3.0 nicht. Das Setzen eines Symlinks in das Plug-In Verzeichnis von gimp hat nichts gebracht.

    Ich habe einen Kyocera Drucker. Für den habe ich auch eine ppd-Datei. Den Drucker habe ich mit Yast problemlos einrichten können. Man konnte einfach weitere Drucker downloaden. Hier habe ich es mit KDE Drucker einrichten probiert. Leider gibt es hier keine Kyoceradrucker. Ich habe auch keine Möglichkeit zum Download weiterer Drucker gefunden. Die IP-Nummer des Druckers und ppd-Datei konnte ich eingeben. Der Drucker druckt aber nur sinnloses Zeugs.

    Die Benutzerverwaltung habe ich auch mit Yast gemacht. Es gibt die KDE-Benutzerverwaltung. Hier kann ich zwar Benutzer anlegen, aber ich habe keine Möglichkeit gefunden, sie Benutzergruppen zuzuweisen. Hier geht offensichtlich nur der Weg über die Kommandozeile --> aus meiner Sicht ein Rückschritt. Beim Installationsprozess habe ich gar keine Möglichkeit gefunden, einfache Nutzer anzulegen. Ich habe mir als paulmuller in der Gruppe paulmuller und nicht users wiedergefunden, mit dem Ergebnis, dass ich auf alte Datei der Gruppe users nicht gut zugreifen konnte.


    Ich betreibe einen Medienserver mit minidlna. Der Server läuft, ist aber im Netzwerk nicht sichtbar. Die

    minidlna.conf Datei habe ich von 15.6 übernommen. Eine Firewall läuft nicht, wobei ich mir da nicht so sicher bin, weil ich auch das mit Yast immer geprüft habe. Bei firewall-cmd --state kommt jedenfalls 'not running'. Die Zahl der Mediendateien verändert sich auch nicht, wenn ich welche lösche oder hinzufüge. Ich glaube dies ist ein Rechteproblem, ich weiß aber nicht welches.


    Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Opensuse mit Leap 16.0 deutlich benutzerunfreundlicher geworden ist. Es gibt jetzt eine ganze Reihe Probleme, die es vorher nicht gab.

    Ich überlege, ob ich nicht auf Ubuntu umsteige. Hier scheint mir vieles leichter zu sein.

    Vielleicht hat jemand einige Tipps für die geschilderten Probleme.


    MfG


    Paul

  • Das sind zu viele Probleme auf einmal. Wir behandeln in einem Thread immer nur ein Problem. Wenn du wirklich deine ganzen Probleme in Beiträgen durcharbeiten möchtest, wird das eine längere Angelegenheit. In der Zeit hast du dir Ubuntu komplett eingerichtet. »¬

  • In den Vorgängerversionen war dieser Punkt wesentlich übersichtlicher. Die Nutzung als home-Verzeichnis ist mir erst durch direkten Eintrag in die fstab gelungen. Ich habe mit ext4 Partitionen bislang immer gute Erfahrungen gemacht. Beim Installationsprozess habe ich keine Möglichkeit mehr gefunden, die Systempartitionen damit zu formatieren. Ich wurde zu Btrfs gezwungen.

    Ja, das war früher übersichtlicher, aber es geht auch heute noch alles, z.B. die Auswahl des gewünschten Filesystems sowie das Einhängen von Partitionen. Hier mein früherer Post aus diesem Forum:

    Für den Inhalt des Beitrages 322925 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: luigi

  • Nach längerem Überlegen und auch Ausprobierens von Ubuntu möchte ich doch erstmal bei Opensuse bleiben.

    Vielen Dank Luigi. Deinen Tipp hätte ich mir vor der Installation durchlesen sollen. Jetzt ist die Installation erfolgt und ich möchte nicht alles nochmal neu aufsetzen. Aber für das nächste Update habe ich mir deinen Tipp notiert.

    Meine Problem mit minidlna habe ich lösen können, indem ich das Programm durch eine Communityversion ersetzt habe. Das scheint jetzt zu laufen.

    Den Drucker habe ich auch eingerichtet bekommen. Hier habe ich das Paket cups-filters durch das Paket cups-filters2 ersetzt. Damit ist der Drucker bei der KDE-Druckereinrichtung korrekt erschienen und läuft.

    Die Benutzerverwaltung funktioniert über Cockpit ganz gut.

    Bleibt immer noch das Einbinden des Scanners in gimp. Hier habe ich noch keine Lösung. Für Tipps wäre ich sehr dankbar.


    MfG


    Paul

    Für den Inhalt des Beitrages 322935 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: paulmuller

  • Von früheren Installtionen habe ich mir die dafür notwendigen Dateien in ein lokales Verzeichnis gelegt. Einige konnte ich mit Myrlyn installieren, aber nicht alle. Früher habe ich das lokale Verzeichnis mit Yast als Installationquelle eingebunden. Das geht jetzt nicht mehr.

    Geht alles mit myrlyn:

    Extras---configure Repositories---add-- und hier statt https:// einfach am Anfang dir:// eingeben


    Code
    dir://home/USERNAME/Downloads

    bedeutet das Downloadverzeichnis des Users mit Namen USERNAME wird als lokales Verzeichnis eingebunden.


    PS:

    Was für ein Epsonscanner?

    Genaue Modellbeschreibung?

    Für den Inhalt des Beitrages 322936 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Sauerland

  • Vielen Dank! Die Einbindung von lokalen Verzeichnisssen mit myrlyn hatte ich noch nicht gefunden. Das funktioniert damit jetzt gut. Geht aber auch mit Cockpit.

    Der Scanner ist ein Epson Perfection V300 Photo. Wie schon geschrieben kann ich ihn mit iscan ansprechen und auch damit Scannen. Nur die Einbindung in gimp 3.0 klappt noch nicht. Das könnte auch an gimp liegen. Ich habe gelesen, dass nur ein Symbolischer Link in das plug-ins Verzeichnis von gimp nötig wäre. Das funktioniert bei mir aber nicht. Früher habe ich den Scanner, wenn iscan oder xsane installiert war, unter Datei-->Erstellen finden können. Das geht zur Zeit nicht. Ob da ein Symlink erzeugt worden ist, weiß ich leider nicht.


    LG

    Paul

    Für den Inhalt des Beitrages 322939 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: paulmuller

  • Darf ich mich bezüglich der Einbindung von Festplatten als der totale Faulpelz outen? Egal wo und mit welcher Desktopumgebung, ich mache das immer mit dem gnome-disk-utility. Da kann man den ganzen komplexen Stuff wie FDA und so einfach graphisch einstellen und beim Boot mounten/unlocken. Simpler gehts nicht, auch YAST war da komplizierter.


    Bezüglich der gesamten YAST Problematik: Es ist nicht mehr zu maintainen, weil zu viel zu alt ist. Da fällt openSUSE einfach nur auf das Niveau der anderen Distributionen.

    PRAISE THE OMNISSIAH

    Für den Inhalt des Beitrages 322942 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Scytale

  • Bezüglich Scanner:

    Wichtig:

    Gimp bitte mindestens einmal starten, damit im /home die entsprechenden Konfigurationsverzeichnisse gebildet worden sind.


    Dies plugin hab ich eingerichtet:

    gimp-xsanecli
    GIMP 3.0 plug-in for scanning via XSane
    yingtongli.me


    Als User:

    Ins plugins Verzeichnis von Gimp 3.0 wechseln:

    Code
    cd .config/GIMP/3.0/plug-ins/

    Herunterladen:

    Code
    wget https://yingtongli.me/git/gimp-xsanecli/archive/master.zip

    Entpacken

    Code
    unzip master.zip

    Nun das entstandene Verzeichnis umbenennen (mit dem original Verzeichnis hat es nicht geklappt)

    Code
    mv gimp-xsanecli/ xsanecli


    Danach wurde es bei Gimp unter: Datei----Erstellen gefunden.

    Für den Inhalt des Beitrages 322949 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Sauerland

  • Diese Leap 16.0 ist doch wirklich das mieseste, was SuSE bisher veröffentlicht hat.
    Es ist schlichtweg eine ZUMUTUNG.

    - SuSEfirewall2 ist nicht mehr da. OK, Es wurde schon lange gesagt, dass SuSEfirewall2 obsolet ist. Trotzdem war es bis 15.6 vorhanden und funktional. Ohne Ankündigung rausnehmen ist nicht die feine Art. Man hätte durchaus bei 15.6 sagen können, dass es ab der nächsten Release nicht mehr vorhanden sein wird. das "Migrationsscript SuSEfirewall2 nach firewalld funktioniert ja auch nicht. Der von mir gemeldete Fehler wurde bis heute nicht bearbeitet. Der während der 16.0 Installation erfolgte "Umstieg" auf firewalld hat u.a. erstmal ssh blockiert. Als ich das korrigiert hatte, musste ich feststellen, dass meine gesamte firewall Konfiguration zerschossen worden war. Also "Rücksturz zur Erde" mittels snapper auf Leap 15.6. Dann lange Sitzungen, bis firewalld so konfiguriert war, wie vorher die firewall Einstellungen gewesen waren. Dann erneut Upgrade auf Leap 16.0 .

    - Nächste Entdecklung: yast fehlt jetzt komplett. Toll, also named von hand (scripts) konfigurieren, sobald ich was ändern muss. Das dns-server plugin von yast hatte die reverse tables automatisch erzeugt. Danke, dass ich das wieder selbst machen muss. Alle anderen yast-plugins fehlen natürlich auch. cockpit ist kein Ersatz dafür, es fehlt fast alles.

    - pxe boot der leap 16-0 Installation geht nicht mehr, zumindest nicht wie bisher bei 15.6 konfiguriert. Wenn ihr schon was ändert, dann dokumentiert es doch auch.


    Ich nutze SuSE seit über 25 Jahren. Zum ersten mal denke ich über einen Distributions-Wechsel nach.
    Oder kommt da jemand zur Besinnung?

    Für den Inhalt des Beitrages 322957 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Suworow