LMP004 Von Nebraska nach Brüssel

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  • Die Frage nach der „beliebtesten“ Linux-Distribution lässt sich gar nicht so leicht mit nur einem Namen beantworten, weil es darauf ankommt, wie man misst (und wen man fragt). Da Linux komplett modular ist, gibt es verschiedene Spitzenreiter für unterschiedliche Zwecke.


    Hier ist die aktuelle Übersicht der absoluten Favoriten:

    1. Der Bekanntheits-König: Ubuntu


    Wenn es nach der reinen Verbreitung, Bekanntheit und dem Support in der Industrie geht, ist Ubuntu (von Canonical) die unangefochtene Nummer eins.


    Warum so beliebt? Es ist extrem einsteigerfreundlich, fast jede Software wird dafür optimiert und die Community ist gigantisch. Auch im Enterprise- und Cloud-Bereich (Server) ist Ubuntu der Standard.


    2. Der Liebling für Desktop-Nutzer: Linux Mint


    In Umfragen unter Desktop-Nutzern und Umsteigern von Windows liegt Linux Mint oft ganz vorne.


    Warum so beliebt? Es basiert auf Ubuntu/Debian, verzichtet aber auf einige der umstritteneren Entscheidungen von Ubuntu (wie den Zwang zu Snap-Paketen). Die Benutzeroberfläche „Cinnamon“ sieht Windows sehr ähnlich, weshalb sich Neulinge sofort zurechtfinden.


    3. Der Hit bei DistroWatch: MX Linux


    Wenn man nach den Klickzahlen auf dem bekannten Portal DistroWatch geht, steht MX Linux seit Jahren konstant auf Platz 1.


    Warum so beliebt? Es ist ein echtes Leichtgewicht, das auf Debian basiert. Es läuft selbst auf uralten Laptops superschnell, bringt aber trotzdem jede Menge praktische Werkzeuge mit, die die Bedienung vereinfachen.


    4. Die Favoriten für Entwickler und Profis: Fedora & Arch Linux


    Wer schon länger in der Linux-Welt unterwegs ist oder programmiert, greift meistens hierzu:


    Fedora: Bekannt dafür, extrem innovativ zu sein und immer die neuesten Linux-Technologien als Erstes stabil auszuliefern (auch Linus Torvalds, der Erfinder von Linux, nutzt Fedora).


    Arch Linux / EndeavourOS: Für Bastler, die ihr System von Grund auf selbst aufbauen wollen (Arch) oder ein modernes, schnelles System mit immer aktueller Software suchen (EndeavourOS).


    Zusammenfassend: Für Einsteiger und alltägliche PCs ist Linux Mint oder Ubuntu die beliebteste Wahl. Für Server dominieren Ubuntu Server und Debian.


    Wie verhält sich das aber nun mit opensuse bei diesem Ranking?


    Es gibt ein paar Punkte, die den Einstieg im Vergleich zu Linux Mint etwas holpriger machen:


    Codecs und Treiber: Aus rechtlichen Gründen liefert openSUSE standardmäßig keine proprietären Medien-Codecs (z. B. für bestimmte Video- und Audioformate) mit. Die musst du nach der Installation erst über Drittanbieter-Repositorys (wie Packman) hinzufügen. Das kann anfangs verwirrend sein.


    Kleinere Community für Desktop-Nutzer: Wenn du ein Problem googelst, findest du für Ubuntu oder Mint oft sofort eine einfache Lösung. Bei openSUSE muss man manchmal etwas tiefer in Foren graben.