Beiträge von sterun

    UND Plötzlich ist auch der Fehler, um welchen es hier ging weg d.h Reboot / Shotdown

    Bedeutet, alles gut?
    Totzdem, wenn du LVM nicht im Einsatz hast, kannst du über Yast - Dienste alles deaktivieren, was mit LVM zu tun hat.
    Oder über Yast - Software installieren oder löschen nach lvm suchen und alles außer libLLVM7 deinstallieren


    Und wegen:

    ata6: failed to resume link (SControl 0)

    ...würde ich vorsichtshalber einen Festplatten-Check ausführen.
    Schau als Root einfach mal mit:
    fdisk -l
    ...was bei dir steht - sda - sdb - sdc usw.


    Den eigentlichen Check startest du dann als Root mit:
    smartctl --all /dev/sda
    smartctl --all /dev/sdb
    usw.


    Ansonsten sah alles gut aus :)

    Hast du mal bei einem Installations-Versuch einfach mal alle Vorschläge des Installers übernommen, ohne etwas anzupassen wie (Partitions-Größen oder Boot-Loader oder Software usw.)?


    Denn, in der Regel funktioniert dieser ganz gut.


    Ich würde das mal machen, aber vorher das openSUSE Leap 42.3 starten und mit GParted die openSUSE Leap 15.1 Platte komplett löschen.
    Bedeutet, dass beim Start von Leap 42.3, die Leap 15.1 Platte schon angeklemmt sein muss.

    @DariusBrewka
    Poste doch mal (als Root):

    Code
    systemctl list-unit-files --all | grep -Ei lvm

    Und:

    Code
    systemctl --failed

    Und:

    Code
    head -n 15 /etc/default/grub

    Und:

    Code
    dmesg | grep -E -i "error|fail|crit"

    Was in sämtlichen (also in allen) Zonen so konfiguriert oder freigegeben wurde, sehen wir detailliert mit:

    Code
    firewall-cmd --list-all-zones

    Mein System befindet sich in der Zone "drop".
    Zum Experimentieren möchte ich ungern vorhandene Zonen ändern (verschlimmbessern) und habe mir aus diesem Grund eine Test-Zone neu eingerichtet.


    Eine neue Zone erstellen:

    Code
    firewall-cmd --permanent --new-zone=testzone
    success

    Danach noch den Firewall-Dienst neu laden mit:

    Code
    firewall-cmd --reload 
    success

    Kontrolle mit:

    Code
    firewall-cmd --permanent --get-zones 
    block dmz drop external home internal public trusted work testzone


    Die Zone "testzone" wurde jetzt erfolgreich angelegt und ich kann dieser (mit meiner WLAN-Karte = wlan0) beitreten mit:

    Code
    firewall-cmd --permanent --zone=testzone --change-interface=wlan0 
    The interface is under control of NetworkManager, setting zone to 'testzone'.
    success

    Danach noch den Firewall-Dienst neu laden mit:

    Code
    firewall-cmd --reload 
    success

    Kontrolle mit:

    Code
    firewall-cmd --get-active-zones 
    testzone
      interfaces: wlan0

    Auch im NetworkManager wurde die Zone "testzone" erfolgreich eingetragen.


    Ich befinde mich jetzt also in einer neu angelegten Zone und kann diese konfigurieren, testen oder einfach nur mit ihr experimentieren.
    Sollte ich es am Ende des Tages geschafft haben, dass nichts mehr funktioniert, lösche ich die Test-Zone und trete einfach wieder meiner Standard-Zone bei.


    Löschen der Zone "testzone":

    Code
    firewall-cmd --permanent --delete-zone=testzone
    success

    Danach noch den Firewall-Dienst neu laden mit:

    Code
    firewall-cmd --reload 
    success

    Kontrolle mit:

    Code
    firewall-cmd --get-zones
    block dmz drop external home internal public trusted work

    Wie man der Firewall schnell und einfach einen Service hinzufügt bzw. löscht oder einen Port freigibt, habe ich weiter oben schon beschrieben.
    Mitunter dauert es jedoch sehr lange, bis man seine Firewall bis ins Detail konfiguriert hat.


    Und möchte man diese Konfigurationen dann auch noch an mehreren Rechnern anwenden, benötigt man schon mal Stunden oder sogar Tage.
    Das geht aber auch einfacher.
    Unter:
    /etc/firewalld/zones/
    ...werden sämtliche Zonen als xml-Dateien gespeichert.
    Diese können einfach auf andere Rechner kopiert werden - Fertig.
    PS: Aus Gründen der Sicherheit wird übrigens bei jeder Änderung an einer Zone eine *.xml.old angelegt.


    Wenn man sich etwas mit firewall-cmd befasst, erscheint es schnell logisch.
    Einfach [TAB][TAB] (also zwei Mal schnell hintereinander die Tabulator-Taste) nach den zwei Bindestrichen betätigen und weitere Optionen werden zur Verfügung gestellt, bis man seinen kompletten Befehl zusammen hat.


    Viel Spaß und Gruß,
    sterun

    Da es immer mal wieder Fragen zu firewalld gibt, habe ich mal hier die wichtigsten Konsolen-Befehle / Beispiele aufgeführt.
    Natürlich kann man, um seine Firewall zu konfigurieren, auch Yast benutzen.
    Aber nicht jeder hat eine grafische Oberfläche bzw. der Eine oder Andere möchte es einfach nur besser verstehen.


    Anmerkung:
    Alle Firewall-Änderungen (nur als Root) können immer mit oder ohne den Befehl "--permanent" erfolgen.
    Ohne "--permanent" ist spätestens nach einem Reboot alles wieder hinfällig - somit gut zum Testen.


    Vordefinierte Standard-Zonen:
    (Der Standard ist, dass eingehende Verbindungen blockiert und ausgehende Verbindungen akzeptiert werden)


    Block:
    Eingehende Verbindungen werden blockiert, aber der Absender / Angreifer erhält zumindest eine Antwort, dass er hier von außen nicht reinkommt (icmp-host-deny oder icmp6-adm-deny).


    DMZ:
    DeMilitarisierte Zone ist für Systeme, die sich innerhalb eines Netzwerkes und zwischen zwei Firewalls befinden.


    Drop (mein Favorit - Dank an Tamerlain:(
    Alle eingehenden Verbindungen werden ohne eine Antwort blockiert und nur ausgehende Verbindungen sind möglich.


    External:
    Firewall als Gateway verwenden. Hier ist firewalld für NAT-Masquerading konfiguriert, so dass das interne Netzwerk privat aber erreichbar ist.


    Home:
    Es bedeutet im Allgemeinen, dass man den eigenen Computern im Home-Netz vertraut und dass weitere Dienste akzeptiert werden.


    Internal:
    Die andere Seite der externen Zone, die für den internen Teil eines Gateways verwendet wird. Die Computer sind ziemlich vertrauenswürdig und einige zusätzliche Dienste sind verfügbar.


    Public (Standard):
    Sie vertrauen anderen Computern nicht, sondern können ausgewählte eingehende Verbindungen manuell zulassen.


    Trusted:
    Vertraut allen Rechnern im Netzwerk - VORSICHT.


    Work:
    Wird für PC`s & Workstations verwendet. Vertraut den meisten Computern im Netzwerk. Ein paar weitere Dienste sind erlaubt.


    Welche Zonen gibt es zur Zeit auf meinem System zur Auswahl:

    Code
    firewall-cmd --get-zones
    block dmz drop external home internal public trusted work

    Läuft meine Firewall z.Z.:

    Code
    firewall-cmd --state 
    running

    Sollte der Firewall-Dienst, warum auch immer, nicht laufen, so können wir dies ändern mit:

    Code
    systemctl enable firewalld.service

    Und:

    Code
    systemctl start firewalld.service

    Um etwas auszuprobieren, kann die Firewall auch vorübergehend deaktiviert werden mit:

    Code
    systemctl stop firewalld.service

    Allgemeine Firewall-Konfiguration abfragen:

    Firewall-Konfiguration einer bestimmten Zone abfragen (z.B. Zone "drop"):

    Standard-Zone anzeigen lassen:

    Code
    firewall-cmd --get-default-zone 
    drop

    Standard-Zone ändern (z.B. in Zone "Drop"):

    Code
    firewall-cmd --set-default-zone=drop

    ...oder für immer (mit permanent):

    Code
    firewall-cmd --set-default-zone=drop --permanent

    Danach noch den Firewall-Dienst neu laden mit:

    Code
    firewall-cmd --reload 
    success


    Als Beispiel wollen wir "samba" in unserer Firewall freigeben:
    Dazu müssen wir aber ersteinmal wissen, in welcher Zone wir uns befinden.
    Und ebenfalls brauchen wir die exakten Namen der uns zur Verfügung stehenden Services.
    In welcher Zone wir uns gerade befinden, zeigt uns:

    Code
    firewall-cmd --get-active-zones
    drop
      interfaces: wlan0

    In unseren Beispiel befinden wir uns also in der Zone "drop".
    Alle verfügbaren Dienste / Services lassen wir uns anzeigen mit:

    Code
    firewall-cmd --get-services

    Nun sehen wir, welche Services zur Auswahl stehen und können Samba in der Zone "drop" freigeben mit:

    Code
    firewall-cmd --zone=drop --add-service=samba

    ...oder für immer (mit permanent):

    Code
    firewall-cmd --permanent --zone=drop --add-service=samba
    success

    Danach noch den Firewall-Dienst neu laden mit:

    Code
    firewall-cmd --reload 
    success

    Kontrolle mit:

    Code
    firewall-cmd --zone=drop --list-services --permanent
    samba

    Samba aus der Zone "Drop" wieder entfernen:

    Code
    firewall-cmd --zone=drop --remove-service=samba --permanent 
    success

    Danach noch den Firewall-Dienst neu laden mit:

    Code
    firewall-cmd --reload 
    success

    Kontrolle mit:

    Code
    firewall-cmd --zone=drop --list-services --permanent


    Ähnlich fünktioniert es, wenn wir einen bestimmten Port öffnen möchten.
    Voraussetzng ist natürlich wieder, dass wir unsere aktuelle Zone kennen - siehe weiter oben.
    Ziel ist jetzt, den Port 5555 / TCP, in der Zone "drop" zu öffnen:

    Code
    firewall-cmd --zone=drop --add-port=5555/tcp
    success

    ...oder für immer (mit permanent):

    Code
    firewall-cmd --zone=drop --add-port=5555/tcp --permanent 
    success

    Danach noch den Firewall-Dienst neu laden mit

    Code
    firewall-cmd --reload 
    success

    Kontrolle mit:

    Code
    firewall-cmd --zone=drop --list-ports --permanent
    5555/tcp

    Den freigegebenen Port löschen wir ganz einfach wieder mit:

    Code
    firewall-cmd --zone=drop --remove-port=5555/tcp --permanent 
    success

    Danach noch den Firewall-Dienst neu laden mit:

    Code
    firewall-cmd --reload 
    success

    Kontrolle mit:

    Code
    firewall-cmd --zone=drop --list-ports --permanent

    Es gibt unzählige Möglichkeiten, mit "firewall-cmd" zu arbeiten.
    firewall-cmd --[TAB][TAB]
    ... also zwei Mal schnell hintereinander die Tabulator-Taste, zeigt weitere Optionen.


    Für Interessierte kann ich diese Seite empfehlen:
    Documentation - Manual Pages - firewall-cmd | firewalld


    Viel Spaß und Gruß,
    sterun