Speicherauslastung zu gering?

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  • Speicherauslastung zu gering?

    Hallo alle im Forum, schöne Ostern und erholsame Tage

    Im laufe der Zeit ist die Speicherauslastung für meine Begriffe als sehr gering aufgefallen. Schon unter 13.2 und früheren Versionen. Jetzt bei 42.3 mit KDE5, NVidia und sowohl einem 4 und 8 Kern AMD auf Asus Bords (960T und 8370E), vorher mit 2 Kern Prozessor war auch wenig Speicherbewegung.
    Mit HTOP wird das auch deutlich. Mit dem Internetrechner mit AMD - 960T,M5A97 Pro2, 8Gb Ram und 120Gb SSD passiert mit Firefox, Opera jeweils mit etlichen Tabs, Dateiverwaltung, Okular, KMail und sonst noch ein paar Programmen die geöffnet sind und mehr oder weniger in Benutzung stehen komme ich selten über 4 Gb Auslastung, die Swap Partition wurde schon auf 2Gb verkleinert, aber noch nie gebraucht, soweit das zu sehen war.
    Der Arbeitsrechner mit AMD FX8370E auf M5A99 FX PRO2 größtenteils mit 2600 GHz Grundtakt und max 3GHz Frequenz absichtlich ausgebremst weil jede menge Unterfordert, 32 Gb Ram und 480 (WIN7) & 240 (Leap 42.3) Gb SSD mit 2TB Datenplatte (2te für Datensicherung zuschaltbar) , 32 Gb Swap,( war vorher mal 64Gb) kommt kaum über 3Gb Auslastung, die Prozessorauslastung ist außer bei Filmbearbeitung (da wird Standart Taktrate gefahren) auch erwartungsgemäß nicht hoch. Das mehr an Speicherinstallation im Vergleich mit 32Bit Systemen wird nicht genutzt.
    Die Frage ist ob und wie man den installierten Speicher besser nutzen kann, pofitiert das System dadurch, bzw wird flotter?
    Zu den SSDs ist zu sagen daß die Betriebssysteme neu installiert wurden und nicht von HDDs übernommen wurden.Wer kann mit da Tips geben?
    Danke für die Geduld beim lesen schöne Feiertage und alles Gute.

    Für den Inhalt des Beitrages 119418 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Alf34

  • Linux nutzt den Speicher von Haus aus optimal. Es wird nur der Speicher benutzt, der auch tatsächlich gerade gebraucht wird.

    Du bist es wohl von Win gewohnt, dass der Speicher vollgemüllt wird. Sprich, Win haut alles mögliche ins Ram und lässt es dort vor sich hingammeln.

    Um unter Linux 4GB RAM voll zu bekommen, muss man schon ganz schön hinlangen.
    Ausnahme ist, wenn man nebenbei virtuelle Betriebssysteme laufen hat.
    vokoscreen -> Screencastprogramm für OpenSuse unter
    kohaupt-online.de/hp
    Desktopvideos mit Ton

    Für den Inhalt des Beitrages 119419 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: muck

  • Als das mit Computer anfing , war das eine bessere Schreibmaschine ein 133er Pentium mit Windoof nachdem AOl WIN98 und anderes mir zu aufdringlich wurden (nachdem 98 ziemlich abgesichert war hab ich eine Meldung bekommen daß ich mich entschlossen hab an weiteren Updates nicht mehr teilzunehmen, geh ich aber mit einem Linuxrechner auf Microsoft und lade da was runter ist das kein Problem.... Ein Schalk wer sich böses dabei denkt...AOL hat überhaupt nicht nachgefragt ob ich irgendwelche Neuerungen, Änderungen oder sonst was will sondern einfach installiert. Damals waren die Festplatten noch schön laut, man konnte gut hören wenn sich was tat.... Dann ist alles runtergeflogen und ich hab mich mit Suse angefreundet.)
    Seit ich Linux verwende sind auch noch viele andere Informationen gekommen und die habe mich in der Entscheidung bestärkt.
    Es ist immer wieder interessant wie effizient Linux funktioniert, heißt aber im konkreten Fall mehr als 8Gb sind rausgeschmissenes Geld so wie das aussieht?

    Virtuelle Maschinen hab ich keine laufen, keine Ahnung ob das noch nötig wird, dann ist der Arbeitsrechner noch einige Zeit problemlos flott genug, so nach und nach werden die SATA II Festplatten auch mal ersetzt, das gibt dann wieder ein wenig Schub. Ein paar sind schon auf dem Datennirwana...
    Hoffe nur daß Leap bald so problemlos wird wie 13.2
    Vielen Dank und erholsame Tage Alf34

    Für den Inhalt des Beitrages 119491 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Alf34

  • Wenn du keinen Ruhezustand oder ähnliches nutzt brauchst du eigentlich gar keinen Swap. Ich nutze solche Optionen seit Jahren nicht. Rechner an, wenn ich ihn brauche und Rechner aus, wenn ich fertig bin mit arbeiten. Es mag Leute geben die so wichtig sind, das ihr Rechner Tag und Nacht läuft damit sie nichts verpassen. Ich gehöre nicht dazu und brauche daher auch keine Auslagerungsdatei. Bei mir steht die, nur der Gewohnheit halber, auf 2 GB. Benutzt wurde davon noch nie etwas. RAM hab ich 8 GB und das reicht völlig aus. Allerdings spiele ich nicht.
    Zum Aufrufen die Links bitte anklicken:

    Wie man Fragen richtig stellt!
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    Konsolenausgaben sind inkl. der Eingaben in Codetags zu posten!
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    Datenrettung mit grml-linux-live-cd
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    Für den Inhalt des Beitrages 119494 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Alero

  • Mal generell:
    Linux nutzt eine Swap Partition IMMER.
    Und sei es nur, um ein paar Bytes des BIOS, die es nach dem Booten nie wieder verwenden wird, auszulagern.
    Das sind so wenige Bytes, dass die in Anzeigeprogrammen nicht mal erscheinen.

    Hat es viel RAM zur Verfügung versucht es diesen RAM komplett zu nutzen.
    Notfalls bläst es dafür alle Puffer für irgendwelche I/O Operationen auf.
    Erst, wenn eine weitere Allozierung von RAM wirklich keinen Sinn mehr macht, hört es mit solchen Optimierungen auf.

    Da Linux insgesamt wesentlich weniger Speicher braucht, als z.B. Windows,
    erreicht man bei modernen Maschinen ab 8 GB schnell diesen Bereich.
    Es bleibt dann halt wirklich einiges an RAM ungenutzt.

    Wem das -erstaunlich, dass man darüber überhaupt debattiert- noch trotzdem nicht genügt,
    der sollte lieber RAM ausbauen,
    statt händisch in die Speicherverwaltung einzugreifen, weil man "das doch optimieren muss; geht ja mal gar nicht!".
    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

    Für den Inhalt des Beitrages 119513 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

  • Alf34 schrieb:

    Die Frage ist ob und wie man den installierten Speicher besser nutzen kann, pofitiert das System dadurch, bzw wird flotter?
    Zu den SSDs ist zu sagen daß die Betriebssysteme neu installiert wurden und nicht von HDDs übernommen wurden.Wer kann mit da Tips geben?
    Danke für die Geduld beim lesen schöne Feiertage und alles Gute.

    Hi,

    mit optimiertem Swap-Verhalten kann man festlegen, wann der Kernel Daten aus dem Arbeitsspeicher in die Swap-Partition verschieben soll. Die swappiness wird dabei mit einem Wert von 0 bis 100 angegeben. Bei 0 wird nur dann ausgelagert, wenn es gar nicht mehr anders geht, weil der Arbeitsspeicher voll ist. Bei einer swappiness von 100 wird der Arbeitsspeicher kaum genutzt. Standardmäßig ist 60 eingestellt, was man mit dem folgenden Befehl in der Konsole herausfinden kann:

    Shell-Script

    1. sysctl vm.swappiness

    Die Einstellung der swappiness ändert man mit einem Editor seiner Wahl in der Datei /etc/sysctl.conf und hängt dort am Ende folgende Zeilen an:

    Shell-Script

    1. vm.swappiness=1
    2. vm.vfs_cache_pressure=50

    Mit dem neuen Wert für vfs_cache_pressure stellt man die Tendenz des Kernels ein, Speicher zurückzufordern, der zum Zwischenspeichern von Verzeichnissen und Inode Objekten zugeteilt wurde, zu verringern. Mit dieser und dem neuen Wert für die swappiness werden die Schreibzugriffe auf die Festplatte weniger und der Arbeitsspeicher mehr genutzt.

    Als weitere Möglichkeit kannst du RAM-Disks mit einem tmpfs-Dateisystem erstellen, um Aktivitäten deiner Festplatte in den Arbeitsspeicher zu verlagern. Das schont auf jeden Fall die SSD und ist auch schneller, weil alle Schreibzugriffe auf den Arbeitsspeicher erfolgen. Nachteil ist, dass nach einem Neustart alle Informationen, die in das virtuelle Dateisystem geschrieben wurden, weg sind.

    Dazu trägst du in der Datei /etc/fstab den Pfad in deinem Dateisystem ein, den du in den Arbeitsspeicher auslagern willst. Bei mir ist das z.B. der Pfad /home/christian/.cache Alles was Anwendungen wie Browser etc. dorthin schreiben, geht in die virtuelle RAM-Disk und ist nach dem nächsten Neustart weg, weil ich es nicht brauche:

    Shell-Script

    1. tmpfs /home/christian/.cache tmpfs noatime,nodev,nosuid 0 0

    Das geht auch mit System-Verzeichnissen wie z.B. /var/log, sollte aber, wie gesagt, mit Vorsicht gemacht werden, da nach dem Neustart alle Log-Dateien etc. unwiederbringlich weg sind.
    Viele Grüße
    Christian

    LUG-Hannover

    Für den Inhalt des Beitrages 119516 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: imho

  • Ich glaube generell nicht, dass Otto-Normal-Linuxer durch Spielen mit der Swapiness besseres Laufzeitverhalten hinkriegt, als der Kernel, wenn kein User reinpfuscht.

    Will man dennoch damit experimentieren, so würde ich vorschlagen, die Swapiness nicht fix in den Config- Dateien festzulegen,
    sondern dynamisch direkt in den Kerneldatenbereich zu schreiben.


    Brainfuck-Quellcode

    1. # schreiben von swapiness=10
    2. echo 10 > /proc/sys/vm/swappiness
    3. # lesen des akutellen Wertes
    4. cat /proc/sys/vm/swappiness
    Der Standardwert von 60 dürfte für so ziemlich alle User ein ausgewogenes und effizientes Verhalten zeigen.

    Die erste Codezeile schreibt den Wert 10 für die Swappiness.
    Die zweite Zeile liest den aktuellen Wert aus.
    Leider zeigen neuerdings Code- Tags keine Kommentare mehr an. Wie krank ist das denn?

    Frage an die Mods: Warum werden neuerdings in Codetags keine Kommentare mehr angezeigt?
    Was ist das für eine massive Verschlechterung?
    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

    Für den Inhalt des Beitrages 119523 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

  • Das war Shell- Code, und ist kein Brainfuck- Code.

    Bislang ging das immer mit Shell- Code.
    Dann wurden die Kommentare auch korrekt und in Kommentarfarben angezeigt.
    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

    Für den Inhalt des Beitrages 119526 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

  • Na ja, ich wundere mich seit Jahren eher bei Windows über die sinnlose RAM Verschwendung und unlogische Pagefile Auslastung... ?(

    Bei Linux als Standard Desktop System (Xfce4) empfinde ich 4 GB RAM schon etwas mau und komme sehr oft mit meinen Office Arbeiten darüber. Da sind 8 GB RAM ideal, da man meistens doch mehrere Anwendungen offen hat (z.B. Browser, Libreoffice, Gimp, Radio Streaming, etc...)

    Eine Swap Partition wird bei mir immer angelegt. Bei Systemen ohne Hibernation wie z.B. Desktop PC's immer 2 GB. Bei "Notenbücher" so groß wie der RAM + 512 MB, da es eine Schutzfunktion gegen Datenverlust bei leeren Akku (auch bei SSD's) ist.

    Die Einstellungen zur Speicherauslagerung ändere ich nur aus gutem Grund. Meistens sind andere Abhängigkeiten wie verwendete Hardware, Scheduler Typ, Filesystem und deren Cache Verhalten, Mount Optionen und weiteres mit zu beachten und ggf. anzupassen. Wie "Berichtigung" bereits schrieb, erst zur Laufzeit testen, dann fest schreiben und Otto Normal User braucht da nicht zu verstellen. Oder hat ein Otto Normal User einen 8-Kanal SAS/SATA Controller mit 1GB Cache und eigenem BatteryPack in seinem PC, denn dafür ist die Standard Konfiguration natürlich suboptimal... :whistling:

    Anmerkung:
    SSDs muss man nicht extra schonen, die MTBF ist für mehrere Jahre ausgelegt und in der Regel werden sie auch vom Betriebssystem richtig als SSD erkannt (und konfiguriert). Deshalb sollten die ganzen RAM-Disks ebenfalls nur bei gutem Grund eingerichtet werden. Das wichtigste für lange Haltbarkeit, wie bei Festplatten auch, ist die Kühlung und der Sommer kommt...
    mfg Schoerch | Think. Feel. Drive.

    Das Hauptproblem am Stress ist der tägliche Umgang mit Idioten.

    Für den Inhalt des Beitrages 119694 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Schoerch

  • Neu

    Hallo an alle miteinander,
    vielen Dank über die umfangreichen Informationen, bin scheinbar noch immer ein wenig Wind... geschädigt. Die Idee mit dem virtuellen Auslagerungsdatei erscheint mir sinnvoll. Andere Gedankengänge auch.
    Erfarungsgemäß bin ich gewohnt daß sowohl bei Fahrzeugen aller Art Wind... sowieso und andere Technikprodukte aller Art für "Jeden" immer nur so gut sind wie es unbedingt sein muß sprich der Hersteller sich bequemt sinnvolle Optionen zu realisieren. Sich Gedanken über die Opitmierung und Lebensdauer zu machen ist daher bei mir mittlerweile Gewohnheit geworden.
    Toll daß es da so große Ausnahmen gibt. Das bestätigt mich wieder einmal sich für Linux entschieden zu haben.
    Auch spiegelt das die Denkweise der Entwickler wieder die dafür mehr als ein dickes Lob verdienen.
    Bleibt dann erst mal alles so zu lassen wie es ist, Eure Vorschläge werde ich gut speichern und bei Bedarf umsetzen.
    Was allerdings in Zukunft anders wird ist die Partitionierung der System SSD's, dabei scheint es besser zu sein auf BTRFS zu gehen, weil das Dateisystem komprimiert werden kann und besser mit kleinen Dateien zurechtkommt. Zumindest Suse ist da vorne dabei. Ubuntu Systeme sollen davon auch profitieren. Bislang mußte ich Suse immer davon abhalten ...

    Bisher läuft noch Ext4 mit /, Swap und /home Partitionen. UEFI ist so gut es geht außen vor. Aber das hat hoffentlich noch Zeit.
    Vielen Dank Euch allen für die Mühe und Hilfe.

    Herzliche Grüße Alfred

    Für den Inhalt des Beitrages 119821 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Alf34

www.cyberport.de