Vereinfacht aus meiner Newbie-Sicht:
1.) Okay, stell Dir vor, Du schickst ein Fax an eine Firma oder Behörde - sie sollen Dir eine vorgefertigte Info zurückfaxen. Natürlich bekommen sie dazu Deine Nummer, sonst könnten Sie ja nichts zurückfaxen. Genau das selbe macht Dein Browser (der fragt bei einem Server an, dass er Dir ne Webseite zurücksendet). Die Rückrufnummer lässt sich daher auch im Browser über Addons schlicht nicht abschalten.
2.) Gewöhnlich wird Dein Provider (bei mir z.B. o2) als "Vermittlungsstelle" (~Fräulein vom Amt
Dir allerdings gar keine feste Nummer geben, sondern eine dynamische. D.h. nur er kennt die genaue Zuordnung (die dann die Staatsanwaltschaft erfragen kann), die Gegenstelle (https://wie-ist-meine-aktuelle-ip.de) hat allerdings ja die Vorwahl und weiß, wohin die zeigt. Bei mir z.B. ist der angegebene Ort ~230km entfernt...
3.) Wenn Deine Gegenstelle Infos z.B. nur in einem bestimmten Land ausliefern darf (z.B. Geoblocking bei Filmen), dann kaufst Du Dir eine Vermittlungsstelle in dem Land. Diese gibt Dir eine eigene Nummer und leitet alle Nachrichten an diese ausländische Nummer an Dich weiter. Die Gegenstelle kennt also nur die Vermittlungsstellennummer, aber die Vermittlungsstelle kennt Deine Nummer. Nennt sich VPN.
4.) Wenn niemand wissen soll, wer die Anfrage gestellt hat, dann verschlüsselst Du Dein Fax und schreibst Deine Rückfaxnummer drauf und verschlüsselst das ganze und gibst das an eine Vermittlungsstelle, die wiederum ihre Nummer und die letzte Nummer draufschreibt, selbst mit ihrem eigenen Schlüssel weiter verschlüsselt und an eine weitere Vermittlungsstelle weiterschickt und so weiter und so fort, bis sie nach mehreren Vermittlungsstellen bei der Gegenstelle landet und der Weg rückwärts geht. Dieses Ineinander-Verschlüsseln ist ziemlich sicher, erinnert an eine Zwiebel, also The Onion Routing, und dazu nutzt Du den oben erwähnten Tor-Browser.