Rein aus meiner Erfahrung ist Tumbleweed die einfachere (im Sinne von weniger komplex) Nummer als Leap. Leaps Zukunft hin oder her, die statischen Versionen mit jährlichen großen Sprüngen erfordern, dass man sich in bestimmte Procedere einließt. Ein Sprung von Leap 15.5 auf 15.6 etc. ist für mich persönlich komplizierter als jeden Samstag einmal ein zypper dup und ein sehr, sehr seltenes, quasi erst einmal passiertes rollback mit Snapper auf Tumbleweed zu machen. Dazu muss man sich mit statischen Releases immer mal wieder zeitfressende Workarounds für alte Versionen basteln, und das ist für mich unterm Strich aufwändiger. Leap kann auch nicht 100% automatisiert werden, da alle Jubeljahre laut Doku mal ein zypper dup von Nöten ist, um neue Abhängigkeiten rein zu ziehen.
Außerdem ist Tumbleweed als Projekt auch relativ sicher, da SUSE und openSUSE das als Upstream Testgelände benutzt, wohingegen Leap relativ stark konzeptionell umgebaut wird (wobei mir das alles noch nicht ganz so klar ist). Ich hab da ehrlich gesagt privat nicht den Bock, mich groß in Container einzuarbeiten, wenn es bei mir auf der Arbeit kein Thema ist.
Wenn du zu Leap tendierst wegen der Stabilität, würd ich dir davon eher abraten und dir ein Debian Stable empfehlen. Das kann bis auf die Hauptversionsupdates alle ~2 Jahre vollständig mit Updates automatisiert werden, so dass man nach der Eingewöhnungsphase 0 Systemwartung machen muss. (-> Unattendet upgrades + Gnome-Software/Discover).