Wie sich LibreOffice selbst in’s Abseits stellt

Hinweis: In dem Thema Wie sich LibreOffice selbst in’s Abseits stellt gibt es 3 Antworten. Der letzte Beitrag () befindet sich ganz unten auf dieser Seite.
  • Ein Gastbeitrag


    Das Ende von LibreOffice: Warum es an modernen Anforderungen scheitert - Sam's Tech-Tagebuch
    Erfahre, warum LibreOffice den Anschluss verpasst hat und welche Funktionen in der modernen Office-Welt fehlen. Ein Blick auf die Entwicklungen und…
    rueegger.me

  • Da ist sicher einiges dran. Ich glaube, dass der Sourcecode und die Architektur von LibreOffice aktuell nicht mehr hergeben, gerade in Bezug auf Mobile und Kollaboration. Im Herzen werkeln da noch StarOffice 5-Teile, die umgemodelt wurden. (StarOffice-Desktop raus und MSO-artig wieder Einzelprogramme, und das ganze auf Multi-Plattform getrimmt statt Windows). Sun hatte damals noch Teile in Java hinzugefügt. Nachdem Oracle und Sun weg waren, folgten Ergänzungen in Python. Jetzt bestehen also Abhängigkeiten von beidem. Schwierig, sowas in eine apk zu bündeln und dann noch Echtzeit-/Kollaborationsfähigkeiten reinzufrickeln.

    Es ist auch schon seit Ewigkeiten ein Problem, kommerzielle Erweiterungen wie Duden Korrektor für Libreoffice anzubieten, da die Schnittstellen suboptimal dokumentiert sind und sich auch mal ändern. So eine Wundertüte lässt sich nicht kommerziell supporten, da braucht es mehr Berechenbarkeit.


    Ich stecke zwar in der Entwicklung nicht drin, vermute aber insgesamt folgendes Problem:


    Technische Schulden – Wikipedia


    Auf die Dauer macht es dann selbst für die eigenen Entwickler kaum noch Spaß da mitzuarbeiten, weil alles viel zu unübersichtlich geworden ist.

    Für den Inhalt des Beitrages 317802 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Spaceloop

  • Als Privat Nutzer schätze ich an LibreOffice das es eben nicht in der Cloud läuft. Natürlich für Unternehmen ist das keine gute Lösung sehe ich schon ein. Auf KI in Office kann ich auch ganz gut verzichten. Wen ich eine KI gebrauche kann ich auf ChatGPT zurückgreifen.

    LibreOffice für Android vermisse ich schmerzlich es gibt zwar ein LibreOffice Viewer mit dem man in Experimenteller Modus auch Dokumente erstellen oder abändern kann aber die App hat einfach noch zu viele Bugs.

    Für den Inhalt des Beitrages 317847 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: casa6

  • Mag sein, dass LibreOffice ein paar technische Schulden hat und an einigen Stellen nachrüsten muss. Der Artikel von Samuel übertreibt aber aus meiner Sicht erheblich, suggeriert Dinge, die nicht stimmen und vermischt einiges, was nicht zusammengehört. Schlechte Recherche, tendenziöse Darstellung.


    Beispiel: Dass Firefox so spät auf Apple-Telefonen erschienen ist, lag nicht an Firefox, sondern an Apple. Die haben lange Zeit nämlich keinen zweiten Browser neben Safari im iStore zugelassen, und als sie es getan haben, war zunächst trotzdem erst mal nur WebKit als Rendering Engine erlaubt. Egal, ob die Oberfläche wie die von Chrome oder wie die von Firefox ausgesehen hat, unter der Haube steckte immer derselbe Browser. Zumindest war es meiner Erinnerung nach so, aber bitte korrigiert mich, falls ich mich irre.


    Wer täglich gezwungen ist, die Grütze-Software von Microsoft zu benutzen, der weiß auch: Bearbeiten von Dokument auf einem mobilen Endgerät zerstört die Dokumente auch heute noch, nach so langer Entwicklungszeit, viel zu häufig. Und was CoPilot angeht: In vielen Unternehmen ist die allgemeine Nutzung verboten. Das verschweigt der Artikel natürlich ebenso, wie die lausig schlechte Funktionalität von CoPilot. Ich habe das Teil ausprobiert, und abgeschaltet. Die Ergebnisse waren zum allergrößten Teil auf den ersten Blick sehr ansprechend. Wenn man nur oberflächlich hinschaut, will man das haben, denn man wenn es funktionieren würde, würde es einem viel Arbeit abnehmen. Auf den zweiten Blick aber macht es einem oft sogar zusätzliche Arbeit, weil es eben halluziniert, lügt und einfach nicht das liefert, was es verspricht.


    Meine Vermutung: Samuel hat nicht nur Apple Pages genutzt, um den Artikel zu schreiben, sondern er hat ihn gar nicht selbst geschrieben, und mindestens Teile von CoPilot schreiben lassen. Auch der Inhalt freut Microsoft nämlich bestimmt, und Samuel ist ja auch kein Unbekannter, was negative Stimmungsmache gegen Linux und (F)OSS angeht.

    Für den Inhalt des Beitrages 317849 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: F9Race