VirtualBoxQt geht mit KDE Plasma6, aber nicht mit IceWM und Fluxbox

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  • Hallo zusammen,

    ich habe seit einiger Zeit (genau eingrenzen kann ich es leider nicht) ein kleines Problem mit VirtualBox (VBox):

    Wenn ich VBox in einer KDE-Sitzung mit Plasma 6 starte, läuft alles, wie es soll.

    In Fluxbox- und IceWM-Sitzungen hingegen wird bei Start mit $ VirtualBox aus einem Xterm heraus scheinbar ein minimiertes Fenster auf die Toolbar gelegt. Dieses Fenster bleibt jedoch minimiert, egal was und wie ich klicke, rechts, links, einfach, doppelt. Wenn ich versuche, die Applikation (das minimierte Fenster, wenn es denn eines ist) zu schließen, erscheint nach einigen Versuchen ein Dialog-Fenster mit folgender Fehlermeldung:


    Code
    Client VirtualBoxQt. VirtualBoxQt mit PID 9820 antwortet nicht. 
    Möchten Sie diesen Client beenden?

    Wenn ich hier auf "Ok" klicke, passiert gar nichts.

    Wenn ich versuche, mich aus der Window-Manager-Sitzung abzumelden, geht das auch nicht, weil der VirtualBoxQt-Prozess noch läuft.

    Was meistens hilft, ist, Strg-C im Xterm-Fenster, aber manchmal tut sich auch da nicht gleich etwas.

    Das einzige, was den Prozess zuverlässig beendet, ist:


    Code
    $ kill -9 9820

    Ja, total unelegant.


    Wie gesagt: Das Problem tritt nur mit "normalen" Window-Managern auf, nicht mit KDE (Gnome habe ich nicht probiert). Deshalb ist es kleineres Problem. Ich kann ja meine virtualisierten Systeme (hauptsächlich Windows 11) nutzen, einfach indem ich halt KDE nutze. Manchmal wäre mir was Schlankeres, eben Fluxbox oder IceWM halt noch etwas lieber.


    Nun ist die Preisfrage: Wieso geht's nicht in Fluxbox und IceWM, wenn es doch in KDE prima läuft?

    Ich sehe mehrere mögliche Ursachen, und wäre dankbar für ein paar Tipps, wie ich das Problem weiter eingrenzen kann:


    #1: Es gibt ein Problem mit Policy Kit (oder wie das heißt), das in KDE genutzt, von anderen Window-Managern aber nicht mal ignoriert wird. Damit hatte ich vor ziemlich Zeit schon mal Probleme. Weil es so lange her ist, kann ich mich leider nicht erinnern, was die Lösung war. :(

    #2: Das Problem ist Qt. Die "normalen" Window Manager unterstützen oft Gtk besser (oder ausschließlich), und die VBox-GUI ist eine Qt-Anwendung. Dagegen spricht allerdings, dass andere Qt-Anwendungen, wie Kate, Dolphin etc. allesamt problemlos laufen.

    #3: KDE stellt noch irgendeine Umgebungsvariable o. ä. bereit, aus einer KDE-spezifischen Konfigurationsdatei, von der die Window Manager nichts wissen.


    Seht Ihr noch andere mögliche Ursachen?

    Wie könnte ich das weiter eingrenzen?


    Ein paar Eckdaten zu meinem System:


    OpenSUSE Tumbleweed 64-Bit

    Stand: 2025-05-05

    Kernel: 6.14.4-1-default

    VirtualBox 7.1.8-1.1, installiert aus dem Main Repository (OSS)

    Extension Pack mit selber Version, bezogen direkt von virtualbox.org (Oracle)


    Anbei noch ein Bildschirmabzug aus einer IceWM-Sitzung. Hier kann man sehen, dass Dolphin kein Problem macht, während sich das Fenster von VirtualBoxQt einfach nicht öffnen will.


    Ganz herzlichen Dank schon mal vorab für eure Unterstützung!

  • Ich glaube das es daran liegt, das Fluxbox und iceWM nur minimale DE’s sind. Die sind dafür gedacht, wie du schon richtig sagst, schlanke und schnelle Systeme darzustellen. Da wird wohl ein Sonderfall wie VBox nur bedingt oder gar nicht funktionieren. Sicher werden da entscheidende Dateien fehlen, aber welche kann ich dir auch nicht sagen, da ich so etwas wie VBox und erst Recht Fluxbox und IceWm, nicht nutze.

  • Ich glaube das es daran liegt, das Fluxbox und iceWM nur minimale DE’s sind. Die sind dafür gedacht, wie du schon richtig sagst, schlanke und schnelle Systeme darzustellen. Da wird wohl ein Sonderfall wie VBox nur bedingt oder gar nicht funktionieren. Sicher werden da entscheidende Dateien fehlen, aber welche kann ich dir auch nicht sagen, da ich so etwas wie VBox und erst Recht Fluxbox und IceWm, nicht nutze.

    Vielen Dank für deine Gedanken. Ganz so einfach ist es, glaube ich, dann aber auch wieder nicht. Denn bis vor Kurzem konnte ich VBox auch mit Fluxbox nutzen, und viele andere Nutzer können das immer noch. Irgendwie geht es also. Die Frage ist nur: Was fehlt in Tumbleweed zumindest bei mir in Fluxbox und IceWM, was KDE bereit stellt? Gibt es einen Aufrufparameter für die Qt GUI, der das Problem lösen würde?


    Beispiel Signal-Messenger: Die Desktop-App muss ich bei einfacheren Window Managern mit expliziter Angabe des Passwortspeichers aufrufen. In KDE muss ich das nicht, weil dort KWallet automatisch gestartet wird, wenn es benötigt wird. Mit dem zusätzlichen Parameter beim Aufruf läuft dann aber Signal auch mit IceWM und Fluxbox astrein. Vielleicht ist es bei VBox ja seit Neuestem ähnlich. Wenn das so sein sollte, weiß ich nur nicht, welchen Parameter ich mit welcher Syntax mitgeben sollte.

    Für den Inhalt des Beitrages 319540 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: F9Race

  • Tja, mein Guter. Tut mir leid. Wie gesagt, ich nutze so etwas nicht und kann dir daher nicht weiter helfen. Vielleicht hat noch ein anderer eine Idee. Einfach mal etwas abwarten. Am Rande bemerkt ist Tumbleweed mit IceWm und Fluxbox auch eher unüblich.

  • Tja, mein Guter. Tut mir leid. Wie gesagt, ich nutze so etwas nicht und kann dir daher nicht weiter helfen. Vielleicht hat noch ein anderer eine Idee. Einfach mal etwas abwarten. Am Rande bemerkt ist Tumbleweed mit IceWm und Fluxbox auch eher unüblich.

    Ja, danke, ich hoffe, dass noch jemand eine Idee hat. Wenn nix kommt, habe wohl nur ich das Problem (und es ist ja kein großes).

    Beide Window Manager sind übrigens schön vorkonfiguriert, schöner als in einigen anderen Distributionen, wobei IceWM noch etwas mehr Liebe bekommen hat als Fluxbox.

    Und üblich oder nicht bei TW: Sie sind dabei, sie werden offensichtlich aktiv gepflegt und es gibt/ich habe Gründe, sie hin und wieder zu benutzen.

    Für den Inhalt des Beitrages 319542 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: F9Race

  • Nach über zwei Wochen und mehr als 375 Zugriffen scheint nach wie vor niemand eine Idee zu haben, was der Grund für den seltsamen Unterschied im Verhalten von VirtualBoxQt in "einfachen" Window-Manager-Umgebungen gegenüber KDE Plasma 6 sein könnte. Vielleicht habe ich das Problem nicht verständlich genug beschrieben, vielleicht bin ich der einzige, der es hat. Wie dem auch sei: Ich denke, dass es wenig Sinn hat, die Diskussion ewig offen zu halten


    Ich markiere die Diskussion als "ERLEDIGT."


    Vielen Dank an alle, die sich beteiligt oder wenigstens mal reingeschaut haben.

    Für den Inhalt des Beitrages 319703 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: F9Race