Beiträge von CoBo

    Zitat von Alero

    Und damit hast du die Überschrift deines ersten Post komplett widerlegt.

    Dem möchte ich doch heftigst widersprechen!


    Ich gebe zu dass ich mit OpenSuse Linux immer verwöhnter werde: Man startet die Installation - und am Ende hat man ein System wo zunächst mal "alles" funktioniert - von der Hardware bis zu einer ganzen Reihe von Anwendungen. Davon können Benutzer anderer Systeme höchstens träumen!


    Leider ist da eben standardmässig eine ganz "hundsnormale" de_CH Tastatur nicht MEHR mit inbegriffen. Was sie früher einmal war, bis ca. Version 12 oder 13. Für uns ein klarer Rückschritt also!


    Und leider auch nicht einfach so dass man irgendwo einen offensichtlichen Schalter umlegt und gut ist: Wenn man meinen Weg von Post #1 bis #23 verfolgt dann muss ich doch sagen: dieser Weg war doch ZIEMLICH lang!


    Ich würde mit Sicherheit sagen dass da ein Benutzer ohne zig Jahre Computererfahrung den Weg kaum jemals gefunden hätte, zumal ich ja im Forum zwar viele hilfreiche Tipps bekommen haben (nochmals Dank an alle dafür!), aber finden musste ich ihn am Ende doch selber.


    Hier wird Linux dann halt wieder seinem Bastler-Tüftler-Wurstler-Image gerecht. Was mich selber zwar nur mässig stört, aber wenn ich schon nur an meine Computer-affinen Söhne denke: für die wäre dieser Weg womöglich schon der "Linux-Killer" gewesen: die würden NIE die Geduld aufbringen, die ich da jetzt hinein gesteckt habe!


    Wie schon in anderen Postings geschrieben kann ich über die Motive nur spekulieren. Auf "gängigen" Tastaturen wie en_US oder de_DE haben Deadkeys natürlich keine zwingende Funktion: sie dienen der Eingabe von normalerweise "unnötigen" Zeichen. Und da mag es dann irgendwie "Lager" geben die solche Funktionalität entweder lieber "low level" oder "high level" implementieren wollen. Ok, alles Spekulation, und ich habe auch kein Interesse an "Glaubenskriegen" wie ich sie aus der Linux- (und früher OS/2- bzw. CP/M-)Szene zur Genüge kenne. Bringt am Ende nix ausser Verwirrung!


    Dumm also nur dass es Tastatur-Layouts gibt wo Deadkeys von der Hardware fest vorgesehen sind: dort zumindest sollte deren Aktivierung Standard sein - egal was irgendwelche Puristen davon halten.


    KURZ: die Überschrift des ersten Posts beschreibt einen weiterhin existierenden MIssstand für alle "Normalanwender" von OpenSuse Leap in der Schweiz (und vermutlich anderen Ländern), zumindest mit Gnome-Oberfläche!


    Dass ich da schliesslich nach einer halben Nacht eine Lösung gefunden habe beweist rein garnichts - oder wenn schon dann höchstens eben dies: dass hier ein Rückschritt statt gefunden hat in der OpenSuse-Entwicklung.

    Ha!


    ...und jetzt geht's auf einmal auch mit der "Compose"-Taste!


    Dank an Agnes für den Tipp: hat jetzt plötzlich genau so funktioniert wie du es beschrieben hast! Vielleicht war "nach Mitternacht" nicht ganz die richtige Zeit um es aus zu probieren...


    KURZ: So viele FUNKTIONIERENDE Eingabemöglichkeiten für so gut wie ALLES hatte ich glaube ich in all meinen Computer-Jahrzehnten noch nie! ☺


    → अभी ÄÖÜ भी अती हौं - и тоже по русски - et Frédéric et François aiment leur Citroëns et Škodas ...

    Compose Keys


    Inzwischen habe ich bezüglich Compose Keys zweierlei gelernt:


    1. das Feature sieht tatsächlich sehr interessant aus! :)


    2. über Einstellungen - Tastatur - Texteingabe komme ich zwar zur Compose-Taste; die ist und bleibt aber "deaktiviert" - da kann ich mich auf den Kopf stellen! :-((


    Virtuelle Tastatur


    Auf der anderen Baustelle bin ich aber unterdessen deutlich weiter: "florence" scheint doch so ziemlich die virtuelle Bildschirm-Tastatur zu sein die ich brauche! Man fügt dann einfach noch über Einstellungen - Region und Sprache - Eingabequellen die benötigten Sprachen hinzu. Schaltet man auf dem Titelbalken dann die Eingabequelle um ändern sich die Zeichen auf der florence-Tastatur entsprechend. (Dafür dass das auch für Hindi funktioniert musste ich in florence noch ein anderes Font auswählen). Das Sahnehäubchen ist dann noch die Gnome-Extension die einen florence-Button in den Titelbalken setzt um die Tastatur jederzeit aufrufen zu können. In der Grösse lässt sie sich beliebig anpassen: Was will man noch mehr?

    Zitat von Agnes

    Ich habe das Prinzip der schweizer Tastatur und den toten Tasten verstanden, aber @Berichtigung noch nicht.
    Wenn du ein ß eingeben willst, wäre das nach deinem „Spickzettel“ [^]+[5], stimmt's?

    Im grossen Ganzen scheint der "Spickzettel" zu stimmen, aber mit so "exotischen" Zeichen wie dem Ess-Zett irgendwie doch nicht! Ich hatte es ehrlich gesagt noch nie probiert, aber jetzt eben durch probieren habe ich herausgefunden dass ich es durch AltGr-s erzeugen kann: ß. Ist halt in unserer offiziellen Rechtschreibung komplett abgeschafft, sodass ich es auch nie irgendwo verwende.


    Was "Compose-Keys" sind ist mir allerdings völlig neu: Ich werde es mal googeln und herausfinden.


    Einen möglichen Grund für die "Abschaffung" der Deadkeys auf der X11-Ebene habe ich in englischen Foren gefunden: Einige Softwaren ziehen es heutzutage vor, die Tastatureingaben irgendwie selber zu "verwursten" - und da können dann Probleme entstehen wenn schon auf einer tieferen Ebene so "seltsame" Dinge geschehen wie mit der Interpretation gewisser Tasten als "dead keys". Ok - das Problem muss ich wohl lösen wenn ich es gelegentlich habe!


    Eine ganz andere Baustelle mit Tastaturen:


    ...nicht nur Deutsche Tastatur, sondern auch Hebräisch, Griechisch und noch ein paar Lateinische Tastaturbelegungen...

    Das finde ich ja im Prinzip auch eine coole Sache: für mich wären da vor allem Russisch und Hindi von Interesse, weil ich das manchmal wirklich schreiben will. Ist ja auch keine grosse Kunst, auf diese Tastaturbelegungen zuzugreifen und sie einzustellen - nur stimmt dann halt die Beschriftung auf den Tasten nicht mehr! Man braucht dann immer einen Spickzettel - und das ist obermühsam. Das klappt auf dem Telefon besser wo die "Tastatur" immer nur eine virtuelle ist: da kann ich mit einem Wisch auf Hindi oder Russisch umschalten und dann weiter tippen wie normal! Auf dem Compi gehe ich da dann meist über Google Transliterate (nicht zu verwechseln mit Google Translate).


    Da wäre ich aber noch auf der Suche unter Linux nach dem idealen Teil (unter den tausenden die es tatsächlich ja gibt):


    • ENTWEDER eine virtuelle Tastatur, die klein ist (sodass sie nicht den halben Bildschirm weg frisst) und die sich leicht auf andere Sprachen (insbesondere eben Russisch und Hindi) umschalten lässt: die meisten existierenden virtuellen Tastaturen können sowieso nicht Sprachen umschalten, während andere es vielleicht können, aber dann sonst irgendwie sehr nervig sind
    • ODER eine Art "Bildschirm-Spick", wo meine normale Tastatur (de_CH) mit den dort tatsächlich aufgedruckten Zeichen abgebildet ist, und dann zusätzlich die jeweiligen Zeichen einer anderen Schrift


    Ok, letzteres kann man sich auch leicht selber basteln, aber ersteres wäre sehr viel schöner noch! ;)


    (Diese Frage ist hier aber jetzt nur quasi rhetorisch gestellt: meine ursprüngliche Frage ist ja gelöst sodass ich den Forums-Thread auch als "gelöst" markiert habe - mit der Kurzfassung der praktischen Lösung in meinem Post #13)


    Und zum Schluss als Dreingabe noch ein paar Deadkey-Erzeugnisse: Ä Ï Ë Ÿ ẅ ẍ Ö í ṕ ś ñ ã ŝ ŷ ô .............

    Ich bin ja etwas platt wie du einfach so behaupten kannst "du brauchst es nicht" - da ich es doch ganz offensichtlich brauche: Ich will einfach die Zeichen eingeben die meine Tastatur gemäss aufgedruckter Zeichen generieren kann!


    Ansonsten erzähl mir doch mal wie die ganz echten Linuxer mit einer ganz GEWÖHNLICHE (und keineswegs "etwas andere") CH-Tastatur ein grosses Ü erzeugen!? Diese Antwort bist du mir bisher schuldig geblieben! (Man bewundere meine schönen grossen Umlaute die ich hier untergebracht habe!!)


    Falls du es überhaupt weisst, was ich - mit Verlaub! - jetzt mal ganz frech und ehrlich zu bezweifeln wage... ;) Denn selbst deine "damalige" Thinkpad-Tastatur hatte ja vermutlich ein "deutsch-deutsches" Layout wo man keine Deadkeys braucht!


    Dies ein Dokument zur Standard de_ch Tastatur: Tastatur de_CH


    Ansonsten auch egal, denn letztlich habe ich die Antworten ja inzwischen bekommen bzw. gefunden die ich brauchte.


    Dennoch auch Dank für deine Bemühungen!


    Und dass du auch Sachen weisst die ich nicht weiss: diese Befriedigung sei dir allemal gegönnt - das erwarte ich eigentlich bei jedem Menschen dem ich begegne !! ;)

    Aus reiner Neugier würde es mich natürlich jetzt noch brennend interessieren warum um Himmels Willen jemand auf die Idee kommen konnte, standardmässig für die Schweizer Tastatur die Deadkeys auszuschalten!


    Hypothesen:


    - Meine Tastaturen sind schon ein paar Jahre alt (Notebook ist Thinkpad T430s und auch die separate Tastatur ist sicher mindestens 5 Jahre alt) und neue CH-Tastaturen sind tatsächlich anders: muss mal in Computerläden schauen... !??


    - Deadkeys sind irgendwie "out" bei der Linux-Gemeinde - und es gibt statt dessen einen supercoolen neuen Weg zum Ziel - den nur weder ich noch sonst jemand in diesem Forum gekannt hat... !??


    - Es war einfach ein Versehen - und viele Schweizer haben es einfach hingenommen - zumal man auf unseren alten Schreibmaschinen natürlich sowieso nie grosse Umlaute schreiben konnte: jeder schrieb immer nur Ae, Oe und Ue... !??


    Nun, letztlich ist es auch egal - Hauptsache es gibt eine Lösung für das Problem! ;)

    @Sauerland


    Ok, der Befehl "localectl" scheint immerhin interessante Ergebnisse zu liefern! Der wird jedenfalls verwendet in dem verlinkten Text.


    Der Befehl


    Code
    localectl set-x11-keymap ch microsoftpro de_sundeadkeys


    bewirkt dass in der Datei /etc/X11/xorg.conf.d/00-keyboard.conf die Einstellung de_nodeadkeys in de_sundeadkeys verändert wird.


    Und wiederum in /usr/share/X11/xkb/symbols/ch kann man sehen dass das tatsächlich die angestrebte Veränderung bewirken sollte (Auszug):




    Allerdings mit Betonung auf "sollte": in Wirklichkeit ändert sich rein garnichts!


    Woraus ich nur schliessen kann dass diese Ebene offenbar nicht die richtige ist: Linux hat ja oft genug viele Wege um ein Ziel zu erreichen, und dieser scheint nicht der zu sein der auf meinem System tatsächlich ausgewertet wird!


    An dieser Stelle hat aber schliesslich der Tipp von Agnes weiter geholfen: dconf-Editor...


    Tatsächlich stand unter org/gnome/desktop/input-sources noch immer (also auch nach obigem Befehl) der Eintrag:


    Code
    sources=[('xkb', 'ch+de_nodeadkeys')]


    Das jetzt einfach mal "stinkfrech" auf ...sundeadkeys... verändert - und siehe da: JETZT FUNKTIONIERT'S !!!


    Jetzt kann ich ganz einfach schreiben: ÄÄÄÄ ÖÖÖ ÜÜÜ - ohne Ende !!!!


    Drum nochmals kurz als Zusammenfassung für eventuelle verzweifelte Schweizer OpenSuse-Leap-Benutzer:
    1. dconf-Editor installieren

    2. dort auf org/gnome/desktop/insput-sources gehen


    3. dort dann "de_nodeadkeys" in "de_sundeadkeys" verändern

    - speichern - fertig!

    Ja, der dconf-Editor - schnell mal nachinstallieren...


    Ok, dort sieht's genauso aus wie bei dir: mit explizit "de+nodeadkeys" - nur warum?


    Leider weiss ich damit nur dass es offenbar "böse Absicht" ist wenn die Deadkeys nicht funktionieren, aber nicht wie ich diesen Fehler korrigieren kann...


    Inzwischen habe ich auch die Datei /usr/share/X11/xkb/symbols/ch gefunden, und dort steht doch tatsächlich explizit folgendes im ganz gleichen Sinne (Ausschnitt):


    Code
    partial alphanumeric_keys
    xkb_symbols "de_nodeadkeys" {
        // modify the basic Swiss German layout not to have any dead keys
        include "ch(basic)"
        name[Group1]= "German (Switzerland, eliminate dead keys)";
        key <AE11> { [  apostrophe, question,        acute  ] };
        key <AE12> { [ asciicircum,    grave,   asciitilde  ] };
        key <AD12> { [   diaeresis,   exclam, bracketright  ] };
    };


    Und das sind natürlich exakt die drei Tasten, die als DEADKEYS funktionieren SOLLTEN: acute, asciicircum, grave, asciitilde und diaeresis...


    Aber es sieht auch so aus als wäre diese Funktion ABSICHTLICH ausgeschalten worden - nur wozu? So weit ist der Effekt nur der dass halt meine Tastatur nicht mehr funktioniert!


    In anderen Worten: "irgendwo dort" werde ich wohl herumbasteln müssen - falls mir niemand erklären kann wie ich auf "legalem" Weg einen funktionierenden Tastatur-Support hinbekommen kann..


    SEHR komisch!


    Und in einem Punkt jat ja definitiv auch "Berichtigung" recht: Warum haben andere DE_CH Benutzer das Problem nicht? Oder haben sie es doch und melden sich nicht?? Oder gibt's gar keine???


    Rätsel über Rätsel - und weder eine Erklärung noch eine Lösung in Sicht weit und breit! ;)

    @Agnes: Nein, meine Angaben waren veraltet - und ich habe sie jetzt aktualisiert: Ich arbeite mit Leap 42.3 und Gnome 3.20. Im alten System mit OpenSuse 13.irgendwas und einem älteren Gnome hat's noch funktioniert mit meiner Tastatur!


    Und genau die von dir im Screenshot gezeigte Einstellung habe ich gewählt - und eben dies scheint für meine Tastatur eben nicht zu funktionieren! Eben weil auf unserer Tastatur eine Menge "Deadkeys" zu finden sind - ausser den Umlaut-Punkten auch noch ein Accent-Aigu, ein Circonflex, ein Grave und die "spanische Wellenlinie". Die funktioneren jetzt alle nicht.


    Berichtigung: Ja, auf den Feldern wo ich frage bin ich tatsächlich so dumm dass ich die Antworten nicht weiss - sonst würde ich nämlich nicht fragen! ;)


    Anderes weiss ich hingegen besser als du zu vermuten scheintst (bin immerhin seit den 70-ern "im Geschäft"...). Beispielsweise was UTF-8 ist usw. usw.: das hat nun aber definitiv mit meiner Frage nichts zu tun! Meine Fragen betreffen die Tastatur, nicht die Zeichen-Codierung.


    Und da geht es auch definitiv um Deadkeys, weil die eben auf meiner physisch vorhandenen Tastatur die vorgesehene Lösung des Problems darstellen. Ok, für die grossen Umlaute gäbe es auch noch ein etwas umständliches Workaround:


    Caps-Lock ein - kleines ü - Caps-Lock aus -> Ü. Für die Akzente hilft es aber auch nicht. Sonst bleiben dann nur entweder Ue oder ¨U - beides eher doof.


    Die von dir gezeigten Einstellungen aus dem KDE-Desktop sehen in der Tat etwas vielfältiger aus als meine von Yast2 / Gnome (siehe Screenshot bei "Agnes"), aber ebenso wie "Agnes" habe ich das Teil nicht installiert, und ich fürchte auch dass es bei mir nicht viel helfen würde.


    Ansonsten wäre es natürlich sehr schön wenn sich hier ein SCHWEIZER Benutzer von Leap und Gnome fände der tatsächlich eine Antwort weiss und nicht nur mitraten kann! (Oder tummeln die sich in den englischen Foren - vielleicht weil ihnen die deutschen "zu deutsch" sind?? hmm...)


    Kurz: Ich fürchte ich werde selber noch etwas mehr recherchieren und probieren müssen - vielleicht mit irgendwelchen xkb-Einstellungen und Kommandozeilen-Programmen...