Nvidia verträgt sich überhaupt nicht gut mit häufigen Kernel-Updates. Gerade erst im jüngsten 5.9 Kernel war der Nvidia-Treiber Wochenlang kaputt (Nvidias Schuld). Abgesehen davon rückportiert SUSE Hardwarekompatibilität und einige Features aus aktuelleren Kernel Versionen (bspw. neuere btrfs-Features). Der SLE Kernel ist stark erweitert im Vergleich zum Vanilla-Kernel.
Jetzt mal weg von der Home-User Sicht: openSUSE teilt sich viel von SLEs, und das ist für Unternehmen konzipiert. D.h. du willst ja ein System für einen spezifischen Zweck aufsetzen, und du möchtest nicht, dass sich das Verhalten des Systems durch ein Update ändert, denn das kann Downtime und einen manuellen Eingriff nach sich ziehen, und das kostet Geld. Die Hardwarekompatibilität zu neuer Hardware ist auch nicht so wichtig, da werden oft Maschinen einfach bis zum Tod geritten. Da ist es einfach wichtiger, dass laufende Maschinen nicht aufhören zu laufen. Andersherum kann ich mir ja vor dem Aufsetzen die Maschine und das Betriebssystem aussuchen, dass die zusammen passen.
Als Heimanwender: Klar, da ist TW abgesehen vom höheren Wartungsaufwand eigentlich die bessere Distribution (natürlich nicht uneingeschränkt, TW hat trotz des QA ab und an mal Fehler, die man einem Normalo-User nicht zumuten kann).