Beiträge von Spaceloop

    Hallo,


    ich habe gerade ewig versucht, unter einem Tumbleweed-System ein Windows-Desktop-Programm von 2009 mit PlayonLinux aus dem rpm aus den Repos zu installieren. Irgendwie habe ich es nicht geschafft und wurde ständig mit Abstürzen konfrontiert.


    Als letzten Ausweg habe ich dann das PlayonLinux-Flatpak von Flathub installiert, und plötzlich ging alles mühelos. Das Flatpak wurde erst kürzlich aktualisiert, das rpm stammt dagegen von letztem Februar. Das Flatpak bündelt viele Abhängigkeiten, während bei der rpm-Version die Abhängigkeit Wine seit Februar vermutlich öfter geupdatet wurde...


    Ein Bonus ist, dass das nicht mehr supportete Windows-Programm die Angewohnheit hat, einen nicht mehr vorhandenen Update-Server kontaktieren zu wollen. Diese Internetzugriffe lassen sich beim POL-Flatpak leicht abdrehen, ohne tiefer in die Firewall einsteigen zu müssen. Dazu kann man POL einfach die Netzwerk-Berechtigung entziehen, sei es per Kommandozeile oder per FlatSeal.


    Andererseits: das rpm wird offiziell durch openSUSE bereitgestellt, während die Quellen des Flatpaks von Flathub nicht ganz so eindeutig sind.


    ich habe jetzt POL einfach zweifach auf dem System belassen und im Startmenü mit "Flatpak" und "RPM" gekennzeichnet. Ich habe in beiden Varianten Programme hinterlegt. In der Praxis stellt das aber kein Problem dar, wenn man sich aus dem jeweiligen POL Verknüpfungen für den Desktop generieren lässt, und die Programme darüber startet.


    Wie sind eure Erfahrungen mit PlayOnLinux unter Tumbleweed? Habt ihr auch Unterschiede bzgl. Kompatibilität festgestellt? Eine Version, die ihr bevorzugt?

    Was ist denn dein primäres Anwendungsgebiet?


    Ansonsten: Wenn dir Sicherheit bei wenig Aufwand wichtig ist, und du mit einem containerbasierten System leben kannst: In der Linux User 12/24 war ein Artikel, wonach ein solches System mit openSuse Aeon recht leicht aufzusetzen ginge. Allerdings ist diese openSUSE-Spielart noch nicht final.

    TPM-Vollverschlüsselung mit LVM und LUKS2 unter OpenSuse Aeon - LinuxCommunity
    Bei Sicherheitsexperten steht Vollverschlüsselung via TPM hoch im Kurs. Wir unternehmen einen Versuch mit OpenSuse Aeon. Aktuelle Hardware verfügt häufig über…
    www.linux-community.de

    Hanau verbietet Ortung von Kindern in Kitas

    Manche Eltern kontrollieren ihre Kinder per Smartwatch oder Handy. In den Kitas in Hanau wird das bald verboten - die Stadt nennt die Überwachung "überflüssig und kontraproduktiv".

    Weil Eltern Kinder überwachen: Hanau verbietet GPS-Tracker und Smartwatches in Kitas
    Manche Eltern kontrollieren ihre Kinder per Smartwatch oder Handy. In den Kitas in Hanau wird das bald verboten - die Stadt nennt die Überwachung "überflüssig…
    www.hessenschau.de


    Ein Bericht aus der Hessenschau. Ich finde es einfach krass, Kindern quasi eine Art elektronische Fußfessel anzulegen um sie buchstäblich auf Schritt und Tritt überwachen zu können. Insbesondere sind Kindergartenkinder ja unter permanenter Aufsicht. D.h. der Tracker zeigt auf 15m genau in der Regel einfach das Kindergartengrundstück als Standort an...


    Es gibt auch ein Interview auf Netzpolitik.org dazu:

    GPS-Tracker für Kinder: „Kinder haben auch ein Recht auf Privatsphäre“
    Die Hälfte aller Eltern von Kindern im Alter zwischen drei und 14 Jahren kann sich vorstellen, diese permanent zu orten. Hier erzählt die Medienpädagogin…
    netzpolitik.org


    Abgesehen von den Argumenten wie Privatsphäre und vertrauensbasierte Erziehung finde ich die zwei weiteren dort genannten Aspekte wichtig:


    1) Hersteller und Softwarearchitektur hinter solchen Lösungen sind nicht immer klar. In welcher Cloud in welchem Land landen die Daten, d.h. mehr oder weniger personalisierte Standortdaten und Bewegungsprofile am Ende? Wird die Software gepflegt oder klaffen dort evtl. große Sicherheitslücken? Wird sichergestellt, dass die (Standort-/Bewegungs-)Daten nicht in falsche Hände gelangen und am Ende in irgendeiner Form sogar GEGEN das Kind eingesetzt werden?


    2) Das zweite Argument von Netzpolitik.org: Viele Kinder, die die Funktion der Überwachungslösung ab einem gewissen Alter verstehen, mögen die permanente Überwachung tatsächlich und ehrlicherweise auch nicht, fühlen sich aber gegenüber den Eltern verpflichtet. Allerdings wollen auch heutige Kinder ab und zu Geheimnisse vor ihren Eltern haben... Wenn sie etwas aushecken, um ihre Grenzen zu testen, wird dann die Uhr/das Handy/der Tracker abgenommen und an den nächsten Baum oder Zaun gehängt. --> Und hier ist eben die große Befürchtung, dass ab diesem Zeitpunkt die Kinder ALLES, was sie dann erleben oder über alles was ihnen zustößt, möglichst lange gegenüber den Eltern verheimlichen werden. Wenn sie also "versprochen" haben, den Tracker zu tragen, ihn aber abgenommen und an einen Zaun gehängt haben -- und sie kurz danach drei Straßenecken weiter sexuell belästigt werden, könnten sie das verschweigen. Aus Angst und Scham, da sie dann den Regelverstoß zugeben müssten, die Uhr abgenommen zu haben.


    Nicht nur aus diesem Grund stören Überwachungslösungen das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kindern.


    Eine Steigerung zu Trackern und GPS-Uhren ist die IP-Kamera im Kinderzimmer. Aus dem weiteren Bekanntenkreis wurde mir sogar schon von jemandem berichtet, der ein IP-Kamera-System aus mehreren Kameras in seiner Wohnung installiert hat. D.h. er hat sie zu einer Art Big-Brother-Container gemacht. Begründung ist seine Verantwortung als Vater, und weil er seinen Kindern während der Arbeit so gern bei spielen zuschaut...


    Sobald das Kind alleine durchschläft und sich halbwegs artikulieren kann, also dem Babyphone-Alter entwachsen ist, ist die Überwachungskamera im Kinderzimmer ein brutaler Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Insbesondere gilt natürlich der obige Punkt 1 bzgl. der Sicherheit der Kameras auch hier. Das Kind hat hier seinen Rückzugsraum und ab einem gewissen Alter auch mal das Recht auf einige ungestörte Momente. Zudem werden von der Überwachung auch Spielkameraden erfasst usw.


    Auf gutefrage.de gibt es inzwischen einige bedenkliche Beiträge:


    IP-Kamera mit Nachtsichtfunktion(!) im Zimmer einer 10-jährigen(!):

    Kamera Kinderzimmer?
    Ob übertrieben oder nicht hängt vom Einzelfall ab und kann aus der Ferne nicht beurteilt werden. Die rechtliche Seite jedoch ist klar geregelt: in…
    www.gutefrage.net


    Ein Nachhilfelehrer, der sich über die Kamera im Zimmer einer 11-jährigen wundert:

    Kamera im Kinderzimmer?
    Klingt ziemlich krank und bei einem pubertierenden Mädchen sind da schon voyeuristische Ansätze elterlicherseits zu erahnen. Du selber kannst da…
    www.gutefrage.net


    Die Eltern-IP-Kamera im Zimmer des 13-jährigen Kumpels...

    Ist es legal, eine Kamera im Zimmer des Kindes aufzustellen?
    Nein das ist nicht erlaubt, eine Ausnahme wäre bei entsprechender Beeinträchtigung des Kindes die Gesundheit/ Sicherheit gefährden würden.
    www.gutefrage.net


    Ein Kind, dass sich darüber gruselt, dass die neue Kamera in seinem Zimmer, im Gegensatz zur alten, nicht mehr anzeigt wenn sie aktiv ist:

    Kameras im Kinderzimmer?
    Mir drängt sich der Verdacht auf, Du solltest mit Deinen Eltern mal darüber sprechen wie viel Privatsphäre in Deinem Alter angemessen ist. Ich…
    www.gutefrage.net



    Dürfen meine Eltern eine Kamera in meinem Zimmer anbringen?
    Auch Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre. Ansonsten einfach Kamera jedes mal abdecken. Zukleistern etc.... Und auf die Hackinggefahren hinweisen die…
    www.gutefrage.net


    Ich frage mich echt, was das soll - 13-jährige in ihrem Jugendzimmer zu überwachen.

    Und bei dem Fall mit der Nachtsichtfunktion könnte ... ist es IMHO nicht mehr komplett abwegig, evtl. auch noch ganz andere Motive der Eltern in Erwägung zu ziehen... :wacko:


    Ich frage mich, wie sich das alles insgesamt weiter entwickeln wird. Wie werden sich permanent von ihren Eltern getrackte und gefilmte Kinder als Erwachsene entwickeln?


    A) Werden sie permanente Überwachung gewohnt sein und als natürlich empfinden? Oder sogar große Unsicherheit empfinden, wenn mal kein Big Brother in der Nähe ist? Wird das ein Geschäftsmodell in 50 Jahren, dass sie sich jemand buchen können, der sie anstelle der Eltern überwacht, damit sie sich sicher fühlen? Und ihre Wohnung freiwillig verwanzen?


    B) Es kommt das große Erwachen, sie erkennen die Übergriffigkeit ihrer Eltern und halten es ihnen vor. Sie werden besonders sensibel hinsichtlich des Schutzes ihrer Grund- und Persönlichkeitsrechte und installieren Standardmäßig Tails OS und gehen mit Tor ins Internet...

    Was mir hier aber absolut nicht klar ist. Warum lässt man die 15.6 nicht einfach stehen bis die 16.0 fertig ist? Was soll der Quatsch mit den Zyklen? Sind die in Stein gemeiselt? So ein Dummfug.

    Theoretisch hast du recht. Ich denke, in der Praxis liegt das Problem aber darin, dass SUSE in der Roadmap schon seit Ewigkeiten die 15.7 für SLED eingeplant hat, mit Erscheinungsdaten und Supportzeitraum. Das Ende des Supports von SLED 15.6 steht bereits ebensolange fest. SLED und Leap sind aktuell sehr eng verbunden, und viel wird automatisiert hin und her geschoben. Wenn SLED 15.6 ausläuft, dürfte es faktisch unmöglich sein, Leap 15.6 durch das openSUSE-Projekt allein weiter zu unterstützen, während SLED mit 15.7 weitermacht. Insofern, ja: aufgrund der Roadmap von SLED, sind auch die Zyklen von Leap 15.x vermutlich wirklich in Stein gemeißelt...

    Siehe hier:

    Development start of Leap 16.0
    Hello everyone! I’d like to announce the start of development and the public availability of what we currently refer to as Leap 16.0 pre-Alpha. Since this is...
    news.opensuse.org


    So ganz durchblicke ich die Architektur aber nicht. Einerseits wird eine "traditionelle" Distribution angekündigt. Diese basiert aber wiederum auf dem SUSE Linux Framework One, was offenbar ein neuer Name für ALP ist. Ist Leap 16 jetzt immutable oder nicht??? :/

    Ich habe die Erfahrungen mit den NVidia-Grafiktreibern bei Leap und der GT610 auch schon machen dürfen.


    Den Hauptvorwurf musst du allerdings NVidia machen. Der 04er Treiber wurde bis 2022 entwickelt und ist EOL. Suse hat ihn immerhin zwei weitere Jahre mitgeschleppt.


    Alten Treiber auf die bisher komfortable Weise mit dem neuen Kernel weiter nutzen: Bootprozess endete bei mir bei einem schwarzen Monitor... Grundsätzlich wird allerdings die Kernel-Version von Leap 15.6 noch durch den Treiber unterstützt (bis max. Kernel 6.6 oder 6.8, Leap 15.6 hat 6.4). Man muss ihn wohl patchen und manuell installieren. D.h. jeder Kernelwechsel ist mit Aufwand verbunden. Inzwischen ist auch der Link zu meiner damaligen Quelle tot und ich habe es am Ende nicht gespeichert. Wenn du diesen Aufwand treiben willst, musst du entsprechend recherchieren nach "Patched NVidia 390 driver Kernel 6.4 6.6" o.ä und den gefundenen Downloads trauen...


    noveau hatte sich dann in meinem Fall auch nicht bewährt, da die 610 zwar unterstes low-level ist, aber bei mir in einem Dual-Monitor-Setup bezüglich der Ausgabeoptionen im Verhältnis stark gefordert wird. Es kam zu Bildfehlern und "Schneegestöber"-Effekten. Laut noveau-Projekt ein Zeichen, dass Bilddaten nicht schnell genug ausgegeben werden konnten. Das Hauptthema ist, dass NVidia sehr wenig von ihrer Chiparchitektur nach außen dokumentiert. Insbesondere gibt es auch zum Power-Management kaum Infos. Da das noveau-Projekt nicht sicher ist, welche Einheiten des Chips wie angesteuert werden müssen, sodass dessen Durchschmoren verhindert wird, werden sämtliche NVidia-Chips durch Noveau extrem langsam und konservativ angesteuert und getaktet. Eine größere Karte hat dann vielleicht noch genug Rest-Bumms für ein Dual-Monitor-Setup, aber das kleinste Modell der Reihe ist dann selbst damit überfordert. Bei dir scheint es sich um einen Laptop zu handeln. D.h. die Karte hätte nicht soviele Pixel zu handeln, was schon einmal gut wäre. Andererseits ist es eine Mobilversion. Am Ende macht Versuch kluch... Wenn du mit dem Laptop eine wichtige Präsentation halten willst, solltest du auch noch einmal testen, ob das zweite Display präsentabel angesteuert werden kann.


    Ich konnte mit noveau und der 610 sowohl 3D-Leistung (Einbruch auf ca. 30% der ursprünglichen Framerate, dazu fehlerhaft dargestellte Objekte und Texturen) als auch Video (unter Youtube nur max 720p leicht ruckelig guckbar) so ziemlich vergessen.

    Danke für die Information, dass du noch eine Intel-Onboard-Karte hast und die Nvidia nur zusätzlich drin steckt. Wäre vielleicht hilfreich gewesen, das nur mal gaaaanz kurz in deinem Anfangspost zu erwähnen?! :/


    ...wäre dann für alle einfacher und vielleicht zielführender gewesen.


    Trotzdem schön für dich, dass es jetzt läuft: Intel ist unter Linux fast immer unproblematisch.

    Sorry! Ich war die ganze Zeit auf dem dedizierte-Grafik-Trip und habe sozusagen den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen. Die Onboard-Grafik wollte ich schon beim Kauf des Systems eigentlich nicht haben und irgendwie hab ich diese Möglichkeit verdrängt. Irgendwann bin ich bei der ganzen Aktion mal ins BIOS, um zu gucken, ob man für die Karte oder deren PCIe-Slot nach etwas einstellen kann. --> Leider nein, die einzigen Einstellungen mit Grafik-Bezug drehen sich nur um diese blöde Onboard-Grafik... :(


    Deutlich später dann: Blöde Onboard-Grafik? Wieso eigentlich blöd...?! :/ :*

    Ich habe jetzt eine bessere Lösung gefunden. Ich bin auf die Intel Onboard-Grafik gewechselt. Und die ist unter Linux gefühlt sogar etwas performanter als die NVidia (also unter 15.5 mit Closed-Treiber). :)


    Wieso die Geforce GT 610 überhaupt im System ist: :S


    Als ich das System gekauft habe, wollte ich unbedingt noch möglichst lange Windows XP weiterbetreiben. Das ist eine gewisse Sammlung von Musiksoftware sowie auch einigen Spielen drauf. Eine Recherche ergab, dass Haswell (Ciore i-4xxx) damals eine der letzten Generationen ist, die Windows XP unterstützt. Allerdings nicht offiziell. Intel und MS wollten den Endkunden damals zu Windows 7 lenken. Aber für die professionellen Embedded-Kunden gab es diverse Treiberpakete, die wohl hauptsächlich auch mit der Windows XP POS-Version im Hinterkopf erstellt wurden, die ja noch bis 2019 lief. Diese Treiber musste man sich einzeln im Netz zusammenklauben. Ich weiß noch, dass ich damals alle zusammen hatte bis auf den Grafiktreiber. Und so habe ich die bereits vorhandene Geforce GT610 wieder verbaut.


    Irgendwann habe ich dann zwar auch das Treiberpaket für die Intel-Grafik gefunden, aber ich erinnerte mich an alte Berichte, wonach gerade für Musiksoftware oft eine dedizierte Grafikkarte besser sei als Onboard, daher habe ich die Geforce im System belassen.


    Bis sie jetzt eben Probleme gemacht hat bzw. aus dem Support von Nvidia und Suse gefallen ist. Der Noveau-Treiber bremst die Karten eben massiv aus. Teilweise weil Spezifikationen unbekannt sind, teilweise aber auch, weil das Noveau-Projekt Angst hat, dass manche Karten durchschmoren weil es ausgerechnet zum Powermanagement kaum Infos von NVidia gibt. Das mag auf einer alten Mittel- oder Oberklassekarte noch irgendwie gehen, aber meine kleine GT610 mit zwei Monitoren kam da deutlich an die Grenzen. Es gab Bildfehler und "Schneegestöber"-Effekte in manchen Situationen. Laut Noveau ein Zeichen, dass die Bilddaten nicht schnell genug geliefert werden konnten. Sie bieten auch an für solche Fälle auf Anfrage inoffizielle Tricks von Noveau zu nennen, um einige "Sicherheits-Drosselungen" zu lösen.


    Dazu kam:

    -Rucklige Effekte in KDE

    -Youtube nur bis 720p

    -Grafikfehler in Supertuxkart


    All das ist jetzt weg nach dem Wechsel auf die Onboard-Grafik. Ich habe auch die alte Windows Xp-Installation gebootet und habe dort den Intel-Treiber installiert. Auch der inoffizielle Embedded-Grafiktreiber macht unter XP bisher keine größeren Probleme. DirectX-6 und 7-Spiele scheinen nach dem ersten Eindruck auch gut damit zu laufen. Es gibt keine Fehler o.ä. ebenso läuft die Musiksoftware ohne Probleme. Somit habe ich bisher keinen Funktionsverlust.


    Alero hatte auch vor einigen Wochen recht, als ich die Frage stellte ob ich für die Wiederbelebung eines Core2Duo eine alte (entsprechend zeitgenössische) ATI oder eine alte NVIdia-Office-Karte nehmen sollte, und er mir die ATI ans Herz gelegt hat. :thumbup: Der Core2Duo läuft mit der ATI ziemlich zackig. Nach dem Erlebnis mit der Geforce und Noveau würde ich nun das schlimmste befürchten, wenn ich die Geforce genommen hätte... (Wobei die ATI auch nur einen 17er Monitor ansteuern muss, insofern ist der Vergleich nicht ganz fair)


    Also, noch steckt die Geforce zwar, aber grundsätzlich habe ich nun einen PCI x16-Slot in meinem System frei... ;)

    So bin jetzt auf Leap 15.6. Hier habe ich mit Noveau aber ebenfalls diverse Probleme in Suptertuxkart. Wenn ich "animierte Fahrer" einstelle, sehe ich von allen Karts nur die Räder. Beim Beenden gibt es jetzt mit Noveau das Problem, dass die ursprüngliche Auflösung des Desktops nicht wiederhergestellt wird. Es bleibt nur abmelden und neu anmelden. Full-HD-Videos ruckeln, 720p ist OK.


    Das Problem ist offenbar, dass das Noveau-Projekt bei vielen Chips und Grafikkarten das Powermanagement nicht oder nur wenig im Griff hat. NVidia dokumentiert hier kaum etwas. Und weil der Treiber die Grafikkarte nicht aus Versehen grillen soll, sind bei Noveau viele Leistungsmerkmale aus Sicherheitsgründen mit Absicht stark gebremst.


    Ich hatte zudem noch das Problem, dass folgende Meldung in den Kernel-Logs auftauchte:



    Code
    [   25.353328] nouveau 0000:01:00.0: Direct firmware load for nouveau/nvd9_fuc084 failed with error -2
    [   25.353345] nouveau 0000:01:00.0: Direct firmware load for nouveau/nvd9_fuc084d failed with error -2
    [   25.353347] nouveau 0000:01:00.0: msvld: unable to load firmware data
    [   25.353353] nouveau 0000:01:00.0: msvld: init failed, -19

    Diese Firmware scheint insbesondere für Videoverarbeitung relevant zu sein, obgleich die Karte auch so funktioniert. Für NVidia Fermi ist die Firmware nvd_fuc084

    im kernel-firmware-nvidia-Paket bei Leap nicht enthalten.


    Man kann sich den NVidia-Treiber herunterladen

    Code
    wget https://download.nvidia.com/XFree86/Linux-x86_64/340.108/NVIDIA-Linux-x86_64-340.108.run

    und mit

    Code
    sh NVIDIA-Linux-x86_64-340.108.run --extract-only

    die Installationsdateien aus dem Paket herausholen.


    Mit einem python3-Script, gestartet im gleichen Verzeichnis wie das Treiberpaket, lassen sich die enthaltenen Firmware-Dateien extrahieren und nach /lib/firmware/nouveau kopieren, wo sie noveau findet.

    Muss mal schauen, wie ich weiter mache. Ich wollte mir die Option offen halten, gelegentlich mal Supertuxkart zocken zu können...


    Eben habe ich es nochmal getestet, in der aktuellen Konfiguration mit NVidia-Treiber komme ich bei reduzierten Details und Auflösung auf ca. 110 fps. Ich habe dabei festgestellt, dass der aktuelle Zustand auch schon buggy ist. Beim Wechsel der Maus auf den 2. Monitor verschiebt sich das Vollbild-Fenster und der Desktop wird wieder sichtbar. In den Grafikoptionen ist alles ausgegraut, sodass ich nicht einmal sehen kann, welche Einstellungen wirklich gesetzt sind. Nach der Rückkehr auf den Desktop bleibt die gröbere Auflösung aus Supterux Kart bestehen. Ich könnte schwören, dass das beim letzten mal noch funktioniert hat.


    Generell habe ich das Gefühl, dass NVidia-Closed-Treiber+KDE+2 Monitore manchmal eine unglückliche Kombination darstellen, die wenig getestet wird. Ich werde jetzt mal in einem ersten Schritt versuchen, auf Noveau unter 15.5 zu wechseln und dann STK testen.


    EDIT: hat funktioniert. In STK ist die Framerate bei gleichen Einstellungen jetzt zwischen 40 und 50 FPS. Geht für mich gerade noch, ich zocke es ja selten und zur Entspannung im Singleplayer. Die Grafikeinstellungen sind immer noch ausgegraut.


    Dafür sind diese merkwürdigen Effekte in Zusammenhang mit Vollbildfenster und Mausbewegung auf 2. Monitor verschwunden. Und bei der Rückkehr auf den Desktop wird in die richtige Auflösung zurückgewechselt.