Leap Versionspolitik

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  • Was mir bei Leap wirklich sauer aufstößt ist die Versionspolitik.


    Ich kann verstehen, dass man hier Fokus auf Stabilität legt, es wird aber IMHO einfach verleugnet, wer Leap hauptsächlich einsetzt. Ich *vermute*, dass Leap viel auf dem (Einzelplatz) Desktop läuft und sich auch an Einsteiger wendet.


    So und das sind Menschen, die nicht selten moderne Hardware einsetzen. Wer z.B. eine mobile AMD Ryzen CPU einsetzt, würde erheblich von einem aktuellen Kernel und Mesa profitieren.


    Ich finde es fast schon unerhört, dass z.B. Leap 15.2 nie ein Mesa Update auf 20.0 bekommen hat. Von 21 gar nicht zu sprechen.


    Und einen Jahre alten Kernel einzusetzen kann man IMHO einfach nicht mit Stabilität begründen, ich habe hier einen 5.11 am laufen, der rock solid ist.


    Und nein, es ist keine Lösung, einem dann zu sagen "dann geh doch zu Tumbleweed!".


    Es muss was dazwischen geben. Es muss einfach etwas geben, das nicht rollt wie TW, aber nicht mit dermaßen veralteter Software daherkommt wie Leap.


    Es kann einfach nicht sein, dass man sich bei Leap ständig Repos einbinden muss, damit man ein aktuelles X oder Mesa oder KDE oder einen Kernel, der nicht Methusalem ist. Bei GnuPG ist es dann schon fast peinlich.


    Und es kann nciht sein, dann einfach auf TW verwiesen zu werden.


    Es muss einfach was dazwischen geben.

  • Ich finde es fast schon unerhört, dass z.B. Leap 15.2 nie ein Mesa Update auf 20.0 bekommen hat. Von 21 gar nicht zu sprechen.

    Mesa 20.2.4 soll, wie ich mal gelesen habe, mit openSUSE Leap 15.3 kommen.


    Und einen Jahre alten Kernel einzusetzen kann man IMHO einfach nicht mit Stabilität begründen

    Der openSUSE Leap Kernel ist ein rückportierter Kernel eines neueren Kernels, gerade um aktuellere Hardware etwas besser zu unterstützen. Lass dich von Version 5.3 nicht täuschen.


    Das Thema scheint dir keine Ruhe zu lassen ;-)

    Warum 2 Kernel Zweige?

    Für den Inhalt des Beitrages 290894 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: sterun

  • Such dir die Distribution aus, die am besten zu dir passt. Ich stimme dir in deiner inhaltlichen Kritik zu, dass Leap u.a. zum spielen moderner Titel mit neuster Hardware nicht optimal ist. Nicht schlecht, da viel der Hardwarekompatibilität von SUSE aus den neuen Kernelreleases zurück portiert wird. Leap ist halt ultra-konservativ mit kleinen Einschränkungen im Bereich der Enduser Anwendungen, die ab und an doch aktualisiert werden. Da ist das Ziel ähnlich wie Debian, dass sich am Verhalten der Distribution so wenig wie möglich ändern soll, und das schließt negatives wie auch positive Änderungen wie einen neueren und (mutmaßlich verbesserten) Mesa Stack mit ein.


    Die technische Lösung für deine Ansprüche ist schon da und leider genau das, was du nicht hören willst: Dann wechsel doch zu Tumbleweed. Oder Debian Testing/Unstable, Manjaro, Arch, und was es alles noch gibt. Natürlich ist auch die Interimsversionen von Ubuntu, die einen generellen Versionsrefresh haben, eine gute halb-alternative zu einem komplett rollendem System (auch wenn ich ganz nach der anekdotischen Evidenz mit Ubuntu mehr Probleme habe als mit Tumbleweed).


    Ich finde die Argumentationslinie von Richard Brown (ehem. Chairman vom openSUSE Board) sehr attraktiv. Für mich ist der einzige Nachteil von Tumbleweed, dass es mehr Zeit kostet, Upgrades zu machen. Alles abseits von einem Rolling Release sind technisch schmutzige Kompromisse.

    PRAISE THE OMNISSIAH

    Für den Inhalt des Beitrages 290895 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Scytale

  • (...)

    Alles abseits von einem Rolling Release sind technisch schmutzige Kompromisse.

    Ehrlich, du meinst Rolling Release ist der Goldstandard?

    Ich würde es ja erwägen, ich hatte vor einigen Jahren sogar mal TW drauf. Da gab es aber einige Probleme, mit denen ich mich nicht beschäftigen wollte, dann wieder zu Leap zurück.

    Jede Woche x100 MB an Updates ist mir auch ein wenig viel Gepäck

    Nunja, schau mer mal, dann sehen wir weiter ;-)