Neuinstallation Tumbleweed auf Thinkpad x200 auf verschlüsselter Festplatte

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  • Hallo zusammen,


    ich habe ein Thinkpad x200 mit vorinstalliertem Trisquel und Libreboot gekauft. Es war so konfiguriert, dass die Festplatte automatisch verschlüsselt wird (womit ich bislang keine Erfahrung habe). Aus unbekannter Ursache startete das Thinkpad nicht mehr, ich habe das nicht weiter untersucht und leider keine Notizen der Fehlermeldungen gemacht. Geplant ist eine Neuinstallation von Tumpleweed (USB-Stick). Die Installation endet mit folgender Fehlermeldung:


    Code
    It was not possible to propose an initial partinioning layout even after adjusting the Guided Setup settings:
    * do not enable snapshots for /
    * do not propose swap
    
    Please, us "Guided setup" to adjust the proposal settings or "Expert Partitioner" to create a custom layout.

    Gehe ich auf Guided Setup, erscheint die Aufforderung


    Code
    Select on or more (max 3) hard disks

    es erscheint aber keine Festplatte in der Auswahl (auch keine Partition oder andere Geräte). Klicke ich auf weiter, erscheint


    Code
    YaST2 Warning At least one disk must be selected.

    Gehe ich zurück und wähle Expert Partitioner, habe ich nur die Wahl für Start with Existing Partitions. Danach erscheinen alle Hard Disks bzw. Partitionen:


    Code
    /dev/sda/  29.30 GiB Intenso Rainbow Line
    sda1 6.03MB EFI System Partition Partition
    sda2 4.32 GiB ISO09660 Partition openSUSE-Tumbleweed-DVD-x86_64

    Dies ist der USB-Stick für die Installation. Klicke ich auf Accept, erscheint folgende Meldung:


    Code
    Error. The system cannot be installed because the following errors were found:
    * Ther ist no device mounted at "/"


    Nun weiß ich nicht, ob die Festplatte deswegen nicht erkannt wird, weil sie verschlüsselt ist oder ob sie physisch defekt ist oder die Ursache ganz woanders liegt. Irgendwelche Tipps?


    Peter Mulller

  • Irgendwelche Tipps?

    Live-System mit Partitionierer starten (Knoppix o.ä.) und Platte komplett neu partitionieren und formatieren.

  • Ich würde die Festplatte mit dd komplett mit Zufallszahlen überschreiben, dann ist definitiv alles, was da vorher drauf war, weg - also so richtig weg weg weg.


    Geht am einfachsten mit irgend einem Linux-Live-System, meines Wissens gibt es so etwas aber von Suse nicht - du müßtest also ausweichen auf bspw. Debian oder Fedora oder sonst irgend was, was es als "Live" gibt.


    Der Befehl zum kompletten Löschen lautet dann

    Code
    dd bs=1M if=/dev/urandom of=/dev/sdX 

    wobei du das X mit dem Laufwerksbuchstaben ersetzen mußt, in deinem Fall dann wahrscheinlich sda - überprüfe das aber vorher mit bspw

    Code
    parted --list

    nicht dass du versehentlich das Live-System löschst und ggf. musst du bei beiden Befehlen noch ein sudo davor setzen.


    Und wenn du schon im Live-System bist, installier dir Gparted und leg zumindest eine neue Partitionstabelle an, die ist nämlich auch weg und ich weiß nicht, ob das mit dem Installer von Tumbleweed geht (ist zu lange her, dass ich installiert habe, mein TW läuft einfach total stressbefreit)

    Debian oder Debian-basiert

    Code
    apt install gparted

    Fedora oder Fedora-basiert

    Code
    dnf install gparted

    Klingt jetzt alles ein bisschen umständlich, aber ich bin mir zumindest sicher, dass der Weg funktionieren wird.

    Für den Inhalt des Beitrages 319384 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Feli

  • Hi, gibt es bei deinem x200 im Bios (evtl. dort unter "Security") die Möglichkeit, Datenträger zu löschen?

    Für den Inhalt des Beitrages 319385 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: sterun

  • Ich würde die Festplatte mit dd komplett mit Zufallszahlen überschreiben

    Anmerkung: Das kann unter Umständen Stunden dauern ...

    Im Gparted zuerst auf Device klicken und neue Partitionstabelle anlegen. Damit hast du die Platte schon gekillt. Danach einfach eine Partition anlegen mit ext4 und formatieren. Auf OK und gut. Den Rest macht der Installer von Tumbleweed.

  • Anmerkung: Das kann unter Umständen Stunden dauern ...

    Das stimmt, aber ja, …


    Man könnte auch an Stelle von bs=1M auch bs=4M schreiben, dann geht´s etwas schneller und funktioniert auch.

    Zitat

    Im Gparted zuerst auf Device klicken und neue Partitionstabelle anlegen. Damit hast du die Platte schon gekillt.

    Wird ziemlich sicher auch schon ausreichen und funktionieren - es spricht aber auch nichts dagegen, sich sämtlicher "Altlasten" zu 100% entledigen.

    Hab vor ca. 2 Wochen ein T430 geschenkt bekommen (läuft nicht mit Win11 und die Userin wußte, dass ich mit dem Teil noch was anfangen kann), da habe ich es so gemacht, erst dd und dann nen Triple-Boot mit Debian trixie, Fedora 41 (gestern den Upgrade auf 42) und Tumbleweed drauf gepackt und es hat einfach alles direkt funktioniert ohne dass da noch irgend welche Reste dazwischen funkten.


    Wie gesagt, es spricht meines Erachtens nichts dagegen, das Teil forensisch absolut sicher zu säubern - ist halt die Frage, wie viel Zeit man bereit ist, zu investieren, wie du selber sagst, das dauert schon ein paar Stunden mehr. ;)

    Für den Inhalt des Beitrages 319390 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Feli

  • Vielen Dank für die vielen Hinweise. Bislang hatte ich damit keinen Erfolg. Ich fange ganz von vorne mit der Beschreibung an. Wenn ich das x200 starte, erscheint für einen kurzen Augenblick


    Code
    Welcome to grub
    error: variable 'prefix' isn' set

    und danach das Auswahlmenü



    Code
    Load Operating Systm (incl. fully encrypted disk)
    Search ISOLINUX menu (AHCI)
    Search ISOLINUX menu (USB)
    
    Search ISOLINUX menu (ATA/IDE)
    Load test configuration (grubtest.cfg) inside of CBFS
    Search for Grub2 configuration on external media
    Return to SeaBIOS
    Poweroff
    Reboot

    Mache ich gar nix, erscheint nach ein paar Sekunden


    Code
    Attempting to load grub.cfg from 'ahci' devices
    Attempting to unlock encrypted volumes

    gefolgt von einer langen Liste von Dateien, die nicht gefunden werden. Wähle ich eine der Optionen des Auswahlmenüs, wird nach ggf. einer kurzen Zwischenmeldung erneut das Auswahlmenü angezeigt.


    Wider Erwarten ließ sich Knoppix nicht starten, so dass auch eine Neuformatierung/Löschung nicht möglich war.


    Wenn ich das Debian-Live-System (USB) verwende, erscheint


    Code
    Press ESC for boot menu.
    Booting from Hard Disk...

    danach passiert aber nichts, auch der USB-Stick funktioniert nicht. Hm.

  • Hi, gibt es bei deinem x200 im Bios (evtl. dort unter "Security") die Möglichkeit, Datenträger zu löschen?

    Nein, in libreboot scheint alles über einzelne Dateien geregelt zu sein, eine graphische Oberfläche, in der man bestimmte Optionen auswählt, scheint es nicht zu geben. „Scheint“, weil ich mir das Bios vor dem Crash nie angesehen habe.

  • Wenn du vom Stick booten möchtest, musst du das im BIOS / UEFI einstellen ... hast du das gemacht? Du kannst den USB Stick aus dem BIOS / UEFI starten. Weißt du das?