Datenschutz in OpenSuse

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  • Hallo zusammen,


    Privatsphäre ist für mich so wichtig, weil ich sie für ein Grundrecht halte. Und unter Datenschutz verstehe ich vor allem informationelle Selbstbestimmung. Ich will einfach alles selbst in der Hand haben und selbst bestimmen, wer welche Daten von mir bekommt. Daher habe ich ja zu Linux gewechselt, eben weil Linux mir da Freiheit läßt. Es gibt aber eben auch z.B. xUbuntu, das das nicht ganz so beachtet.
    Ein Ping an Google ist sicher kein ganz großes Drama, verrät aber meine IP. Wenn das mit der MAC-Adresse kombiniert wird, kann man erkennen, mit welcher IP ich sonst unterwegs bin. In Zeiten von GCHQ und PRISM etc. muss man da schon mehr aufpassen, was man tut. Das ist auch keine Paranoia. Ich bin einfach nur vorsichtig. Und genau deshalb würde ich gerne wissen, ob OpenSuse da "sauber" ist. Euer Antworten deuten ja darauf hin, dass das so ist.
    Dass ich natürlich vor allem selbst verantwortlich bin und dass das Wichtigste mein eigenes Verhalten ist, ist klar. Wenn ich fröhlich drauflosinstalliere und bei Facebok und Co. alles freiwillig erzähle, kann mir keiner helfen. Alles klar. Dazu brauche ich aber ein System, das da kein "Eigenleben" entwickelt.

    Für den Inhalt des Beitrages 83550 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Andromak

  • Es gibt aber eben auch z.B. xUbuntu, das das nicht ganz so beachtet. Ein Ping an Google ist sicher kein ganz großes Drama, verrät aber meine IP. Wenn das mit der MAC-Adresse kombiniert wird, kann man erkennen, mit welcher IP ich sonst unterwegs bin. In Zeiten von GCHQ und PRISM etc. muss man da schon mehr aufpassen, was man tut.


    Wirst du von irgend jemandem dafür bezahlt, Linux zu unterstellen, es würde mit Google zusammenarbeiten? Oder die Sicherheitsaspekte von Linux in Frage zu stellen? Mir kommt das so vor.


    Wenn du dich hier hinstellst und Gebetsmühlenartig wiederholst, das Ubuntu angeblich einen Ping an Google sendet muß ich annehmen, das du das auf deinem Rechner selbst beweisen konntest durch irgendwelche "Sniffer-Software" oder hast du das nur irgendwo gelesen "vor ein paar Jahren"?


    Ich würde dir empfehlen, deinen Rechner vom Netz zu trennen, die Haustür zu zuschließen und alle Rollos herunter zu lassen. Evtl. gewinnst du dadurch noch etwas Sicherheit.


    Ich hatte noch vergessen, das du aus deinem Handy die Batterie entfernen mußt, sonst kann man dich auch orten.

  • Man kann deine MAC-Adresse draußen nicht mit deiner IP-Adesse korrelieren.
    Da ist der Router dazwischen.


    MAC-Adressen finden nur beim arp Protocol Verwendung. Das läuft aber NUR im lokalen privaten Netz.
    Wenn du an deinem Router nichts gedreht hast UND kein Programm installiert hast, das sowas ausplappert, wird diese MAC-Adresse niemals über deinen Router hinauskommen.
    Das nennt sich TCP/IP Stack.


    Du fabulierst, dass du mal gelesen hättest, dass Distri X so sei, eine andere etwas anders.
    Nun ja, wären sie gleich, wären sie gleich.


    Ich habe mal gehört, dass es unmöglich ist, dass Recheneinheiten miteinander sprechen könnten.
    (Ein Satz, der aus der Frühzeit der Computer stammt.)
    Wenn immer alles wahr ist, was wir irgendwie gehört zu haben glauben, und dieses Vielleicht auch noch ganz feste glauben,
    gibt es also dieses Problem gar nicht.
    Nenne Roß und Reiter, oder schweige.


    Es gab mal eine Definition für einen wirklich sicheren Rechner. Ist schon etwas her, dass ich das hörte:
    Ein Rechner ist nur sicher, wenn er ohne Kabel in einem atombombensicheren Tresor steht, der in einen 30m dicken Betonwürfel ohne Zugang einbetoniert ist, der auf dem Grund eines 1000km tiefen Ozeans liegt.
    Ich füge aus guten Gründen noch hinzu: Wenn dieser Ozean auf einem anderen Planeten in einem anderen Sonnensystem ist, das sich nicht in dieser Galaxie befindet, die nicht innerhalb dieses Universums liegt, das nicht von diesem Universum aus erreichbar ist.


    Wenn du wirklich einen sicheren Rechner betreiben willst, kannst du folgendermassen vorgehen:
    (Jeder Punkt ist gleich wichtig)

    • Prüfe alle Pläne für alle Hardwarechips
    • Überwache die ganze Herstellungskette aller Chips
    • Vergiss ja nicht, die Datenübermittlung zwischen Planer und Fabrikanten zu überwachen
    • Prüfe und sichere gleichzeitig jede Codezeile, die zum Einsatz kommen soll.
      also alle Treiber, Kernels, GNU-Tools, DEs und Anwenderprogramme.
    • Stelle sicher, dass niemand (und damit meine wirklich niemand) an den Rechner kommen kann
    • Betreibe zwei solche Systeme. Eines, das wirklich sicher ist, und nicht an's Netz geht und eines, das mit dem Internet verbunden ist.
    • Datenaustausch zwischen diesen Systemen darf NUR und AUSSCHLIESSLICH mittels Stift und Papier erfolgen.
    • Vergiss nicht, die Stromversorgung der Rechner gepuffert und galvanisch getrennt zu betreiben. (Man kann aus den Stromshwankungen die Nutzung zurückrechnen)
    • Selbstverständlich muss der Raum fensterlos und akustisch ABSOLUT dicht sein. (Man kann aus einigen Kilometern Entfernung mittels Laser die durch Schall erzeugten Vibrationen einer Fensterscheibe auslesen und zurückverwandeln. Aus diesem Hörbild lässt nicht nur das Getippte rückrechnen, sondern sogar der tippende User identifizieren.
    • Sichere die Räumlichkeiten im weiten Umkreis ab. Gewährleiste keinerlei Überflüge und keinerlei fremde Personen in der Umgebung. (Schliesse dazu sowohl mit den USA, wie auch mit Rußland ein bilaterales Mitlitärschutzbündnis, so dass nach dem Vier-Augen-Prinzip auch die Beschützer und Bewacher überschützt und überwacht werden.


    Siehste, is doch ganz einfach.
    Dann ist das Ding sicher.
    Jedenfalls solange, bis du hinlangst.


    Und was erfrechst du Demokraturbüttel dich überhaupt auf ein Grundrecht zu pochen, das nicht einmal die hochheilige Regierung ernst nimmt?
    Geht's noch?


    Egal welche Distribution du nimmst: Sie plappert weniger, als du glaubst.
    Und weniger als alle andere Systeme.


    Um sie sicher zu machen, fehlen dir die Kenntnisse.


    Das einzige, was dir wirklich realistisch bleibt, ist zu lernen und zu lernen und zu lernen.


    Und ganz sicher: sie werden es doch wissen, was du treibst.
    Das einzige, was dich schützt, ist deine Unwichtigkeit.
    Und dein Nichtwissen darüber, was sie wissen, mag dir ein sanftes Ruhekissen sein.


    Es ist ein kranker Irrglaube, dass man mit der richtigen Wahl einer Distribution sicher wäre.
    Sicherheit ist ein Prozess.
    Er fordert konstantes immerwährendes Mühen und immerwährendes Lernen.

    Für den Inhalt des Beitrages 83569 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: LinuPia

  • Ich füge aus guten Gründen noch hinzu: Wenn dieser Ozean auf einem anderen Planeten in einem anderen Sonnensystem ist, das sich nicht in dieser Galaxie befindet, die nicht innerhalb dieses Universums liegt, das nicht von diesem Universum aus erreichbar ist.

    Sehe ich nicht so. Wenn es in diesem Universum intelligente Lebewesen gibt, die höher Entwickelt sind als wir, dann ist es unsicherer den Computer dort zu betreiben. :D




    Egal welche Distribution du nimmst: Sie plappert weniger, als du glaubst.
    Und weniger als alle andere Systeme.

    Das Linux weniger plappert als Windows oder Apple ist klar, obwohl ich mir bei Android da auch nicht so sicher bin. Aber es gibt auch Opensourceprogramme die ganz schön plappern auf den meisten Linuxsystemen. Schau dir mal Amarok an, da werden in der Grundeinstellung jede menge Daten ins Internet gesendet, z.B. für den abruf von Liedtexten ect.

    Gruß
    Alf

    Für den Inhalt des Beitrages 83571 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Alf1967

  • Ich stimme dir zu, aber du hast was vergessen: Verrate deiner Frau niemals dein Strenggeheimes Passwort 12345


    grüsse
    wrohr :P

    Erst wenn der letzte FTP Server kostenpflichtig, der letzte GNU-Sourcecode verkauft, der letzte Algorithmus patentiert, der letzte Netzknoten kommerzialisert ist, werdet Ihr merken, dass Manager nicht programmieren können.

    Für den Inhalt des Beitrages 83572 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: wrohr

  • Amarok wird bei mir gar nicht erst installiert.


    Und ich habe drei Söhne, dreier Mamis und bin immer noch ledig und single.
    Ich bin schon sehr souverän im Umgang mit der Sicherheit für mich.

    Für den Inhalt des Beitrages 83573 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: LinuPia

  • Sehe ich nicht so. Wenn es in diesem Universum intelligente Lebewesen gibt, die höher Entwickelt sind als wir, dann ist es unsicherer den Computer dort zu betreiben. :D


    Das glaube ich nicht.


    Der beste Beweis für die Tatsache, dass es intelligente Wesen außerhalb unseres Sonnensystems gibt, ist, dass sie sich bei uns nicht melden.


    Sie werden den Rechner als Beispiel für missglückte Evolutionen ihren Kindern streng steril vorführen und uns betreten bedauern.

    Für den Inhalt des Beitrages 83574 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: LinuPia

  • Man könnte das ganze jetzt noch einmal zusammenfassen und Andromak den guten Rat erteilen, sich allem zu entledigen was irgendwie mit elektronischer Datenverarbeitung zu tun hat. Damit hätte er die größtmögliche Datensicherheit für sich und sein selbst gestecktes Ziel läge in greifbarer Nähe.

  • 100%ige Datensicherheit und absolute Privatsphäre ergibt sich nur unter der Voraussetzung, dass man sich entschliesst erst gar nicht geboren zu werden 8o

    Für den Inhalt des Beitrages 83579 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: muck

  • Der beste Beweis für die Tatsache, dass es intelligente Wesen außerhalb unseres Sonnensystems gibt, ist, dass sie sich bei uns nicht melden.


    Als ich noch zur Schule ging, und Graffiti noch unbekannt war,
    schrieb ein Witzbold an das Greenwich Observatorium:


    "Gibt es ein intelligentes Wesen auf dieser Erde?"


    Nach zwei Stunden stand darunter.


    "Ja, aber ich bin nicht von hier!"


    Und damit macht hier Schluß!