Opensuse Leap 16, die große Enttäuschung

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  • Wegen der Hardware Problematik von Win11 preisen alle PC Zeitschriften den Umstieg auf Linux. Da wird aber nicht erklärt, dass man sich noch ein Handbuch zulegen sollte, falls das Internet nicht eingerichtet werden kann.

    Das ist weniger ein Linux oder Windows Problem, sondern dass hier Leute überhaupt erst mit Linux anfangen, ein OS selbst zu installieren und in dann die ganz normalen Treiberprobleme laufen, die es auch bei Windows gibt. Fair wäre, sich explizit Hardware zu kaufen, die vom Distributor auf Linux Kompatibilität getestet wurde und auch gleich das Linux OS vorinstalliert hat. Z.B. Tuxedo o.ä. Da ist es nämlich dann genau so wie bei gekauften Windows PCs, dass einfach alles von Stunde 1 an funktioniert. Was glaubst du, was los wäre, wenn bei Windows das Standard wäre, es selbst installieren zu müssen. Ich glaube, du machst dir da keine Vorstellung, wie sehr dir Windows in die Parade fahren kann. Rein anekdotisch hatte bisher nur bei WLAN unter Linux Probleme, unter Windows hatte ich schon öfters komplett fehlende Netzwerkkartentreiber, also selbst Ethernet ging nicht.

    PRAISE THE OMNISSIAH

    Für den Inhalt des Beitrages 323786 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Scytale

  • Zitat

    Ich glaube, du machst dir da keine Vorstellung, wie sehr dir Windows in die Parade fahren kann.

    Aus meiner Erfahrung seit WFW und Suse 5.0 betreffen Hardwareprobleme unter Windows ca. 10% derer unter Linux.

    Jeder namhafte Hardwarehersteller liefert einen Windowstreiber, der auch noch von MS zertifiziert ist. Und selbst das schützt nicht vor dem nächsten Update. MS hat es hinbekommen, nach einem Update den Ordner der Microsoft SQL Datenbank auf nur lesen zu setzen. Da habe ich drei Tage gesucht, warum das System beim Kunden plötzlich nicht mehr funktioniert. Das ist aber auch oft ein Microsoft Problem und nicht das Problem der Hardware Hersteller.

    Probleme hatte ich mal, weil ich unter NT4.0 unbedingt eine Soundkarte betreiben wollte.

    Dass es für ältere Hardware keine neuen Win11 Treiber mehr gibt, ist ja gewollt.

    Bei Linux ist es dann auch noch von der Distribution abhängig.

    Hier gibt es gerade einen Threat für die Einrichtung eines Brother Druckers. Das war schon unter Suse 5.0 schwierig, wenn der Drucke nicht Postscript konnte. Wenn selbst ein vorinstalliertes System an einem Drucker scheitert und die Einrichtung dann auch noch über die Konsole gemacht werden muss, geben halt viele auf.

    Ich mag Linux und ich mag die Herausforderung es ans Laufen zu bringen.

    Die Frage ist doch, wo will Linux in Zukunft hin? Als reines Betriebssystem für Hardware und Server reicht es so, wie es ist. Dann brauchen wir die ganzen Programmierer für visualisierte Software nicht.

    Will Linux in den Enduser Bereich, wird es sich ändern müssen hin zu einer benutzerfreundlichen Einrichtung.

    Ich möchte mal sehen, wie ein Enduser seinen neuen Router oder Smartphone in der Konsole einrichtet.

    Apple würde sich freuen.

    Für den Inhalt des Beitrages 323792 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Dirk68

  • Wenn selbst ein vorinstalliertes System an einem Drucker scheitert und die Einrichtung dann auch noch über die Konsole gemacht werden muss, geben halt viele auf.

    Das liegt aber an den Brother Treibern für Linux.

    Das sind alte 32 Bit Treiber die gegen alte libs gebaut sind, die du dir dann erst einmal installieren musst.


    Normalerweise gehen jetzt alle Linux Distributionen auf Wifi-Direct bzw. zum Scannen auf sane-airscan.


    Da sind dann alte Drucker außen vor.

    Für den Inhalt des Beitrages 323798 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Sauerland

  • Zitat

    Da sind dann alte Drucker außen vor.

    Schade, ich habe noch einen A3 24Pin Naderdrucker im Keller stehen. Der kann zum Glück Postscript.

    Da muss ich aber auch HP mal loben. Mit den Druckern hatte ich immer die wenigsten Probleme unter Linux.

    Wieder Elektroschrott, aber verständlich. Man steht sich im Weg, wenn man abwärts kompatibel bis in die Steinzeit ist.

    Für den Inhalt des Beitrages 323808 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Dirk68

  • Entweder hat Yast das automatisch gemacht oder es geht auch mit den libs für cups. Ich habe einen Officejet 4622.

    Ich bin mir aber nicht sicher, ob hplip cups nutzt.

    Drucken geht, scannen geht, nur das Fax muss ich noch einrichten, ist aber nicht so wichtig.

    Für den Inhalt des Beitrages 323811 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Dirk68

  • Mein Hauptarbeitspferd ist Debian 13, gefolgt von Fedora 43. Da gibt es kein Yast und ich brauche auch keines. Hier läuft einfach alles.

    Ist hier auch so - im Büro Fedora 43, auf dem Kleinen für unterwegs Debian 13 mit plasma-mobil und im Wohnzimmer als Medienzentrale Tumbleweed, so etwas wie Yast habe ich noch nie gebraucht - hab mir einfach von Anfang an angewöhnt, nahezu sämtliche Systemadministration via Konsole zu machen.


    Konsole ist auf allen Systemen nahezu identisch (ob jetzt apt, zypper, pacman oder dnf genutzt wird, sind Kleinigkeiten, meine rsync-Skripte funktionieren überall gleich) und beim Kauf von neuer Hardware wird einfach darauf geachtet, dass es "Linux-kompatibel" ist.


    Naja, egal - euch allen da draussen einen guten Rutsch ins neue Jahr :smilie_hops_011:

    Für den Inhalt des Beitrages 323822 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Feli

  • Ich bin seit Suse 6.0 dabei und es war immer so, das die .0 Versionen nie das gelbe vom Ei waren. Erst die x .1, .2 .... Versionen waren ok.


    Ist jetzt mit 16(.0) auch wieder so.

    Jeder macht halt' unterschiedliche Erfahrungen - die Hardware unterscheidet sich ja auch unter den Usern.

    Ist man gegenüber Nuller - Versionen negativ voreingestellt, werden dortige Fehler vielleicht eher höher bewertet?

    Bestätigen kann ich obige Erfahrung jedenfalls von meiner Seite - auch aktuell - nicht.

    Bisher nutzte ich kein Wayland, sondern X11. Allerdings jetzt bei Leap 16 bin ich von Stabilität und Geschwindigkeit unter Wayland vollauf zufrieden. Das meine alte Mühle sogar effizienter läuft, ist jedenfalls keine Selbsttäuschung, denn Wayland soll der effizientere und auch sicherere Nachfolger von X11 sein, der die Display-Server-Funktionalität mit dem Fenstermanager (Compositor) zusammenfasst, was zu besserer Leistung und weniger Komplexität führt, auch wenn X11 über das Kompatibilitätsprotokoll Xwayland weiterhin für ältere Anwendungen bereitsteht. Bei spezifischer Hardware (wie alten Nvidia-Karten) oder bestimmten älteren Programmen kann das aber noch Probleme bereiten. Diese Probleme können bei einer Nuller Version aber auch 1er oder 2er Version abgestellt werden. Fazit (mein Fazit): Leap 16 ist eine für erforderlich gewordene tiefgreifende Umstellungen (betrifft ja auch pipewire, meine meine DAW unter Linux ist bequemst zu managen, kein "jack" mehr nötig) hervorragende Arbeit.


    Ist aber alles nur meine einzelne Meinung,


    bleibt alle gesund beim Feuerwerk morgen!


    Gruß...

    Für den Inhalt des Beitrages 323830 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Hidalgo

  • So, habe mich jetzt schon mehr mit Leap 16 angefreundet. Mit Cockpit und Myrlyn bekomme ich das meiste gut hin. Ansonsten hilft die Konsole und Google.

    Jetzt habe ich nicht nur meinen Laptop, sondern auch noch meine Gaming-PC. Auch dort hatte ich Leap 16 drauf und X-Plane 12 (Flugsimulator). Im Dual Boot ist noch Windows 11 drauf und auch X-Plane 12. Das Windows habe ich deshalb, da es einige Plugins nur für Windows gibt, besonderes TrackIr (Headtracker).

    Jetzt habe ich ein Tool gefunden, linuxtrack, das ich compilieren musste. Allerdings brachte Leap 16 einige notwendigen Lib's nicht mit und liesen sich aus anderen Quellen nicht nachinstallieren. Deshalb bin ich auf ein akteulles Kubuntu umgestiegen. Auch hier gibt es Cockpit und Synaptics als Paketverwaltung und Kubuntu bringt alles mit, was ich zum compilieren benötigte.

    Das ist das schöne an Linux. Es gibt so viele Möglichkeiten, das man immer eine Lösung findet. Und es gibt immer ein wichtiges Werkzeug, die Konsole.

    Gruß

    Dirk

    Für den Inhalt des Beitrages 324435 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Dirk.M

  • Tja nun ist Juni und Leap 16 ist schon einige Monate draußen.

    Ich verwende es nur noch. Ich verstehe alle die mit der Umstellung Probleme hatten. Ich hatte diese ebenso. Das fing schon mit Agama an.

    Der Große Wurf ist das nicht. Schon etwas wie die Auswahl der Sprache überfordert Agama. Man muss die Sprache tatsächlich mehrfach einstellen. Die Bearbeitung von Grub muss man nun händisch erledigen. Abschalten des Menu Timeout. Aktivieren von Quiet Splash und im Falle von meinem Notebook noch rd.radeon.pre=amdgpu. Sonst sieht der Bootsplash sehr Komisch aus. Das ist zwar nur Optik aber ich habe es gern so. Packman lässt sich mittlerweile sehr einfach über Myrlyn hinzufügen. KDE mit Wayland ist immer schon mein Favorisierter Desktop gewesen. Leap ist schnell, Stabil und läuft wirklich gut. Als ich es im Oktober zum Release Probiert habe hat das noch anders ausgesehen. Ich kann nun sagen Suse und ich sind wieder dicke Freunde. Ich benutze Suse schon seid der Zeit wo man noch Boxen kaufen (9.0) konnte. Der Entfernung von Yast hat sicher viele verschreckt. Aber ich muss zugeben auch ohne sehr gut.

    Für den Inhalt des Beitrages 326890 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: T. Pietsch