Hallo
ich bin Dirk 61 Jahre alt und verwende opensuse seit ca 1996.
Das Alleinstellungsmerkmal von Suse war Yast. Mit diesem Tool konnte man fast alles ohne Konsole einstellen.
Ich glaube ich habe für die normale Arbeit mit dieser Distribution in den letzten 15 Jahren keine Konsole benötigt. Installation und Konfiguration liefen alle über Yast.
Ich habe zwischenzeitlich im Dualboot Debian, Ubuntu und Mint getestet. Bei allen diesen Distributionen hat mir das zentrale Verwaltungstool Yast gefehlt. Ich musste mich durch diverse Werkzeuge durcharbeiten, um die Installation und Konfiguration zu erstellen. Das war mir zu umständlich, so dass diese Distributionen mich nicht überzeugten.
Und jetzt wird Yast aufgegeben und nichts vergleichbares nachgeschoben. Weder Discover noch Cockpit kommen an Yast ran. Gerade mal Myrlyn erleichtert die Arbeit bei der Installation von Programmen.
Ich frage mich echt was das soll. Opensuse war sowieso in den letzten Jahren eine Distribution unter ferner liefen. Wenn es jetzt kein Yast mehr gibt, dann wird diese Distribution über kurz oder lang vom Markt verschwinden.
Ja, die Enthusiasten unter euch werden sagen, dann geh doch zum Klickibunti Windows. Aber das ist die falsche Einstellung. Wenn man Umsteiger auf Linux den Weg erleichtern will, muss man ihnen das passende Werkzeug an die Hand geben.
Z.B bei der Installation. Hier wird eine Vorgabe gemacht, die für ein Dual-boot mit Windows extrem gefährlich ist, denn es wird alles platt gemacht, wenn man nicht aufpasst. Mit Yast konnte man die bisherigen Partitionen einfach berücksichtigen und freien Platz auf den Speichermedien mit wenigen Mausclicks für Opensuse wählen.
Das einstellen von Grub war ein Kinderspiel. Die Freigabe von Samba Shares war einfach erledigt.
Nur weil Browserbassierte Anwendungen heute der neueste Scheiß ist, ist das was da Opensuse abliefert, ich will nicht sagen, unbrauchbar, aber ein Untergang im Sumpf der vielen Distirbutionen.
Nur meine Meinung
Gruß
Dirk