Erfahrungsbericht OpenSuse-Installation

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  • Erfahrungsbericht OpenSuse-Installation

    Hallo zusammen,
    nach langer Zeit (vieleJahre) bin ich vor ein paar Tagen einmal wieder an SUSE/openSUSE herangetreten.

    Mein PC:
    Acer Aspire M3920 Desktop-PC
    Intel Core i7-2600
    NVIDIA Geforce GT545
    Arbeitsspeicher 8 GB
    USB-3.0

    Mein Ziel:
    Auf meinem Rechner befinden sich 4 Festplatten:
    2 x 4 TB HDDs
    1 x 1 TB HDD
    1 x 500Gb SSD

    Auf Platte 0 sind einige Linux-Distributionen installiert im MBR-Modus.
    Auf Platte 1 ist Windows 10 installiert im UEFI-Modus, dahinter einige Linux-Distributionen auch im UEFI-Modus.
    Die 1 TB-Platte liegt in einem Fach an der Vorderseite des Rechners und ist im Moment noch nicht genutzt.
    Die SSD ist erst ein paar Tage alt und liegt auf dem Boden des Rechners.
    Darauf ist WIndows 10 installiert, WIndows 10 auf Platte 1 nur als Sicherheit - ohne Nutzung.

    Nun ist mir also openSUSE Leap 15.0 aufgefallen, die iso habe ich auf einen USB-Stick kopiert per dd.

    Dann reboot und F12-Taste gedrückt, dort wurde der Stick in 2 Varianten angezeigt: UEFI und Normal.
    Ich habe UEFI gewählt und das System gestartet.

    DIe Installation hat ja so einige Punkte, auf die man sehr genau aufpassen muss, um sich nicht das ganze System zu zerstören.

    Eine ext4-formatierte Partition war eigentlich vorgesehen für die Installation, aber stattdessen hat der Installer
    eine Partition danach eingerichtet für / und einer weitere (den ganzen Rest der Platte) als /home.
    Die /boot-Partition ist sdb2 (Windows-Boot).

    Die Installation hat einwandfrei geklappt, hat aber erstaunlich lange gedauert.

    Am Ende kam der Bootloader an die Reihe, os-prober hat seine Arbeit nach sehr langer Zeit beendet.

    Nach reboot und drücken der ENTF-Taste kam ich in das Basis-System des Rechners.
    Interessanterweise war der opensuse-Bootloader angezeigt, ich habe ihn an die zweite Stelle gesetzt,
    an erster Stelle USB.

    Nach reboot tauchte der openSUSE-Bootloader auf, der ein ganz neues Gesicht brachte und mir dennoch gut gefallt.

    Vorteil: ich muß beim Booten nun nicht mehr die F12-Taste drücken, um an einen Bootloader zu gelangen,
    sondern warte einfach ab, bis der openSUSE-Bootloader auftaucht.

    Alle anderen Distributionen sind eingebunden, einschließlich der beiden Windows10-Installationen.

    Ich kann nur sagen; ich bin sehr erstaunt gewesen, wie sich openSUSE präsentiert mit dem plasma-Desktop.
    Sofort habe ich Auto-Login aktiviert, dadurch geht das Ganze erheblich einfacher vonstatten.
    Etwas allerdings hat mich etwas gestört: Am unteren Rand des Desktops hat es beim Start von plasma-Desktop
    geflimmert, vor allem, wenn ich ein Programm wie firefox geöffnet habe.

    Im Forum habe ich darüber etwas gelesen, was mich dann zur Lösung gebracht hat:
    Bisher war nur der nouveau-Treiber installiert. Also habe ich den nvidia-Treiber nachinstalliert, damit war das Flimmern beseitigt.

    Dank Einfügung von Packman habe ich nun auch die Möglichkeit, mein Abo bei Zattoo.com zu nutzen,
    was ohne Packman nicht möglich war.

    Fazit: openSUSE gehört nun zu einer meiner Haupt-Linux-Distributionen
    neben OpenMandriva, Mageia, PCLinuxOS, ArchLinux. Fedora28.

    Gruß
    Manfred

    Für den Inhalt des Beitrages 124598 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: ManfredB

  • Grundsätzlich lassen sich schlechte Nachrichten besser verkaufen.
    Und je schlechter und brutaler sie sind, desto aufmerksamer die Leser / Zuschauer.

    TRAURIGE WAHRHEIT

    Umso mehr freue ich mich, dass mal jemand schreibt, wie gut alles läuft.
    Dachte schon, jetzt kommt eine "Großbaustelle" mit 1000 HDD's und 2000 OS.

    Danke für deine positive Erfahrung / Meinung (-:
    Ich schließe mich zu 100% an.
    Zitat Albert Einstein:
    "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
    aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."

    Für den Inhalt des Beitrages 124602 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: sterun

  • Ganz herzlichen Dank für die positive Reaktion.

    Ich sitze gerade am PC in openSUSE und schreibe das hier.

    Schönes Wochenende allerseits.

    Gruß
    Manfred

    Für den Inhalt des Beitrages 124603 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: ManfredB

  • Was mich nun nicht weiter erstaunt. Grundvoraussetzung ist immer wieder, das man weiß, was man tut, was bei vielen Usern nicht der Fall ist. Diese malen in Konfigurationsdateien herum, von denen sie keinen Plan haben und fügen jedes Repo ein, das sie bekommen können. Wenn man openSUSE mit Augenmaß benutzt läuft es zu 99% ohne Probleme, auch während der Installation.

    Für den Inhalt des Beitrages 124604 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Alero

  • Die Schwierigkeit ist, ein Problem darzustellen (Z.B. eine Fehlermeldung, wenn ein Programm nicht funktioniert, oder das System stillsteht (Endlosschleife oder Timeout).
    Manche Fehler sind schon seit Jahren ungelöst und tauchen in vielen Foren immer wieder auf.
    Für einen, der eine Lösung sucht, und kein Dauerprogrammierer ist, besteht die Gefahr, daß er solche Fehler nur "phänomenologisch" beschreibt, anstatt folgende Dinge zu tun:

    1. Auflistung eines Datenstriptease seines PC's (Prozessor, Motherboard,BIOS, BIOS-Version, Soundchip bzw. Soundkarte, Grafikchip, bzw Grafikkarte mit Versionen)
    2. Verwendete Programme bzw. Pakete ( Eine Auflistung kann allerdings - bedingt durch Abhängigkeiten - recht lange werden).
    3. Systemmeldungen bzw. Protokolldateien.
    4. Informationen aus debug-Dateien.

    Würde man dies alles systematisch durcharbeiten, so könnte man schon fast eine Seminararbeit damit füllen.
    Das ist zwar ein Extrembeispiel, zeigt aber, wie schwierig es für Leute wird, die einiges Wissen haben, aber noch nicht zur GURU-Elite gehören.

    Lassen wir doch einmal die "selbstverschuldeten" Probleme beiseite, wie
    1. Verbastelung durch zuviel Repositorien,
    2. Unkritische Übernahmen von Problemlösungen aus diversen Foren anderer Distributionen (von Fedora über Ubuntu zu Debian usw..)
    3. Verwenden von Distriversionen, deren Lebensdauer schon abgelaufen ist.

    Im Großen und Ganzen bin ich mit Opensuse zufrieden und kann es regelmäßig verwenden.
    Aber 1 bis 2 hartnäckige Bugs, die an einer empfindlichen Stelle auftauchen, können mehr aufregen, als die Fehler, die man durch Internetrecherche und/oder Blog und Foren schnell lösen konnte.

    Für den Inhalt des Beitrages 124624 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: adler53

  • adler53 schrieb:

    Manche Fehler sind schon seit Jahren ungelöst und tauchen in vielen Foren immer wieder auf.
    Und das ist Hausaufgabe der Linux-Entwickler. Solange selbst Kleinigkeiten Interessenten vom scharfen Einsatz abschrecken, wird Linux auch zukünftig nur einer kleinen Gemeinde vorenthalten bleiben.
    we are motörhead and we play rock and roll

    Für den Inhalt des Beitrages 124627 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: raptor49

  • Das Problem ist meines Erachtens bei Linux, das eben jeder User sein System zerstören kann, so gut es nur geht. Eben weil er in jeder Konfiguration herum schreiben kann. Dies tun die meisten auch, ohne Kenntnis der Dinge, die sie da in Gang setzen. Oder sie fügen 100.000 Repos ein. Weil ja viel auch viel hilft. Die Kiste crasht logischerweise irgendwann ab, weil sie mit den ganzen Abhängigkeiten nicht mehr klar kommt. Und dann ist das ach so böse Linux schuld. Bei mir z.B. passiert es nach dem einen oder anderen Update, dass sich der Monitor nicht mehr automatisch ausschaltet, wenn ich den Rechner herunter fahre. Da fange ich aber nicht an, in Konfigurationsdateien herumzuwühlen, weil, ich weiß, paar Updates später ist das wieder gefixt und bis dahin schalte ich eben händisch aus. So auch jetzt wieder. Und alles ist gut. Die User haben einfach zu viele Rechte, das ist das Problem bei Linux. Aber hier beißt sich der Hund in den eigenen Schwanz, denn eben die Rechteverwaltung von Linux ist ja genau das, was Linux auszeichnet. Um es kurz zusammen zu fassen. Gib einem Idioten ein Linux und es wird nie laufen. Ein Windows bekommt er vielleicht hin. Aber nie ein Linux.

    Für den Inhalt des Beitrages 124628 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Alero

  • Es ist schlicht falsch zu glauben,
    dass Linux den Anspruch erhebe, Marktanteile auf dem Desktop zu gewinnen.

    Tatsache ist, dass es von Leuten gemacht wird, die schlicht ein besseres und sichereres System haben wollen.
    Niemand schert sich um irgendwelche Ansprüche irgendwelcher vermeintlich Wohlmeinenden.
    Selbst Torwalds sagte, dass die Zerstörung von Windows lediglich ein netter Nebeneffekt wäre.

    You've got the source.
    Change it.
    And shut up.

    Dass Linux mittlerweile in jedem Haus Verwendung findet - sei es im Router, Waschmaschine oder Smartphone- ist lediglich ein Nebeneffekt, der die Qualität des Codes bezeugt.
    Und das wurde ganz ohne Gedöns oder mahnende Lügeting®™finger erreicht.
    Das spricht für sich.

    Außerdem befördern die Datenhaie Linux so, oder so. Selbst Microsoft gibt den Anspruch "Softwarehersteller" auf und steigt auf das Spionagemodell von Google um.
    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

    Für den Inhalt des Beitrages 124633 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

  • Ich schreibe das hier gerade aus openSUSE auf einer USB-HD, an mein Lenovo-Notebook angeschlossen.

    Was ich erst nicht glauben wollte, daß das klappt, hat sich nun doch verwirklicht.

    Auf dem Notebook selbst sind Windows10 und ArchLinux installiert.
    Die USB-HD enthält einige Linux-Distributionen, die ich teste,
    um zu erfahren, wie diese ticken.

    Ganz interessant, welche Alternativen ist auf diesem Gebiet gibt.

    Wobei ich immer wieder nach den Installern schaue, denn da gibt es deutliche Unterschiede.
    Die einen lassen mich entscheiden, wo und wie ich installieren will, andere nehmen mir das fast komplett ab
    und installieren eigenständig.

    Dahinterzukommen, wie die im einzelnen funktionieren, ist mein Anliegen, was aber nicht ganz einfach ist.

    Gruß
    Manfred

    Für den Inhalt des Beitrages 124786 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: ManfredB

  • Moin zusammen,

    Manfred, Du hast in jedem Linux die Möglichkeit der guten alten Handarbeit. Der Standard-Automat ist nur was für Faule bzw. Leute, die schnell ein Linux mal haben wollen ohne allzu viel Zeit in Wissen zu investieren.
    Das macht Linux ja so mächtig auf der einen und so anfällig auf der anderen Seite.
    Man kann an jeder Stellschraube drehen, gehört man aber zur Fraktion -denn sie wissen nicht was sie tun - haut man sich den Pinguin schneller kaputt als man A sagen kann.
    Aber, nur aus Fehlern lernt man. :)

    Ein Kollege sagte mir einmal: Ein guter Admin installiert sein 1. System von Hand so wie er es braucht und für jedes Weitere baut er sich daraus einen autoyast/kickstart/whatever um sich dann entspannt zurückzulehnen und zukünftig den Automaten arbeiten zu lassen :)
    Viele Grüße,
    T.

    Für den Inhalt des Beitrages 125713 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Tamerlain